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Michael

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21

Thursday, December 15th 2016, 10:13pm

Liebe Freunde,

von Preußen sind mehrere interessante bis skurile Belege mit mißbräuchlicher Verwendung von Nummernstempeln bekannt.
Siegelseitig als Ausgabestempel, auf Formularen usw.
Allerdings sind die Preise häufig auch recht ambitioniert.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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22

Friday, December 16th 2016, 11:15am

Liebe Sammlerfreunde,
ich zeige hier ein paar unvorschriftsmäßige Nummernstempelverwendungen, die auf der Vorderseite und nicht auf der Siegelseite stattfanden.
Viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan
preussen_fan has attached the following images:
  • Mi2-blanko-Nummernstempel-355-Düren-Aachener-SoFo.jpg
  • BfStck-Mi1-NrStp-567-HADMERSLEBEN-mit blankoabschlag.jpg
  • BfStck-Mi3-NrStp-153-Bolkenhain-mit blankoabschlag.jpg
  • BfStck-Mi4-Doppelentwertung-NrStpl-255.jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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23

Friday, December 16th 2016, 1:18pm

Lieber Erwin,

deine Stücke bergen sogar für einen eingefleischten Bayernsammler wie mich Suchtpotential ... :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Michael

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24

Friday, December 16th 2016, 3:34pm

Lieber Erwin,

sehr interessante Stücke, danke fürs zeigen.
Der 2. ist fast kein Verstoß, da die Vorschrift besagte, dass die Nummer leserlich sein sollte. Das konnte durch Nachmalen erreicht werden oder eben durch einen zusätzlichen Abschlag.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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25

Friday, December 16th 2016, 5:16pm

Lieber Michael,
Beim Zweiten hat sich der Postbeamte ja echt bemüht und drei mal zugeschlagen. Solche verstempelten Stücke nehme ich gerne in die Sammlung auf
mfg
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

Michael

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26

Thursday, January 26th 2017, 10:17pm

Liebe Freunde,

Briefe, auf denen der frei(oder franco)-Vermerk durchstrichen, radiert oder sonstwie abgeändert war, durften nicht angenommen werden.
Der folgende Brief hätte dementsprechend nicht angenommen werden dürfen.



Von Heegermühle nach Vietmannsdorf bei der Stadt Templin fiel 1 Sgr. Porto an.

Tatsächlich kann man sich 2 Abläufe vorstellen:
- Der Absender hatte den Brief fertig beschriftet, bemerkte aber auf der Post, dass er kein Geld dabei hatte. Also versuchte er, den frei-Vermerk mit Spucke auszuwischen und gab den Brief porto auf.
- Der Brief wurde franko aufgegeben und zusammen mit dem Silbergroschen vom Postbeamten entgegengenommen. Nachdem der Kunde das Postbüro wieder verlassen hatte, wischte der Postler den frei-Vermerk aus und setzte statt des kleinen Rötelstrichs für das eingenommene Franko einen großen Blaustrich für die Portoforderung auf.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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27

Thursday, January 26th 2017, 11:25pm

Lieber Michael,
da tendiere ich zu deiner ersten Möglichkeit. Die zweite kommt mir sehr unwahrscheinlich vor.
Beste Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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28

Friday, January 27th 2017, 6:40am

Lieber Michael,

erst einmal: Tolles Stück, wie oft findet man so etwas bei Preußen? Richtig - so gut wie nie. ^^

Wie Erwin tendiere ich auch zur Variante 1 - nur wenn es von verschiedenen Absendern im Bereich der Aufgabepost ähnliche Belege gäbe, würde ich zur Variante 2 wechseln.
Liebe Grüsse vom Ralph

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Michael

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29

Friday, January 27th 2017, 7:46am

Liebe Freunde,

bei diesem Beleg gehe ich auch von der 1. Möglichkeit aus. Zumal hier ein Pfarrer an den anderen geschrieben hat und der Sachverhalt möglicherweise irgendwann zur Sprache gekommen wäre.
Um Manipulationen, wie bei der 2. Möglichkeit beschrieben, auszuschließen war die Annahme solcherart "manipulierter" Briefe untersagt. (Hätte ich im 1.Beitrag wohl klarer schreiben sollen ...)

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

Michael

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30

Thursday, February 16th 2017, 12:28pm

Liebe Freunde,

bei der Anname dieses Briefes auf der Post in Hadmersleben (Provinz Sachsen, Regierungsbez. Magdeburg) entwertete man den 1 Sgr.-Wertstempel mit Tinte und die zugeklebte 1 Sgr.-Freimarke mit dem Nummernstempel "567". Leider vergass man, einen Aufgabestempel danebenzusetzen. Dies erfolgte bei der Umspedierung in Magdeburg, wie der Stempel der Bahnhofspostexpedition zeigt.



Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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31

Thursday, February 16th 2017, 7:09pm

Lieber Michael,
sehr nachlässig von der Post in Hadmersleben und damit ein interessanter Beleg für deine Sammlung.
Beste Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

Michael

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32

Tuesday, April 11th 2017, 9:22pm

Liebe Freunde,

hier eine schöne Ergänzung zu dem vorigen Beleg. Bei dem zuvor gezeigten Brief wurden Marke und Wertstempel entwertet, der Aufgabestempel vergessen.
Bei diesem hier aus dem Jahr 1861 von Prechlau nach Märkisch Friedland wurde der Aufgabestempel auf dem Brief abgeschlagen, aber die Markenentwertung vergessen.



Die nachträgliche Entwertung erfolgte bei der Umspedierung im vorgesetzten Postamt Schlochau.
Die beiden Briefe passen gut zusammen, da bei beiden Stempel zur nachträglichen Entwertung / Kennzeichnung benutzt wurden.

Gruß
Michael
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33

Tuesday, April 11th 2017, 11:35pm

Lieber Michael,
den Akt des Entwertens hat der Beamte auch handschriftlich vermerkt und mit seiner Unterschrift bestätigt. Ein schöner und sicher nicht häufiger Beleg.
Beste Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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34

Wednesday, April 12th 2017, 6:36am

Lieber Michael,

ein absolutes Kleinod! "In Schlochau entwertet Püschel" - kann man den Namen des Expeditors in den Unterlagen finden? Dann wäre es noch besser. So habe ich das bei Preussen noch nie gesehen (und so schön schon gar nicht). :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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maunzerle

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35

Wednesday, April 12th 2017, 10:16am

Hallo Michael,

Ein Traum, der für die allerallermeisten von uns für immer einer bleiben wird! Du konntest ihn Dir erfüllen!

Herzlichen Glückwunsch und beste Grüße von maunzerle :thumbsup:
"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

36

Wednesday, April 12th 2017, 4:22pm

Hallo Michael,

ein Traum...den man erstmal erkennen muss.

Meinen Glückwunsch! 8o

Viele Grüsse
Christian

Michael

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37

Wednesday, April 12th 2017, 10:50pm

Liebe Freunde,

danke für eure Kommentare. Ich freue mich auch, einen solchen Beleg in dieser durchaus akzeptablen Optik gefunden zu haben.

den Akt des Entwertens hat der Beamte auch handschriftlich vermerkt und mit seiner Unterschrift bestätigt.

Diese Vorgehensweise entsprach genau den Expeditionsvorschriften. Da hat der Postbeamte Püschel seine Kenntnisse bewiesen (und uns erfreut :) ).

"In Schlochau entwertet Püschel" - kann man den Namen des Expeditors in den Unterlagen finden?

In den Amtsblättern wurden regelmäßig Personalnachrichten (Einstellungen, Beförderungen, usw.) veröffentlicht. Leider lassen sich die Dateien wegen der alten Schrift nicht nach Texten durchsuchen. Daher bleibt wohl nur ein Zufallsfund.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

38

Thursday, April 13th 2017, 12:09am

...gebe jetzt noch "ein bischen Nerv" dazu und sage dazu: Sensationell ...Klasse Optik und natürlich besten Dank für`s zeigen dieses Ober-Oberhammers.

Nicht zu glauben, was es alles gibt, mit dem Zusatzvermerk das absolute Salz in der Suppe !

+ Gruß !

vom Pälzer :P :P :P

Michael

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39

Sunday, May 14th 2017, 10:32pm

Liebe Freunde,

die für preußische PO-Freunde segensreiche ( ;) ) Korrespondenz des Pfarrers Crome hat mir auf der Messe diesen Beleg beschert:



Am 12.11.1858 sandte das Ober Kirchen Coll. der evang. luther. Kirche i. Preussen einen Brief an besagten Pfarrer. Da man wusste, dass er auf Reisen war, adressierte man
An den Herrn Pastor Crome Hochehrwürden, zur Zeit in Elberfeld, abzugeben beim Schneidermeister Michael Lüdke daselbst

Der Brief ging auf die Reise, landete aber am nächsten Tag wunderlicherweise in Berlin. Dort konnte man nichts mit ihm anfangen, stempelte Entlastet Berlin und sandte ihn Richtung Rheinprovinz. Dort konnte er in Elberfeld schon am nächsten Morgen (!!) beim Pfarrer zugestellt werden.
2 Tage, incl. Fehlleitung, für die Strecke Breslau-Elberfeld finde ich beachtlich.
Anscheinend verdiente der Pfarrer nach Meinung seiner Vorgesetzten genug, um die 3 Sgr. Porto aus eigener Tasche bezahlen zu können.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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40

Monday, May 15th 2017, 6:28am

Lieber Michael,

von vorn und hinten perfekt - wohl dem, dessen Sammelgebiet a) Fehlversendungen kennt und b) die richtigen Stempel dafür angeschafft hatte, alles wieder gerade biegen zu können. ^^
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"