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21

Sunday, December 11th 2011, 7:47pm

Lieber Peter

Wenn das jetzt nicht stimmt kommen die Wertbriefe in den Kamin ;) ;)


100 Punkte :thumbsup:

Die Briefe sind gerettet :thumbsup:

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

22

Sunday, December 11th 2011, 7:52pm

Hallo Peter,

diesmal stimmt es, du mußt zum anfeuern von deinem Kamin etwas anderes nehmen als deine Wertbriefe :D

Meine Erkenntnisse stammen, ich traue mich kaum es zu sagen, aus einem Michel Spezial von 2006. Die von dir genannten Taxierungen sind die, die bis zum 30.6.1853 gültig waren. Zum 1.7.1853 wurden die Gebühren erhöht.

Gruss

senziger
CONCORDIA DOMI, FORIS PAX

Michael

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23

Sunday, December 11th 2011, 11:52pm

Fehler im Preußen-Handbuch

Liebe Freunde,

zur Ehrenrettung des Handbuchs von Bayer/Stautz sei kurz angemerkt, dass der Fehler zu den ermäßigten Gebühren von 1853 bereits in den Preußen-Studien 63 von Stautz korrigiert wurde.

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

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24

Saturday, December 17th 2011, 8:02am

Hier habe ich ein paar Beispiele für Wertbriefe aus meiner Sammlung:

1. 8 Taler in Kassenanweisungen von Schlochau nach Flatow (1 Sgr. für den einfachen Brief bis 10 Meilen und 1/2 Sgr. für die Versicherungsgebühr)

2. 8 Taler und 22 Silbergroschen von Posen nach Berlin (9 Sgr. für einen Brief über 20 Meilen und Gewicht bis 3 Lot, 1 Sgr. Versicherungsgebühr)

3. Paketbegleitbrief mit Wertangabe 300 Taler von Züllichau nach Berlin (3 Sgr. Versicherungsgebühr + 16 1/2 Sgr. für das Paket)

Und als letztes ein besonderes Stück

4. 12 Taler eingezahlt von Neidenburg nach Berlin (3 Sgr. für den Brief + 3 Sgr. für die eingezahlten 12 Taler (Gebühr 1/4 Sgr. für jeden Taler !!))
preussensammler has attached the following images:
  • pr_1_1334_br.jpg
  • pr_3_1158_br.jpg
  • pr_1_GAA5_GAA7_1722_br.jpg
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peterhz

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25

Saturday, December 17th 2011, 8:51am

Lieber Preussensammler,

denke an meine Gesundheit. Sowas kannst Du morgens früh nicht machen 8o 8o 8o 8o 8o

alles weitere später wenn ich mich erholt habe.

Tolle Belege, einfach Klasse :thumbsup: :thumbsup:

schönen Gruss
Peter

peterhz

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26

Saturday, December 17th 2011, 10:20am

Hallo zusammen,

nachdem ich mich erholt habe einige Bemerkungen zum 4 Brief.
Hier handelt es sich um einen Vorläufer der späteren Postanweisung. Durch das gezahlte Porto wurde dieser Brief nach dem 01.09.52 versendet. Vorher war die Gebühr noch teurer 1/2 Sgr. pro Thaler.( falls das Handbuch stimmt).
Interessant finde ich auch das es bei Landbestellung 1 Sgr. Bestellgeld kostete, wenn nur der Brief übergeben wurde und 2 Sgr., wenn der Betrag und der Brief zugestellt wurde.
Mein persönlicher Favorit von den 4 Briefen ist der 2. Die Kombination aus grünem Ganzsachenwerteindruck und der blauen Nr.2 ist einfach nur schön. :) :) :) :)

schönen Gruss

Peter

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27

Saturday, December 17th 2011, 3:35pm

Hallo preussensammler,

da schließe ich mich dem lieben Peter nahtlos an - dieses Quattro beschleunigt sogar den Ruhepuls eines eingefleischten Bayernsammlers. Klasse! :P

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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28

Saturday, December 17th 2011, 5:38pm

Lieber preussensammler

wirklich schöne Belege! :thumbsup:

Einige Anmerkungen möchte ich noch geben:

zum Beleg 2:
...fällt mir ein, dass der Absender sogar hätte "sparen können", wenn er diesen Brief als Wertpaket versendet hätte. Da in Falle des "Sparens" nur 6 Sgr Mindestfahrposttarif anfielen, wären es also 3 Sgr weniger gewesen. Das "B" wird hier Beutelstück stehen.

zum Beleg 3:
Soweit ich herausgefunden habe, müßte der Beleg ab 1857 sein, denn die 1/2 Sgr Marke hat einen Ortsstempel.
Die Entfernung Züllichau - Berlin sind ca 21 Meilen und somit die 5. preussische Entfernungsstufe. Da je angefangen Pfund 1,5 Pfennige je angefangenen Pfund zu zahlen war, ergibt sich folgende Rechnung:
1,5 Pfennige * 21 Pfund * 5. Entf. = 157,5 Pfennige - rund 158 Pfennige = 13 Sgr 2 Pfennige.
Die Werttaxe betrug bei Paketen 2 Sgr je 100 Thaler bei 10 bis 50 Meilen und damit ergeben sich 6 Sgr.

