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  • Kreuzerjäger

    Experte

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About me

  • Ja, wie kam ich zum sammeln und wie veränderte sich in den letzten Jahren mein Sammelverhalten?

    Irgendwann in der Kindheit bekommt jeder mal von einem Familienmitglied eine Briefmarkensammlung vor
    die Nase gehalten und man bestaunt in den meisten Fällen diese bunten Bildchen. Dabei wird man natürlich von den Motiven
    eingefangen und macht sich keine Gedanken zu dem postgeschichtlichen Hintergründen.

    So war es auch bei mir. Staunend sah ich mir eine kleine Briefmarkensammlung an. Ohhhh... eine Marke aus
    Cuba? Jamaika ? Toll...alles so weit weg und diese Motive mit den Farben.
    So haben bestimmt viele als jugendliche gedacht.

    Das wollte ich dann auch haben und startete meine ersten Sammlungsversuche. Natürlich wurde „alle Welt“ gesammelt.
    Die Familienmitglieder bat man darum, nicht ihre Briefe einfach wegzuwerfen, sondern mir die darauf befindlichen Marken zu überlassen.
    Diese wurden dann sorgfältig abgelöst und in ein Trockenbuch zum trocknen gelegt, bevor diese dann in ein Album verschwanden.
    Natürlich waren die BRD Marken in der Überzahl und so kam es wie es kommen musste. Ich sammelte jetzt die Marken der BRD intensiver.
    Der erste Katalog musste her und jetzt wurde nach Katalog und Fehllisten gesammelt.
    Der erste Briefmarkenhändler (ein Laden, der mich an einem Tante-Emma-Laden erinnerte) wurde auch gefunden und die ersten Briefmarken
    von dem Taschengeld gekauft. In diesem Laden roch es nach Zigarrenrauch und er besaß einen gewissen Flair, den ich nicht so recht beschreiben
    konnte. Hier lernte ich aber so einige Sachen kennen. Safe, Michel, Linder und was es da schon so alles gab. Ich sah zum ersten Mal, dass es
    einen Markt für die Philatelie gab, den ich bisher nicht so wahr genommen hatte.
    Nach dieser Anfangszeit wurde es etwas stiller um meine Sammlerleidenschaft und erst mit Mitte 20 kam diese wieder so langsam in den Vordergrund.
    Immer noch waren die BRD Marken das Thema Nummer eins. Ein Abo bei der deutschen Post sorgte dafür, dass keine Marke mehr ausgelassen
    oder übersehen werden konnte. Die ersten Vordruckblätter wurden gekauft. Aber so langsam wurde es langweilig. Irgendetwas fehlte mir.
    Dann stieß ich auf Marken des deutschen Reiches und ich beschäftigte mich damit etwas intensiver. BRD wurde zwar weiter gesammelt (Abo),
    doch langsam spürte ich da schon, dass mich die älteren Marken faszinierten. Die Marken des deutschen Reiches blieben aber nur eine Übergangslösung.

    Kurz vor einer weiteren längeren Sammlungspause (Anfang 30) überlegte ich, nur eine ganz bestimmte Marke von Altdeutschland zu sammeln.
    Sammlungskriterien waren zu diesem Zeitpunkt.

    1. die Marke musste mir gefallen
    2. die Marke musste kostengünstig sein
    3. die Marke musste facettenreich sein (Stempel, Platten ect.)

    So fiel mein Blick auf eine Marke von Preussen und einer von Bayern. Schnell schlug mein Herz für die Nr. 2 von Bayern und so kam ich zu dem
    Sammelgebiet von AD Bayern. Natürlich sammelte ich diese schöne blaue drei Kreuzer lose und nicht auf Briefen. Ich hatte ja gelernt,
    diese immer abzulösen. Muss ja in ein Album passten dachte ich da noch. Auch wenn diese Marke mal hin und wieder an einer Stelle
    angeschnitten war, und ich den Stempel oder die Farbevariante noch nicht hatte, kam diese selbstverständlich ins Album.
    So sammelte ich ich einige Zeit hauptsächlich diese Marke.
    Dann kam, wie erwähnt, eine längere Sammlungspause. Eine neue Arbeitsstelle und der damit verbundene Zeitaufwand ließen es erst einmal
    nicht mehr zu, meiner Sammelleidenschaft weiter nachzugehen.

