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421

Monday, September 28th 2015, 5:11am

Hallo Adriana,

7bris = Septembris = September

8bris = Octobris = Oktober

9bris = Novembris = November

10bris = Decembris = Dezember
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

422

Monday, September 28th 2015, 6:39am

Guten Morgen Ralph,
das Wort unten November :)
LG A
"Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
W. v Humboldt

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423

Monday, September 28th 2015, 9:17am

Morsche Adriana,

"amploiren" lese ich da. Es soll aber wohl "emploiren" heißen:

https://books.google.de/books?id=QehSAAA…AIVg7sUCh28Swr2
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

424

Monday, September 28th 2015, 5:46pm

Hallo Filigrana

Ich weiss nicht ob ich eine ausführliche und gute Antwort geben kann. Aber du hast eine gute Frage gestellt :)

Ja, warum nicht über die Schweiz? Es wäre vielleicht ein schnelleren Weg. Aber ich sehe bei diesem Brief keine schweizerische Gebühre. Das ist einen Grund weil ich der Brief als "tirolisch" sehe. Der anderen Grund ist die bayerische gebühre mit 8 Kreuzer. Die 8 Kreuzer reicht ja auch bis Kollmann und die bayerisch-italienische Grenze.
Nach dem 1809 Vertrag zwischen Italien und Bayern gab es bei transitierende Briefe ein Gebührfreiheit so dass weder den Absender noch den Empfänger für die Strecke über Italien bezahlen musste.

Somit passt es ganz gut dass dieser Brief über Tirol gelaufen war und nicht über die Schweiz.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

425

Wednesday, September 30th 2015, 8:38am

Hallo,
ich stimme Nils zu, dass der Brief wohl über Tirol ging. Wäre er über die Scheiz gegangen, hätte er nicht die 8 kr stehen, die am ehesten bis zur italienischen Grenze Tirols passen. Denkbar wäre natürlich noch eine Versendung über die Mailänder Boten, aber auch da würden die 8 kr nicht passen. Über Chur halte ich für sehr unwahrscheinlich, zumal dafür jede Behandlungsspur in Chur fehlt.
Die Beschreibung bzgl. dem Verhältnis Italien - Frankreich trifft wohl auch zu, weil Italien hier keinen Transit fordern durfte (Vertrag 1803)

Was den 9 bris angeht handelt es sich um 9 = nov = november
ab den Monaten September bis Dezember war diese Schrebweise damals üblich
7 ber = September
8 ber = Oktober
9 ber = November
10 ber = dezember auch manchmal Xber geschrieben.
LG Achim

426

Wednesday, September 30th 2015, 8:28pm

Guten Abend,
Schrift:
Entschuldigung das ich meine Frage zum Schrift so ungeschickt formuliert habe. Monatsname Kürzung als ein Zahlwort hab ich danke Ralphs Beitrag schon vor einem Jahr gelernt. Wenn ich gleich November geschrieben hätte, wehre sofort klar das ich eigentlich mit der Wort „amploiren“ nichts anfangen kann. Vielleicht kommt es manchen vor das ich hin und wieder eine Frage zu viel schreibe, aber nicht nur die heutige Deutsche Sprache aber auch Altdeutsche Schrift lesen und vor allem die Inhalte unsere Briefe verstehen möchte ich gern lernen...Danke fürs Verständnis.
Das die Schreibweise ab dem Monat September üblich wahr, darauf hab ich noch nicht geachtet. Danke Achim das es erwähnt hast.

Inhalt:
Nils, ich erinnere mich auf einen älteren Beitrag von dir, welches du zu Handel und Messen Städten geschrieben hast. Wenn dein Brief von die Kemptener Zumsteins Korrespondenz wehre, hätte ich mit Neid wegen sein Inhalt kämpfen müssen. :) Sehr viele Anhaltspunkte auf welche man bei Recherchen zur diese Thema greifen könnte. Ich hab leider keine Antworten nur Fragen, weil mir der Absender und Empfänger unbekannt sind. Wenn man was nicht belegen kann, ist es schwierig: Waren die Großhändler in einen Stadt ansässig welche ein Handelserlaubnis hatten oder nur Markt Verkäufer welche sich bei die Bayerischen Städten ein Legitimation Verkauf Markt Schein bei Magistrat holten? Wehre gleich die erste...weiteres danke anderen Briefen zum folgen wie die das Handel und Konsum beeinflusst haben wehre sehr interessant.
(Das ende deines Briefes ist fast traurig, zwar eine Große Summe als Guthaben seines Cousins erwähnt aber er selbst hat kein Geld nach Gressoney fahren...)

