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Laurent

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1

Friday, January 6th 2017, 6:02pm

nach Südamerika über Panama

Europa / Südamerika über Panama


Bonjour à tous,

Die Geschichte des Seepostdienstes der Länder von Lateinamerika Anlieger des Pazifischen Ozeans ist diejenige der Verbindung von zwei Schiffahrtslinien :

1/. Die Linie Southampton / St Thomas / Chagres dann Colòn (Östlichen Küste der Landenge von Panama) der Royal Mail Steam Packet Company ( Royal Mail Steam Packet Co : Schiffahrtslinien nach Mittelamerika ab 1842 )


( Aus einem Artikel ausgezogene im Februar 2017 erscheinende Illustrationen : "la voie de Panama" in Timbres Magazine )
2/. Die Linie Panama / Valparaiso der Pacific Steam Navigation Company. Diese 1838 geschaffene Gesellschaft versichert ab 1840 die Verbindung unter Valparaiso ( Chile) und Callao (Hafen von Lima, Peru). Seit 1846 ist die Linie an Panama angeschlossen und ein Postvertrag ist mit der britischen Krone 1852 für zwei Verbindungen monatlich signiert.

Durchschnittliche Dauer der Strecke innerhalb von Jahren 1850:
+/- 2 Wochen für dis Stecke Southampton / St Thomas,
weniger als einer Woche zwischen St Thomas und Colòn (/Aspinwal)
3 Wochen zwischen Panama und Valparaiso (mit einem Dutzend von Zwischenlandungen).

Ab 1855 geschieht die Überfahrt der Landenge mit der Bahn im Laufe von nur einigen Stunden gegen mehrere Tage vorher

Eisenbahn von Panama (1855) zwischen Colon / Aspinwal (1 = Karibik) und Panama City (2 = Pazifischer Ozean)


Aus meinem Artikel ausgezogene im Februar 2017 erscheinende Illustrationen : "La voie de Panama" in der Zeitschrift Timbres Magazine.

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Laurent

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2

Friday, January 6th 2017, 6:17pm

aus Frankreich nach Chile (1856)


Brief aus LE HAVRE, 15. September 1856.
Nach Transit in London, Abfahrt aus Southampton mit dem Dampfer "Parana" von der Royal mail.
Ankunft in St Thomas : 2. Oktober, dann Einschiffung nach Colon mit Dampfer "Dee": Ankunft am 9. Oktober.

Landwege von Panama mit Eisenbahn.

Einschiffung im Hafen von Panama City auf einer dritten Dampfer (der PSNC dieses Mal), Ankunft Valparaiso 7. November 1856.


Postgebühr bis 31.12.1856 (Teilfrancobrief) :

2,10 Francs bis zum Landungshafen (Stempel PP)
... Einer der höchsten Posttarife von Frankreich in dieser Epoche !
+ 15 Centavos vom Empfänger bezahlt.

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3

Friday, January 6th 2017, 6:25pm

Hallo Laurent,

was für ein schöner Brief und danke für die Informationen über die beiden Linien - aber wo stehen die 15 Centavos?
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Laurent

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4

Friday, January 6th 2017, 6:32pm

Hallo Ralph,

Danke, wir können finden:

1/. einen Stempel
2/. eine handschriftliche Anmerkung
3/. nichts !!

Ich werde Beispiele demnächst zeigen.

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5

Friday, January 6th 2017, 6:58pm

Hallo Laurent,

vlt. hatte der Empfänger ein Postfach und wurde separat abgerechnet?

Jedenfalls freue ich mich sehr, weitere Briefe mit alternierenden Abrechnungen sehen zu dürfen. :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Laurent

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6

Saturday, January 7th 2017, 5:07pm

Bonsoir à tous,
Das ist einer meiner Briefe, was den Tarif ab 1.1. 1857 (1,20 Franc) und die Taxierung bei der Ankunft in Chile illustriert...


Ein Lehrling Postbote wirklich, der zögernd ist!