    Ab 2004 beschäftigte ich mich wieder intensiver mit diesem Thema. Mittlerweile suchte ich auch nach guter Literatur um versuchte näheres
    über diese blaue drei Kreuzer Marke von Bayern zu erfahren. Sem ect, wurden schnell zum Thema. Dort war die Plattentafel von P. Sem sehr
    hilfreich und ich erwarb zum ersten Mal eine Marke auf einer Auktion. Eine 2 I.
    Ebay wurde auch immer wichtiger, bezüglich des Kaufes dieser Marke als auch der Erwerb von Literatur.
    So stieß ich auf einen Rundbrief der ARGE Bayern Klassisch und kaufte mir diesen bei Ebay. Dieser Rundbrief gefiel mir sofort und ich „jagte“
    ab dann hinter diesen Rundbriefen bei Ebay hinterher.
    Eines Tages fand ich eine Nachricht von einem Ebay-Mitglied in meinem Ebay-Postfach. Dort wurde mir empfohlen, doch der ARGE Bayern Klassisch
    beizutreten. Ich würde zweimal im Jahr einen Rundbrief erhalten und man würde mir dort mit Rat und Tat zur Seite stehen.
    Dieses Angebot habe ich gerne angenommen. Ich glaube, ich brauche nicht mehr zu erwähnen, wer mir diese Nachricht geschrieben hat, oder
    sollte ich lieber sagen zum Glück geschrieben hat. Dafür noch einmal an dieser Stelle recht herzlichen Dank lieber Ralph.

    Durch den Kontakt mit unserem sehr geschätzten Bayern Klassisch stellte ich mein Sammlungsverhalten vollständig auf den Kopf. Das Abo für
    die BRD Marken wurde gekündigt, Deutsches Reich nicht mehr gesammelt.
    Dafür wurde mir der Sinn für AD Bayern geschärft. Dabei stand mir Bayern Klassisch mit Rat und Tat zur Seite. Jeder der mit ihm mal in Kontakt
    kam, wird von seinem postgeschichtlichen Wissen begeistert sein. Ich hatte immer das Gefühl, ich sitze gerade zu dieser Zeit in einer Poststube
    und höre den Ausführungen eines Expeditors jener Zeit zu.
    Immer mehr bekam ich einen Bezug zur Postgeschichte von Bayern. Die Vormarkenzeit (Vorphilatelie) nahm einen größeren Stellenwert ein.
    So entwickelte ich eine Leidenschaft für das „Altpapier“ und kann mittlerweile folgende Sammelgebiet aufführen:

    1. Bayern ab 1806-1875 (Marken und Vormarkenzeit)
    2. Österreich und Bayern nach Postverträgen (Vormarkenzeit)
    3. Schweiz und Bayern nach Postverträgen (Vormarkenzeit)
    4. Augsburg (Marken und Vormarkenzeit)
    5. Briefe aus dem dreißigjährigem Krieg
    6. und ab und zu etwas , was nicht unbedingt in das Sammlungsgebiet passt, aber schön ist

    Lose Marken sammele ich nur noch selten. Für mich sagt ein Brief und auch die Geschichte die er erzählt, einfach viel mehr aus. Social PO ist ja
    auch auf dem Vormarsch und es begeistert mich, wenn ich über den Briefinhalt etwas interessantes lesen und herausfinden kann.




Das einzige Mal, dass Chuck Norris sich irrte, war, als er dachte, er hätte sich geirrt.

Personal information

  • Birthday

    Dec 8th 1965 (51)

  • Gender

    Male

  • Location

    Bottrop

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