You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Forum für Postgeschichte und Markenfreu(n)de. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

1

Sunday, September 29th 2013, 7:26pm

Huth Korrespondenz

Hallo Freunde

Briefe an Huth habe ich wenige, aber ab und zu kann man interessante Briefe an ihn finden.

Wenn ich dieser Brief gesehen habe (Ebay) bin ich neugierig geworden. Der Brief lief von Coruna in Spanien nach London im Jahr 1815. Mein Neugier war in welche Sprache der Brief geschrieben war. Und wie gehofft war der Brief in der deutsche Sprache geschrieben.

Es ist so dass der Deutsche Friedrich Huth sich nach Coruna, Spanien in 1805 als Kaufmann niedergeschlagen hatte. Aber wegen die unmögliche Verhältnisse dort in 1809 ging er nach London um sein Tätigkeit dort weiter zu machen. Huth war übrigens ein von viele Deutschen Kaufleute in Spanien.

In 1814 ist der Deutscher Grüning sein Partner geworden und der Firma Huth & Co war gegründet. In 1814 war es auch wieder einfacher von Coruna aus Handel zu Treiben (für Ausländer). Obwohl ich nicht kenne wann der Absender Sischka nach Spanien kam, vermute ich dass es eben um 1814 war.

Der Empfänger Huth musste für diesen Brief 6/6P bezahlen weil der Brief dann in der 3. Gewichtsstufe lag.

Viele Grüsse
Nils
Bayern-Nils has attached the following images:
  • Corunna-London 22.6.1815.jpg
  • Corunna-London 22.6.1815 bak.jpg
  • Corunna-London 22.6.1815 tekst.jpg
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

2

Sunday, September 29th 2013, 8:17pm

Hallo Nils,

ein toller Brief und gut, dass du den Inhalt geahnt hast. Immerhin hat er den Empfänger gut 3,5 Gulden gekostet, da sollte er schon wichtig gewesen sein.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

3

Sunday, September 29th 2013, 8:41pm

Hallo Freunde


@ bayern klassisch: Es war ja ein schwerer Brief. Die meisten kostete (einfacher Brief) 2 Sh 2 Pence nach London aus Spanien.



Hier auch ein Link zu einige Huth Briefe aus Australien

http://www.auspostalhistory.com/articles/360.shtml


Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

4

Sunday, September 29th 2013, 9:12pm

Hallo Nils,

danke für den Link - schöne Seite! :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

5

Thursday, October 10th 2013, 8:44pm

Hallo Freunde

Jetzt auch was besonderes wenn es um die Sprache geht.

Brief aus Cadiz an der Vertreter von Huth in Coruna in 1817 geschickt. Obwohl ein innenspanischer Brief also auf deutsch geschrieben. Ob der Vertreter Salvador Ribera & Söhne den Brief gelesen hat weiss ich nicht. Vielleicht eher sofort mit anderen Briefe nach London geschickt?

Viele Grüsse
Nils
Bayern-Nils has attached the following images:
  • Cadiz-Coruna 26.12.1817.jpg
  • Cadiz-Coruna 26.12.1817 tekst.jpg
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

6

Thursday, October 10th 2013, 9:29pm

Hallo Nils,

interessantes Stück - der Absender war sicher Deutscher. Man gab damals gerne junge Kaufleute ins Ausland, damit sie das Geschäft und die Sprache(n) gut lernen konnten und Karriere machten.

Heinrich Schliemann 2.0, könnte man sagen, wenn die Chronologie eine andere wäre.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

7

Friday, October 11th 2013, 3:54pm

Man gab damals gerne junge Kaufleute ins Ausland, damit sie das Geschäft und die Sprache(n) gut lernen konnten und Karriere machten.
Hallo bayern klassisch

Nicht nur damals - so lange es Handel gab waren den Austausch da ob Grieche, Römer oder Chinese. Also nichts neues.

Aber wenn man die Huth Korrespondenz als Korrespondenz schauen will, sind diese Briefe/Fälle interessant.

Heinrich Schliemann ist kein "Grosser" in dieser Zusammenhang als Kaufmann )etwas übertrieben gesagt). Also wenn man mit Familien wie Bethmann oder Harmensen oder Rothschild oder Böhl vergleichen soll (um einige zu nennen).