Brief aus Paris (31. Januar 1860) nach Valparaiso (wahrscheinlich 21 März 1860).
Strecke wie die oben beschrieben ist, frankiert in 2,40 Francs, das heisst 2. Gewichtstuffe (zwischen 7,5 und 15 Gr.)

Vier Stempeln : Paris, 31 JANV. 60 und PP / London, FEB 1 60, Paid / Panama, FEB 27 1860



In Chile ist die Taxierung schwerer gewesen einzuführen...

1. irrtümlicher gedruckter Rundstempel 20 (Centavos)
2. Annullierung des Irrtums mit einem schwarzen Strichrundstempel ////
3. Rundstempel 15 ... 15 Centavos war die Taxierung für einen Brief bis 5 adarmes ( = 8,98 Gr.)... hier haben wir aber einen schweren Brief !
4. Annullierung des Irrtums mit einem grauen Stift
5. 25 mit diesem Stift geschrieben : Postgebühr von einem Brief zwischen 5 adarnes und 1/2 Unze (8,98 / 14,37 Gr.)
6. Bestätigung der guten Taxierung mit dem roten Rundstempel 25 !!


PS, für Ralph präzisiere ich : die Gebühranmerkung war für die Briefe erster Gewichtsstufe oft vernachlässigt.


Dieser Brief gefällt mir viel 8o

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7

Sunday, January 8th 2017, 9:03am

Dieser Brief gefällt mir viel


Hallo Laurent,

da bist du nicht allein - allein schon ein Dreierstreifen der 80 Cent. auf Brief ist eine feine Sache - aber das Beste sind die verschiedenen, oft annullierten Taxen und Portostempel von Chile, was ich in dieser Form noch nicht gesehen habe.

Wem dieser Brief nicht gefällt, der sollte sich sein Lehrgeld wieder auszahlen lassen. ^^

Vielen Dank fürs Zeigen dieses tollen Briefes. :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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Laurent

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8

Sunday, January 8th 2017, 11:32am

Danke für dich für diese Einschätzung ;)

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9

Friday, February 3rd 2017, 6:19pm

Bonsoir à tous,


aus FRANKREICH nach PERU (1863)



Brief aus Bordeaux, 27. Februar 1863.
Nach Transit in London, Abfahrt aus Southampton mit dem Dampfer "Atrato" von der Royal mail.
Ankunft in St Thomas : 17. März, dann Einschiffung nach Colon mit Dampfer "Trent": Ankunft am 23. März

Landwege von Panama mit Eisenbahn.

Einschiffung im Hafen von Panama City auf einer dritten Dampfer (der PSNC dieses Mal), Ankunft Lima 2. April 1863.

Postgebühr ab 01.01.1857 (Teilfrancobrief) :
1,20 Francs bis zum Landungshafen (Stempel PP)
... Einer der höchsten Posttarife von Frankreich in dieser Epoche !
+ 1 Dinero vom Empfänger bezahlt (IMMER ohne Stempel oder schriftliche Bemerkung).



Royal Mail Steamer Atrato, Greenwich Museum


Callao, Hafen von Lima




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10

Friday, February 3rd 2017, 6:31pm

Hallo Laurent,

ein wunderschöner Brief, wie gestern geschrieben. Gäbe es doch nur solche von Bayern nach dorthin ... :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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11

Friday, February 3rd 2017, 6:45pm

Hallo Ralf, ein sehr frischer Brief, ja ;)

12

Saturday, February 4th 2017, 11:24am

Hallo zusammen,

also mir kann einer sagen was er will, aber dieses leuchtend-Rot der 80 C Ceres- und Napoleon III-Ausgaben ist einfach unschlagbar schön. Hier in der Kombination mit organge, in der Verwendung als Teilfrankobrief, mit weit mehr als 8.000 km Transportweg über den Atlantik, dann noch in dieser Zeit über einen nicht ganz ungefährlichen Landweg, mit den Schiffzeichnungen dazu...ein Gedicht. :thumbup:

+ Gruß !

vom Pälzer

Laurent

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13

Saturday, February 4th 2017, 12:09pm

Hallo Pälzer, Danke für deine Einschatzung. Unsere Sammlungen lassen uns ebenso in Zeit reisen, wie auf See und Erde :)

maunzerle

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14

Saturday, February 4th 2017, 2:11pm

ein wunderschöner Brief


ein Gedicht


Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.