Transit Tirol:
In Achims Block ein Brief von ihm vorgestellt worden, aus Gegenrichtung.
Ich gehe von euren Artikel, Beiträgen und gezeigten Briefen nur aus, vermutlich ist meine Beobachtung nicht ganz richtig..
In Feldkirch haben wir T&T Post. Von Feldkirch bis Chur ist das Briefen Sammeln Privileg dem Fußacher Boten entnommen worden. Trotzdem entschied sich Feldkirch diese Brief über Tirol zum schicken. Wann? Wenn der Bestimmungsort über Bayerische Grenzen ist?
Gestern hab ich leider nur auf Italienisch ein Beitrag gefunden, was der Absender zum zahlen hatte, bin nicht sicher ob ich es richtig verstanden habe – 1810: einfache Briefe mit L.T. Stempel sind mit 7 Decimes zum taxieren. Nils ist auf 9 korrigiert, höhere Gewichtsstufe?
LG A
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W. v Humboldt

427

Thursday, October 1st 2015, 7:37pm

Hallo Filigrana

In Feldkirch gab es in 1813 kein T&T Post. Es war hier seit 1806 ein bayerischer Staatspost und man hat dann meist die alte österreichische Routen gefolgt.
Ob die bayerische Staatspost jemals die Briefe an den Fussacher Bote abgegeben hat bezweifle ich. Aber in die Gegenrichtung war es aber möglich dass die Fussacher die Briefe an Bayern abgegeben hat.

Die bayerische Post war wie alle andere "Betriebe" - die machen logistische Lösungen und folgen auch diese Lösungen ohne nach rechts oder links zu schauen. So wenn es vertraglich und durch Verordnungen heisst dass die Briefe aus Feldkirch über Tirol laufen soll wenn nach italienische Gebiete, dann ist es ja auch meistens so gemacht. Somit konnte Bayern 8 Kr Rh holen. Um die logistische Kosten zu tragen musste man halt alle die Briefe selbst so lange wie möglich selbst behalten um die Strecken die so wie so da waren zu bezahlen.

Es gab natürlich Ausnahmen. Später in 1813 war der Weg über Tirol gesperrt. Dann gab es Briefe über Schweiz wie es auch in 1809 gab.

Viele Grüsse
Nils
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428

Friday, October 2nd 2015, 8:33pm

Hallo Nils,
Feldkirch – Bayerische Post, danke fürs korrigieren. :)

Würdest du zur diesen Brief zurück kehren, und deine Überlegungen bitte zur Transit schreiben?
Zumstein Korrespondenz
LG A
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429

Tuesday, October 20th 2015, 8:10pm

Legitimationsschein 1826

Guten Abend zusammen,
Heute eine Kleinigkeit zum Thema Handel..und einem Fremdem Händler welcher Bürger von Kempten geworden ist...

Für Jahrmarkt in Kempten - Legitimationsschein ausgestellt am 2.5.1826 für Joseph Rial von Gressoney.

Einige Vorschriften für Ausländische Markthändler:
Jeder muss sich mit Jahrmarkt Legitimationsschein vorzuweisen.
Ausländische Konzessionierte sind mit jährlich erneuerten Qualität Attest auszuweisen.
Bestraft wird Hausierhandel und Verkauf vor dem Anfang und nach Ende der Marktzeit, Verkauf auf verschiedenem Plätzen.
Erlaubt ist nur Verkauf von Wahrer in Bayerischen Massen und Gewichten.
Verbot von Verkauf Silber und Gold Waren welche nicht kontrolliert waren..

Wirte von Kempten sind beauftragt bei dehne logierten Marktbesucher auf diese Bestimmungen aufmerksam machen.
Aufenthalt in Gasthaus "Landhaus", von welchem der J.A. Rial 1835 Besitzer geworden ist, sind Savoyische Kaufmänner Zumstein, Welf, Rial, Thedy, Vinzent (dehne Briefe in Forum) öfteren in damaligen Kemptener Zeitung unten Kolone "Fremden Anzeige" nachzulesen.
https://books.google.de/books?id=OwlFAAA…AIVKu9yCh2yLAj_

Josef Anton Rial/ 1797 Gressoney – 1858 Kempten
Seine Mutter geboren Delapierre, seine Oma geborene Welf.
1838 Heimatrecht in Kempten.