Schiller hat übrigens die Lehre in Bordeaux (bei Mayer) gemacht, aber ein grosser Kaufmann ist er nicht geworden.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

8

Saturday, October 12th 2013, 5:49pm

Hallo Nils,

danke für die Informationen zu Schiller - ich denke auch, dass ein Grossist Schiller kaum geadelt worden wäre und er letztlich seine eigentliche Profession gefunden hat.

Die Verteilung von Familienmitgliedern auf andere Firmen im Ausland ist natürlich eine hochinteressante Sache - das könnte man (oder hat es schon) studieren. Das mit Heinrich Schliemann ist für Deutsche natürlich das Paradebeispiel - hätte er Troja nicht entdeckt (und auch daran gibt es starke Zweifel in der internationalen Forschung), dann kennte ihn heute keine Sau.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Michael

Administrator

Posts: 2,457

Location: Bergisches Land

  • Send private message

9

Saturday, October 12th 2013, 8:37pm

Hallo Nils,

Quoted

Heinrich Schliemann ist kein "Grosser" in dieser Zusammenhang als Kaufmann
ein Schliemann war kein Rothschild, aber trotzdem ein recht reicher Kaufmann - insbesondere nach dem Krimkrieg.
1855 war er in Petersburg der Kaufmann mit dem höchsten Umsatz und einem Handelsvolumen von 1 Million Taler.

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

Posts: 281

Location: Weilerbach/Pfalz

Occupation: Hausmann

  • Send private message

10

Thursday, January 2nd 2014, 7:21pm

Huth Korrespondenz

Hallo zusammen,

leider habe ich auch nur zwei Belege die an Huth & Co. gerichtet sind.

Gruß Alandsammler
Alandsammler has attached the following images:
  • Huth 2.jpg
  • Huth 1.jpg

11

Saturday, October 18th 2014, 2:56pm

Hallo zusammen.

Ich möchte einmal einen Teilfrankobrief von Augsburg nach England zeigen.

Am 14.07.1834 wurde der Brief in Augsburg aufgegeben.Empfänger war der Banker Friedrich (Fredrick) Huth in London.


Stempel auf der Vorderseite:

Augsburg (14.Jul. 1834)
P.P. = Port Paye
A.E.J.F. = Afranchi (à l') Étranger Jusqu'à la Frontière (französisch) und steht für "freigemacht ins Ausland bis zur Grenze"

Der Absender bezahlte den Brief bis zur französichen Grenze Calais( 41/16 auf der Siegelseite) 41 Kr. französische Transitgebühr, für Briefe vom Gewicht 35-45g und Entfernungsstufe von
5-600 km.

Auf der Siegelseite notierte der Expeditor 1f4Dec.

Der Empfänger bezahlte die englische Strecke 1Sh8P, die auf der Vorderseite rechts unten notiert wurden.

Ich hatte mal versucht den Brief in Kreuzerwährung umzurechnen, bin mir aber nicht sicher ob es korrekt ist. Ich kam auf ca. 117 Kr. für den gesamten Brief.
Da lasse ich mich aber gerne korrigieren.

Da ich noch bescheidenes Wissen in der VMZ-Zeit habe, wäre ich für Ergänzungen dankbar.


Grüße
Kreuzerjäger
Kreuzerjäger has attached the following images:
  • BV-VS.jpg
  • BV-RS.jpg
Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen.

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

12

Saturday, October 18th 2014, 3:20pm

Lieber Kreuzerjäger,

schönes Stück aus großer Korrespondenz.

16x für Bayern (und intern Transit bis Kehl)
41x für Frankreich
20d = 60x bzw. 1 fl = 1 Gulden

..........................................

1 Gulden 57x = 117x ist richtig - gut gemacht. :)
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

13

Sunday, October 19th 2014, 6:11pm

Lieber bayern klassisch.

Herzlichen Dank.

Viele Grüße
Kreuzerjäger
Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen.

14

Friday, October 23rd 2015, 5:44pm

Hallo Freunde

Diesen Thread habe ich fast vergessen.