Vielen Dank, lieber Laurent, für's Zeigen und viele Grüße von maunzerle
:thumbsup:
"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

Laurent

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15

Saturday, February 4th 2017, 4:18pm

Danke für die Ermütigung, maunzerle ^^

Laurent

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16

Saturday, April 15th 2017, 4:20pm

Bonjour à tous,


aus FRANKREICH nach CILE (1859)

Brief (Trauerumschlag) aus Paris, 30. Juni 1859

Nach Transit in London, Abfahrt aus Southampton mit dem Dampfer "Parana" von der Royal mail.
Ankunft in St Thomas : 16. Juli, dann Einschiffung nach Colon mit Dampfer "Thames": Ankunft am 22. Juli

Landwege von Panama mit Eisenbahn.

28. Juli : Einschiffung im Hafen von Panama City (Transitstempel) auf einer dritten Dampfer (der PSNC dieses Mal), Ankunft wahrscheinlich 21. August 1859.

Postgebühr ab 01.01.1857 (Teilfrancobrief) :
1,20 Francs bis zum Landungshafen (Stempel PP)
...


Der Empfänger ist ein auf der Korvette "Andromède" eingeschiffter Offizier:


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17

Saturday, April 15th 2017, 5:14pm

Hallo Laurent,

wieder ein attraktiver Brief (tolle Stempel mit Punkten!) in ein weit entferntes Land. Gäbe es das nur von Bayern so schön ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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18

Sunday, April 16th 2017, 11:45am

Hallo Ralph,

Wir sind glücklich, ja, drei Seeküsten zu haben :-)

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19

Sunday, April 16th 2017, 1:44pm

... ja, da kann man schon glücklich sein - Bayern hatte gar keine, wenn man von der am Bodensee absieht. ^^
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

20

Monday, August 14th 2017, 12:07pm

Hallo Sammlerfreunde,

dieses Stück war kürzlich bei ebay im Angebot und ist für einen mittleren zweistelligen Eurobetrag in meine Sammlung gewandert. Offensichtlich hat das Angebot kaum jemand bemerkt.
Sicherlich lässt die Erhaltung zu wünschen übrig, ich dachte mir aber Thurn&Taxis nach Chile, das kann nicht häufig sein.

Ich will mich hier an eine Beschreibung wagen und hoffe auf deren Ergänzung von fachkundigen Mitgliedern.

Bebra - Santiago de Chile vom 18.10.1863, teilfrankiert bis zur chilenischen Küste mit 11 ½ Silbergroschen nach dem Vertrag vom 1.4.1862 bei Beförderung über Frankreich und einem Gewicht bis zu 9/20 Loth (1. Gewichtsstufe).
2 Sgr. für den DÖPV und 9 ½ Sgr. Weiterfranko.
Insgesamt 11 ½ Sgr Franko rechts neben den Marken angeschrieben und dann das in 33 Kreuzer umgerechnete Weiterfranko von 9 ½ Sgr. darüber geschrieben.

Stempel in der zeitlichen Abfolge:
BEBRA 18.10.1863
PRUSSE FORBACH 19 OCT 63
PP
LONDON PAID ALL OC 21 63
PANAMA NO 23 1863
Roter Kreisstempel 15 (15 Centavos chilenisches Inlandsporto, vom Empfänger zu zahlen)

Die Rückseite des Briefes ist nur teilweise vorhanden und ohne Stempel.

Die Beförderung erfolgte über Frankreich (Forbach) – London – Southampton – St. Thomas – Colon – Panama – Santiago de Chile.

Gruß
bayernjäger
bayernjäger has attached the following image:
  • img202 (2).jpg