Somit ergibt sich erstmal eine Gesamtsumme von 19 Sgr 2 Pfennige - frankiert wurden 19 Sgr 6 Pfennige.
Da zum Zeitpunkt des Beleges schon die Nr. 5 mit einem Nennwert von 4 Pfennigen vorhanden war, hätte die sogar gereicht! - also 2 Pfennige verschenkt!

Zum Stempel W.G.A2 = Wert Güter Ausgabe aus Berlin für die Paketausgabe noch folgendes:
Laut Prof. Bruns hat der Stempel die Bezeichnung 4.26 und wertet 3 Punkte (6- 10 Belege) und ist sowohl in schwarz und blau aus der Zeit 1859/ 60 bekannt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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29

Saturday, December 17th 2011, 8:56pm

@Magdeburger

Danke für Deine Erklärungen.

Zu dem Züllichau-Beleg noch folgendes:
Leider läßt sich nicht genau belegen, in welchem Jahr das Paket befördert wurde. Es könnte sogar noch nach dem Ende der Verwendung von Nummernstempeln als Entwertungsstempel gewesen sein. In diesem Herbst sind zwei Belege mit Oktogon-Ausschnitten aus Züllichau versteigert worden, von denen einer mit Sicherheit 1860 befördert wurde. Das Interessante daran ist, dass auch hier die Marke mit einem Ortsstempel, die Ausschnitte mit Nummernstempeln entwertet wurde.

Ich plane übrigens für nächstes Jahr ein "Lehrobjekt" für preußische Posttarife in der Nummernstempelzeit auszustellen. Die vier Belege werden dann auch zu sehen sein.

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30

Saturday, December 17th 2011, 9:17pm

Lieber preussensammler

Zu dem Züllichau-Beleg noch folgendes:
Leider läßt sich nicht genau belegen, in welchem Jahr das Paket befördert wurde...

An 1860 glaube ich eher nicht, wenn die 1/2 Sgr eine Nr. 1 ist, da es dann schon eine Nr. 13 gab.

Ich plane übrigens für nächstes Jahr ein "Lehrobjekt" für preußische Posttarife in der Nummernstempelzeit auszustellen. Die vier Belege werden dann auch zu sehen sein.

Dazu wünsche ich viel Erfolg.
Vielleicht solltest Du im Vorfeld die Belege auch hier zeigen, damit über die Beschreibung geschaut werden kann.

N.B. Für die Lager- oder Kursstempel von MD versuche ich auch alles auf Seiten zu bringen und habe mir hier auch noch Rat geholt. Ob dies für eine Ausstellung reicht - keine Ahnung, da es eher ein "schwieriges Thema" ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

peterhz

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31

Sunday, December 18th 2011, 10:15am

Hallo zusammen,

zum Wertbrief mit den Ganzsachenausschnitten.
Nummernstempelentwertung auf Ganzsachenauschnitte waren im Zeitraum 1854-1859 üblich.
Eine Verwendung 1857 oder 1858 halte ich für wahrscheinlich, da wie Ulf schon schrieb der Aufgabestempel auf der Nr. 1 1857 Vorschrift war. Auch mussten ab 01.04.1859 die Ganzsachenausschnitte mit dem Aufgabestempel entwertet werden.
Andererseits ist gerade von Züllichau bekannt das aus diesem Ort häufiger die hohen Werte der Ganzsachen 4,5,6,7 Sgr als Ganzsachenaussschnitt verbraucht wurden. Da die höheren Werte der Ganzsachen beim Publikum unbeliebt waren ist es schon möglich das sie 1859 und 1860 "verbraucht" wurden.
Eine Entwertung mit Nummernstempel war dann zwar vorschriftswidrig aber möglich ist alles.


@Preussensammler. Falls Du noch Bilder von den Auktionen hast, könntest Du sie bitte hier zeigen?


schönen Gruss
Peter

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32

Saturday, February 4th 2012, 11:11am

Gerade bei Rauhut erworben:

An sich ein ganz normaler 3-Silbergroschen-Beleg...

Aber die Entfernung von Jessnitz/Anhalt nach Erfurt ist unter 20 Meilen. Warum also 3 Silbergroschen? Es wurden 10 Silbergroschen eingezahlt. Für Bareinzahlungen musste pro Taler 1/4 Silbergroschen Gebühr entrichtet werden, aber mindestens 1 Silbergroschen.