Heute will ich dieser Brief zeigen der von Bilbao 5. Oktober 1815 geschickt war. Es war wieder Frieden und den Laufweg von Bilbao nach London ging wieder über Frankreich. Der Absender hat die Gebühre bis die französische Grenze bezahlt. Huth hat 4 Shilling 4 Pence bezahlt.

Interessant finde ich auch den Inhalt - wie so oft war die Sprache in Deutsch geschrieben. Der Absender war die Gebrüder Rochelt - eine Familie ursprünglich aus Böhmen. Im Text ist Augsburg, Donauwörth und Hamburg genannt (ua). Zeige hier die erste Textseite.

Viele Grüsse
Nils
Bayern-Nils has attached the following images:
  • Bilbao-London 5.10.1815.jpg
  • Bilbao-London 5.10.1815 bak.jpg
  • Bilbao-London 5.10.1815 tekst 1.jpg
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 977

Location: Main-Kinzig-Kreis

Occupation: Dipl. Ing., Dozent

  • Send private message

15

Tuesday, May 22nd 2018, 10:39pm

Liebe Freunde,
der nachfolgende Brief gehört in die Huth - Korrespondenz. Ich hatte den Brief wegen des ausgefallenen Stempels des preußischen Postamtes in Bremen gekauft. Er lässt sich der Liegnitzer Sonderform zuordnen. bei dem Brief handelt es sich um ein privates Schreiben des Sohnes Louis Huth an seinen Vater Fredrik Huth.
Der Brief wurde am 5.1.1841 mit dem Leitweg Bremen - Herve - Ostende - London versandt. Rückseitig befindet sich der rote Grenzübergangsstempel ALLEMAGNE PAR HERVE vom 8. Januar sowie der rote Teilabschlag des britischen Stempels.
Die Gebühren interpretiere ich so:
In Rot 8 1/2 Sgr. bis zur Küste. Der englische Anteil (Seegebühr + Inlandsanteil) von 1 Sh 8 d in Schwarz musste vom Empfänger gezahlt werden. Was die rote 15 auf der Rückseite bedeutet, weiß ich nicht zu deuten.
beste Grüße
Erwin W.
preussen_fan
preussen_fan has attached the following images:
  • PortoBf-Ka3-Liegnitzer-SoFo-BREMEN.-5-1 (1841).jpg
  • PortoBf-Ka3-Liegnitzer-SoFo-BREMEN.-5-1 (1841) Rückseite.jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

16

Wednesday, May 23rd 2018, 8:37am

Lieber Erwin,

ich lese 8 1/4 vorne. Könnten es 15 Grote sein?
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Posts: 977

Location: Main-Kinzig-Kreis

Occupation: Dipl. Ing., Dozent

  • Send private message

17

Wednesday, May 23rd 2018, 3:57pm

lieber Ralph,
ich hatte auch erst 8 1/4 erkannt, aber nachdem ich bei Bruns "Preußen-England" nachgeschaut habe, habe ich immer 8 1/2 gefunden, davon 5 Sgr. für Preußen und 3 1/2 für Transit Hamburg. Hier bei diesem Brief aus Bremen müsste ja eigentlich der preußische Anteil bis zur belgischen Grenze den eien Teilbetrag ausmachen (5Sgr.) und der Transit von Herve nach Ostende den andern (3 1/2 Sgr.)
Allerdings ist die Entfernung Bremen - Herve etwas über 40 Meilen, die nach dem Tarif von 1825 alleine schon 7 Sgr. ausmachten. Dann blieben für den Transit noch 1 1/2 bzw. 1 1/4 übrig.
viele Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

Posts: 21,337

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

18

Wednesday, May 23rd 2018, 4:18pm

Lieber Erwin,

Theoriemodus an: Wenn es von Hamburg 3 1/2 Sgr. Transit kostete, wären doch 3 1/4 Sgr. von Bremen aus nicht so unwahrscheinlich? Mehr weiß ich dazu leider auch nicht zu sagen ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Posts: 977

Location: Main-Kinzig-Kreis

Occupation: Dipl. Ing., Dozent

  • Send private message

19

Wednesday, May 23rd 2018, 9:26pm

Lieber Ralph, danke für deine Bemühungen. So lange ich nicht mehr in Erfahrung bringen kann, werde ich den Beleg nicht so genau erklären.
Viele Grüße von
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan