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maunzerle

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21

Monday, September 8th 2014, 1:09pm

Fingerhutstempel auf der Ziffernserie, Ortsstempelperiode 1.11.1849 - 31.7.1850

Hallo Freunde,

Dann will ich auch mein Scherflein zur Wiederbelebung des Threads beitragen.

Bezüglich der Ziffernserie muss man mehrere Perioden unterscheiden, während denen der Fingerhutstempel als Entwerter diente. Ich fange heute einmal mit der ersten Ortsstempelperiode vom 1.11.1849 - 31.7.1850 an.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht maunzerle :thumbsup:
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"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

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kreuzer

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22

Monday, September 8th 2014, 1:35pm

Hallo zusammen!

Bei den gezeigten Rosinen kann ich leider nicht mithlaten, will aber dennoch hier auch was zeigen, zunächst einen relativ kleinformatigen Brief (ca. 8,5 x 6,5 cm), der von Gefrees nach Erlangen an einen Studenten der Theologie und Philosophie gelaufen ist. Entwertet wurde die Marke mit dem gMR 150 von Gefrees, Aufgabestempel ist der dortige Fingerhut mit Datum 20.2. Siegelseitig findet sich ein Halbkreis von Erlangen als Ankunftsstempel mit Datum 21.2. Das Jahr ist leider nicht bekannt.
Der Inhalt ist auch ganz Interessant: Ein Freund bittet u.a. darum einen beiligenden Brief zu übergeben. Ich gehe mal davon aus, dass der Brief verbotenerweise einliegend mit versendet wurde. Wobei dieser Brief dann wohl wirklich das Prädikat "Miniaturbrief" verdienen würde...

Viele Grüße

kreuzer
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kreuzer

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23

Monday, September 8th 2014, 1:41pm

Und der nächste, ebenfalls mit Fingerhut von Gefrees diesmal nach Naila. Leider wieder ohne Jahreszahl. Der Fingerhut wurde hier als Aufgabestempel und als Entwertungsstempel genutzt, Datum 16.3. Der Stempel ist blauschwarz.
Siegelseitig finden sich dann noch zwei Transitstempel und der Ankunftstempel, alle farblich passend in blau-/grauschwarz: Einkreis Typ 20a Marktschorgast 16.3., Halbkreis Helmbrechts 17.3. und nochmal 20a von Münchberg 17.3.

Viele Grüße

kreuzer
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24

Monday, September 8th 2014, 3:15pm

Hallo maunzerle,

das was du hier mal wieder zeigst, lässt sich schwerlich überbieten. - Einfach herrlich!!

Viele Grüße
bayern-kreuzer

maunzerle

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25

Monday, September 8th 2014, 6:05pm

Apropos Gefrees

Hallo kreuzer,

Wo wir gerade bei Gefrees sind. Hier ist meine Gefrees-Seite, von der in den posts 10 und 12 weiter oben die Rede war. Diese Nr. 12 ist im übrigen auch die einzige Ziffernmarke, die mit Fingerhutstempel aus der Ortsstempelperiode von 1869 (10.3. - 31.12.) bekannt ist. Den Brief musste ich übrigens vom Kemser Schorsch zurückkaufen und er hat sich dabei, wie es seine Art ist, als sehr fairer Partner erwiesen.

Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:
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"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

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26

Monday, September 8th 2014, 6:16pm

... wer so eine Seite von Gefrees hat, braucht keine weitere mehr, der hat schon das Beste. :P :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

kreuzer

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27

Monday, September 8th 2014, 9:54pm

...da hat @bayern klassisch absolut Recht, die Seite von Gefrees dürfte nicht zu tippen sein! :thumbsup:

Viele Grüße

kreuzer

28

Tuesday, September 9th 2014, 7:59pm

Lieber maunzerle,

so schön und interessant kann ein Ausstellungsblatt mit Brief und Einzelmarken sein.

Auch der philatelistische Laie kann sich hieran erfreuen. Das ist beste Werbung für die Schönheit der klassischen Philatelie.

Gruss kilke
Wer um Einzelmarken einen Bogen macht hat sich verlaufen.

kreuzer

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29

Tuesday, September 9th 2014, 8:02pm

Hallo zusammen!

Einen habe ich noch gefunden, Haag vom 21.03.1852, leider etwas schwach abgeschlagen. Das dürfte es von meiner Seite aus zu diesem Stempeltyp schon gewesen sein...

Viele Grüße

kreuzer
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30

Tuesday, September 9th 2014, 8:29pm

Liebe Freunde,

gegen @maunzerles Fingerhut - Parade anstinken zu wollen, ist völlig aussichtslos. Daher nur der Vollständigkeit halber 2 von mir mit der Erstausgabe, die ja auch nicht völlig zu verachten sind.
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Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

31

Tuesday, September 9th 2014, 9:52pm

Hallo Sammlerfreunde,

wenn die Fingerhüte momentan schon angesagt sind, dann soll dieser hier nicht fehlen.

Gruß
bayernjäger
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maunzerle

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32

Wednesday, September 10th 2014, 10:09am

Hallo Freunde,

Danke für die lobenden Worte. Aber das, was Ihr da zeigen könnt, ist auch nicht von schlechten Eltern.

Fingerhutstempel auf Marke gab's dann auch noch während der Umtauschzeit. Die sind allerdings handverlesen und es ist mir nicht gelungen, davon eine ganze Seite zusammenzubringen. Deswegen müsst Ihr sie Euch hier unter den anderen Stempeltypen heraussuchen.

Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:
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"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

33

Saturday, July 16th 2016, 2:17pm

Hallo Sammlerfreunde,

hier war ja schon ewig nichts mehr los!

Diese Karte aus Kulmbach von 1874 war kürzlich zu haben. Nicht schön, aber im Album fehlte der Stempel schon lange.

Lt. Sem ist der Stempel nicht häufig. Kann das jemand bestätigen oder habe ich diesen nur jahrelang übersehen?

Gruß
bayernjäger
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34

Saturday, July 16th 2016, 6:39pm

Hallo bayernjäger,

ich habe eine Stempel-Datenbank befragt und nur 1 Bild aus 1872 gefunden.

viele Grüße

Dieter

kreuzer

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35

Saturday, July 16th 2016, 7:15pm

Hallo bayernjäger,

herzlichen Glückwunsch zu dem Stück. Der Stempel ist in der Tat nicht häufig.

Viele Grüße

kreuzer

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36

Wednesday, March 22nd 2017, 12:12pm

Verehrte Freunde,

merkwürdigerweise waren in diesem Thread bisher nur Fingerhüte als Markenentwerter zu sehen, dabei verwendete man diese Stempel in der Regel meist länger in der Vormarkenzeit als danach. Angeregt von dem schönen Beitrag von @Bayern-Kreuzer im letzten Rundbrief 69, über den ich mich nicht nur als Redakteur, sondern auch als Sammler sehr gefreut habe, möchte ich hier den einen oder anderen Brief vor 1849 zeigen.



Was wären wir ohne den Freiherrn von Wür(t)zburg in Mitwitz und seine scheinbar unerschöpfliche Korrespondenz? Am 2. August 1836 ging ein Brief von Bamberg nach Mitwitz eingeschrieben und mit Rückschein ab, offensichtlich porto (die Siegelseite ist leer, ein Franko-Vermerk fehlt). Wir kennen Fälle, bei denen eine oder beide Leistungen (die eigentlich bei der Aufgabe bezahlt werden sollten) auf das Porto aufgeschlagen und bei Abgabe erhoben wurden. Hier war das offenbar anders. Dieser Brief enthielt laut Inhalt noch weitere Unterlagen, was ihn schwerer als 1,5 Loth machte. Kombiniert mit der zweiten Entfernungsstufe ergab das nach dem Generaltarif von 1810 ein Porto von 10 Kreuzern.

Beim Fingerhutstempel fällt zudem auf, dass unter dem Monatsdatum ein zweiter Bruchstrich zu sehen ist, worauf uns @Bayern-Kreuzer in seinem Rundbrief-Beitrag aufmerksam macht. Er zeigt Beispiele aus Schweinfurt und Kronach. Ist das ein regional fränkisches Phänomen?

Zuerst hatte ich die Idee, dass der Bruchstrich mit den Tagesdatumstypen vielleicht fest verbunden gewesen sein könnte, aber der andere Winkel des Strichs unter der "8" spricht in diesem Fall dagegen.

Viele Grüße aus Erding!
Achter Kontich wonen er ook mensen!

37

Wednesday, March 22nd 2017, 3:40pm

Hallo Erdinger,

dann kann ich gleich noch einen weiteren Brief aus Bamberg zeigen, der ebenfalls an den Freiherrn von Würtzburg ging. Meiner datiert vom 11.8. 1836.

Diesmal war der Brief aber nach Würzburg adressiert und wurde von Würzburg aus nach MItwitz nachgesandt.
Für die Strecke Bamberg - Würzburg fielen zuerst 4 Kreuzer Porto an. Das Nachsenden von Würzburg nach Mitwitz kostete dann 6 Kreuzer, so dass der Freiherr auch hier 10 Kreuzer zu zahlen hatte.

Auch bei meinem Brief wurde unter das Monatsdatum wieder ein zusätzlicher Bruchstrich gesetzt.

Viele Grüße
bayern-kreuzer
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Erdinger

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38

Thursday, March 23rd 2017, 11:49pm

Lieber Bayern-Kreuzer,

da lege ich doch gerne noch nach.



Ein Briefchen von Pappenheim nach Ansbach vom 5. Dezember 1834, für das beim Appellationsgerichtsadvokaten Greiner nicht nur die 6 Kreuzer Porto, sondern auch ein Bestellkreuzer erhoben wurde. Für dieses Thema (Bestellkreuzer am Ort) sammle ich übrigens Material zu einem Beitrag in einem zukünftigen Rundbrief. Aus Ansbach gibt es relativ viel Material, andere Orte sind schwerer zu belegen.

Viele Grüße aus Erding!
Achter Kontich wonen er ook mensen!

39

Friday, March 24th 2017, 3:52pm

Lieber Erdinger, Bayern-Kreuzer,

hier müste eine Flut von Briefen "hereinbrechen", aber vielleicht ist VorphilaBayern in Urlaub.
Jedenfalls gibt es aus den 10.000ten-Briefen aus der Venino-Korrespondenz viele auch mit Fingerhut-Stempeln.
Hier einige die mir vorliegen, nur die Stempel, die schöneren Briefe ohne Beschreibung, da alle "Standardbriefe" von 1834 - 1838 (Porto/Franco) 4, 3 Kr. v. Schweinfurt.

Freundliche Grüße von Luitpold
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"Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

maunzerle

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40

Friday, March 24th 2017, 4:06pm

Liebe Freunde,

Interessant zu sehen, wie klar und sauber manch ein Kleiner in der Vormarkenzeit noch daherkommt, während sie zur Markenzeit oft schon am Krückstock gehen (Pappenheim !) :D

Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:
"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)