LG A
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430

Tuesday, October 20th 2015, 8:23pm

Hallo Adriana,

ganz tolles Stück und feine "Story" hinter dem seltenen Stück (noch nie vorher gesehen) - passt wie die Faust aufs Auge für deine Kempten - Sammlung. :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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431

Wednesday, October 21st 2015, 11:15am

Hallo zusammen,
Rial wechselt sein Beruf von Händler zum Wirt..
Kann leider nicht finden ob die Lizenz „Tafern und Hausmetzger Gerechtsame“ in Bayern auf die Erben automatisch über geht.
Falls jemand helfen kann – danke.

Hallo Ralph – klein wenig Glück gehabt :)
LG A
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432

Wednesday, October 21st 2015, 12:18pm

Moin Moin,

Kann leider nicht finden ob die Lizenz „Tafern und Hausmetzger Gerechtsame“ in Bayern auf die Erben automatisch über geht.

Wenn wir vorliegenden Fall um das Jahre 1826 liegen, dann sollte man bzgl. der o.a. Frage einmal im einschlägigen Gesetz die Grundbestimmungen des Gewerbewesens betreffend des Königreichs Bayern vom 11.09.1825 nachschauen:

http://bavarica.digitale-sammlungen.de/d…ham&mode=simple

Hier dann insbesondere die Artikel 2, 3, 4, 5 und 6 (Seite 3-6) beachten.

+ Gruß !

vom Pälzer

This post has been edited 1 times, last edit by "Pälzer" (Oct 21st 2015, 12:29pm)


433

Wednesday, October 21st 2015, 7:20pm

Danke
LG A
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434

Thursday, October 22nd 2015, 11:29am

Elberfeld – Kempten 25.6.1816

Hallo zusammen,
ein Brief an Rial adressiert, der damals noch als Stoff Händler sein Brötchen verdiente..

In Forum sind schon mehre und auch Postgeschichtlich sehr interessante Briefe aus Elberfeld und Barmen gezeigt worden. Einer der vielen Wuppertaler Fabriken (nur Weberei in diese Fall) für Seiden, Halbseiden und Baumwolle wahr die Firma „J. H. Funke Eydam Boeddinghaus & Co.“, die reine Seidenwahren zur diesen Zeitpunkt produzierte. Dehne Seidentücher welche Etikett J.H.F. Eyd. trugen, haben die Savoyischen Händler Zumstein, Welf und Rial X Jahre eingekauft.
Boeddinghaus wahr Schwiegersohn von Funke.

Dieses Brief würde erst am 2.6. in Augsburg versandt.
LG A
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435

Monday, October 26th 2015, 12:50pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Portobrief aus Möhringen an der Donau bei Tuttlingen (Württemberg)
(seit 1806 zum Großherzogtum Baden), in Geisingen (Großherzogtum
Baden) aufgegeben, nach Ravensburg (Königreich Bayern) vom 4. Febr.
1809. Der Empfänger bezahlte 7 Kreuzer Porto.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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436

Monday, October 26th 2015, 3:51pm

...und noch ein Brief nach Ravensburg:
Portobrief aus Meßkirch (Großherzogtum Baden) nach Ravensburg
(Königreich Bayern) vom 3. März 1807. In Baden fielen 4 Kreuzer
Porto an. In Bayern weitere 2 Kr. Gesamt bezahlte der Empfänger
6 Kreuzer Porto.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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437

Monday, October 26th 2015, 4:29pm

Lieber VorphilaBayern,

sehr schöne Briefe - aber wundere dich nicht, wenn bei dir bald ein Auto aus Kempten auftaucht und dir ein unmoralisches Angebot macht. :D
Liebe Grüsse vom Ralph

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438

Monday, October 26th 2015, 5:31pm

Lieber Ralph, was für Auto...? Wir sind hier in Altpostgeschichte Forum, also.. :D
LG A
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439

Monday, October 26th 2015, 6:31pm

... bist du das mit dem weißen Rock? :D :D
Liebe Grüsse vom Ralph

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440

Monday, October 26th 2015, 7:03pm

Also ich bitte dich Ralph!!! :cursing: Die mit Posthorn und Schnurrbart bin natürlich ich...!!! :D

Es sind wirklich tolle Briefe VB, an der Zumstein aus Ravensburg viel seltener zum finden, vielen dank fürs zeigen.
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