Bemerkenswert ist außerdem das Datum: der 2.April 1859 (ist durch den Inhalt des Briefs, eine im voraus bezahlte Bestellung von Pflanzen, belegt). Es handelt sich also um eine Nummernstempel-Entwertung nach der offiziellen Verordnung, dass diese nicht mehr einzusetzen war.
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33

Saturday, February 4th 2012, 4:27pm

Hallo preussensammler

Bemerkenswert ist außerdem das Datum: der 2.April 1859 (ist durch den Inhalt des Briefs, eine im voraus bezahlte Bestellung von Pflanzen, belegt). Es handelt sich also um eine Nummernstempel-Entwertung nach der offiziellen Verordnung, dass diese nicht mehr einzusetzen war.

Besser wäre es zu schreiben, dass auf der Nr. 2 bis 4 der ersten Ausgabe, weiterhin die Nummerstempelentwertung ab dem 01.04.1959 vorgeschrieben war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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34

Friday, February 10th 2012, 12:19pm

Hallo Preußen Freunde

Schaue hier ein Wertbrief aus Königsberg nach Danzig (17 Meilen), sendet am 20.8. 1856(?) Oben steht "Einliegend ? 235 Cass: Anweisung. Darunter 5/10L (?) Porto usammen 8 Sgr. Ich kann nicht finden dieser Taxt. Briefgebühr ist 2 Sgr. Wertgebühr 6 Sgr.? Kann Jemand mir weiter helfen?

Auf der Rückseite steht ein Ausrechnung von der 235.

Liebe Grüße, Jørgen
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35

Friday, February 10th 2012, 3:18pm

Hallo Jørgen,

ich stimme Dir zu, dass 2 Sgr Brieftaxe + 6 Sgr Werttaxe anfielen.
Leider kann ich siegelseitig auch nicht soviel lesen....

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Michael

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36

Friday, February 10th 2012, 11:55pm

Liebe Freunde,

ein Wertbrief über 100 Taler in Löser von Barmen nach Berlin, Gewicht 19/20 Loth.
3 Sgr. Porto + 4 Sgr. Procura = 7 Sgr.
+ 1 Sgr. Bestellgeld (für Wertbriefe weiterhin erhoben) = 8 Sgr.



Hat jemand eine Idee, was das H unterhalb der Gewichtsnotierung für eine Bedeutung hat?
Es scheint von gleicher Hand wie die "7" Sgr. zu stammen.

Viele Grüße
Michael
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37

Saturday, February 11th 2012, 11:30am

Lieber Michael

hier noch zwei weitere Belege dazu.

Der erste ist deinem sehr ähnlich, der zweite bringt einen in Schwitzen, da hier der Wertbetrag nur 19 1/2 Thaler betrug. Damit ist die Werttaxe nur 2 Sgr, so dass sich 5 Sgr Porto ergeben.

Allen Belegen ist gemeinsam, dass eine 8 notiert wurde und ich hier eher an eine "Revierbezeichnung" denken würde und nicht an einem Portobetrag incl. Bestellgeld.

Das M bei der Gewichtsnotierung wird möglicherweise das Namenkürzel des wiegenden Beamten gewesen sein.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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peterhz

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38

Saturday, February 11th 2012, 1:04pm

Hallo zusammen,

hier noch ein paar weitere Wertbriefe,

ich denke der liebe Ulf hat Recht mit seiner Deutung der "8"

und sie gingen ja auch alle an die gleiche Adresse.

schönen Gruss

Peter
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39

Saturday, February 11th 2012, 1:39pm

Hallo zusammen

Interessant mit der "8", kann man sagen das ist ein Vorläufer für Postleitgebietzahl? Ich sehe das alle Eure Briefe mit dieser "8" ist nach Berlin.

Hier ein Wertbrief aus Posen nach Breslau, sendet am 3.4. kein Jahr. Wertbetrag 118 Th(?) in Kassenanweisungen. Porto 12 Sgr. Entfernung 20 Meilen. Gewicht 3 5/8 Loth.

Der Porto von 1825 war der Briefporto 15-20 Meilen 4 Sgr. für Brief bis ¾ Loth, Wertgebühr für Silber über 100 Th. 4 Sgr für die erste 100 und je folgende 50 Th 2 Sg. es ist zusammen 6 Sgr. + Briefgebühr 4 Sgr. Aber nach Stefan: Preußische Postgeschichte ist für Papiergeld und Courshabende Papiere ein viertel der Betrag für Silbertaxe. Dann ist der Porto nur 7 Sgr.

Oder habe ich alles mißverstanden.

Liebe Grüße, Jørgen
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Saturday, February 11th 2012, 4:54pm

Lieber Peter

danke für das zeigen der Belege - interessant!!!

Hallo Jørgen

die Entfernung ist etwas über 19 Meilen. Ein 3 5/8 Loth schwerer Brief kostete das 4fache der einfachen Brieftaxe ab 01.01.1850.
Davor wäre es das 4,5fache gewesen. Die Brieftaxe betrug einfach ab 01.01.1850 in der zweiten Entfernungsstufe 2 Sgr und somit sind hier 8 Sgr anzuwenden. Dazu kommt noch die Werttaxe für 118 Thaler und da passen auch 4 Sgr.

Mit frendlichem Sammlergruss

Ulf