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61

Monday, March 7th 2016, 4:06pm

Lieber Erwin

hier mal der Paragraph 91 der Portotaxe von 1824
Die Rundung auf ein Vielfaches eines 1/4 Sgr. war also immer gültig - die gezeigte Instruktion ist nur bei der Verwendung von Freimarken gegeben. Bei Barzahlung des Francos bzw. bei Einziehung des Portos galt die 1/4 Sgr. Regel.


Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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62

Monday, March 7th 2016, 4:35pm

Lieber Ulf,
besten Dank für deine Ausführungen und den informativen scan
viele Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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63

Monday, March 7th 2016, 7:01pm

liebe Sammlerfreunde,
in der Adresse kann ich das letzte Wort in der ersten zeile nicht deuten:
Dem königlichen Justiz ?????
Wer kann es lesen?
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

64

Monday, March 7th 2016, 7:11pm

Hallo preussen_fan,

die Zeile lautet: Dem königlichen Justiz-Rath.

+ Gruß

vom Pälzer :thumbup:

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65

Monday, March 7th 2016, 7:14pm

vielen Dank
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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66

Tuesday, March 8th 2016, 7:10pm

Bei Veuskens wird jetzt ein interessanter Paketbegleitbrief angeboten.

3 Sgr. mit ZF der 3 Sgr. und 4 Pf. König Friedrich Wilhelm IV. mit seltenen Nrn.-Stpln. '853' und nebengesetztem L2. 'Lienen 19/4', adressiert nach Berlin. Der Brief war unterfrankiert und wurde mit Nachporto belegt. Die 4 Pfe. rechts minimal berührt, sonst gute Erhaltung, ausführl. Farbfotoattest Flemming und zusätzl. sig. Brettl. Sehr seltener Westfalen-Nrn.-Stpl.

Leider irrte hier der geschätzte Prüfer Flemming bei der Einschätzung der Frankatur. Und damit ist auch die Beschreibung nicht ganz richtig.

Die Entfernung zwischen Lienen und Berlin beträgt 49 Meilen (10.Entfernungsstufe). Das Gewicht des Pakets war 4 Pfund 3 Lot. Die Gebühr betrug also
1,5 Pf x 5 x 10 = 75 Pfennig = 6 Silbergroschen 3 Pfennig. Gemäß der obengenannten Verordnung Nr. 127 wären das dann 6 Silbergroschen 4 Pfennig. Somit ist der Brief richtig frankiert.

Die blaue 1 könnte, wie im letzten Heft der PREUSSENSTUDIEN Nr. 144 beschrieben, durchaus auch eine Bestellnotiz sein.

Bietet jemand auf diesen Brief?
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67

Tuesday, March 8th 2016, 7:33pm

Hallo preussensammler,

ein feines Stück - klasse Farbkombination!

Mit den Attesten der Prüfer ist es halt meistens so, dass sie über "Michelkatalogwissen" verfügen, aber sobald es eine Ebene höher geht, ist Tür und Tor geöffnet für Interpretationen, die teils abenteuerlich sind. Die Argumentation hier kann man ja noch nachvollziehen, weil es auch ein optisches Nachporto sein könnte. Aber wie du überzeugend erklärt hast, ist es eben genau das nicht.

Leider kaufen viele Leute mit weniger Ahnung als du auch gerne Briefe "nach Attest" - und zahlen dann einen viel zu hohen Preis für einen Brief, weil das Attest raritätsheischend ist, oder sie bekommen ihn für wenig Geld, weil im Attest die Besonderheit nicht erwähnt wurde.

Ich frage mich schon lange, warum es Prüfern nicht möglich sein sollte, sich fachkundigen Rat zu holen bei denen, die es wissen. Statt dessen zimmert man sich was zusammen und hoffen, dass Auktionatoren und Käufer über noch weniger PO - Wissen verfügen, als sie selbst.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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68

Saturday, March 19th 2016, 2:17pm

Hallo an alle,

hier noch die Rückseite für den Brief aus Nr. 41.

Zu sehen ist die grüne 6 (Zustellervermerk !!) sowie der für die 50ziger Jahre typische, leider sehr schwache K2 1TE PACKET-BESTELLUNG in Schwarz.

Ich habe mit der Aussage zu der blauen "1" noch gewartet, bis ich die Rückseite gesehen hatte. Ich gehe diesmal davon aus, dass es sich um die Bestellgeld-Notiz für die Bestellung eines Pakets bis zu 5 Pfund in Höhe von 1 Silbergroschen handelt.

PS: Ich habe den Brief ersteigert.
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69

Saturday, March 19th 2016, 4:50pm

Hallo preussensammler

erstmal Glückwunsch!
Ich zeige mal die beiden Auszüge aus dem Amtsblatt von Magdeburg des Jahres 1856 der Paketbestellung betreffend, in Berlin könnte es anders gewesen sein.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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Michael

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70

Thursday, April 14th 2016, 8:19pm

Elberfeld - Harsewinkel

Liebe Freunde,

ein Porto gelaufener Paketbegleitbrief aus dem Jahr 1864.
Von Elberfeld nach Harsewinkel (damals ca. 2.500 Einwohner) waren es etwas unter 20 Meilen (Progressionssatz 4), so dass für das 4 Pfd. schwere Paket mit Jaquard-Stoffen an die Witwe Strübener der Mindesttarif von 4 Sgr. angesetzt wurde.



Auffällig ist, dass weder ein Ausgabestempel für den Brief noch für das Paket zu sehen ist.
Rückseitig findet sich eine Rötelnotierung, die ich als Güterbr(ie)f lese. Kennt jemand solche Notierungen?

Viele Grüße
Michael
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71

Monday, August 29th 2016, 1:40pm

Paketbegleitbriefe

Da dieses Thema bislang noch nicht behandelt wurde, fange ich mal an:

Wie bekannt, musste zu jedem Paket ein Paketbegleitbrief verfaßt werden. Zu jedem Paket? Nein, es war auch möglich, mit einem Begleitbrief mehrere Pakete zu versenden. Bei Rauhut fand sich jetzt ein solcher Brief mt zwei Paketen. Entfernung bis 10 Meilen, Gewicht vernachlässibar, also zweimal Mindestgebühr -> insgesamt 4 Silbergroschen


Redaktionell verschoben
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Klesammler

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72

Tuesday, August 30th 2016, 2:26am

Hallo zusammen,

da mache ich mal mit einem Brief für 4 Pakete weiter. Diese Briefhülle ist mir im Mai anläßlich der Briefmarken-Messe in Essen zugelaufen.
Aus der Zeit der 1820er Jahre sind mir bisher nur 2 Briefe bekannt, zu denen 3 oder mehr Pakete gehörten. Beide sind an die gleiche Adresse gerichtet:

An
das Königliche Hochlöbliche Land und Stadt Gericht
zu
Iserlohn

herrschaftliche Hipothequen
Einrichtungssachen

nebst 4. (drey) Paquet Hipothequen
(Hipothequen) Papier

Mein Brief ist auf den 17. Mai datiert. Rückseitig kann man teilweise das Papiersiegel des '...... Landesgericht zu Cleve' entziffern. Der andere Brief, der vor geraumer Zeit bei ebay unter der Nummer 400934772338 angeboten wurde, trägt als Datum den 28. Mai. Bei beiden Sendungen wurde anscheinend die gleiche Menge Hypotheken-Papier verschickt. Das Gesamtgewicht beträgt beide Male ungefähr 48 Pfund.
Hier ist der Bruder meines Briefes vom 17. Mai. Er ist datiert auf den 28. Mai .

viele Grüße

Dieter

PS: der Brief wurde schon bei den schwer lesbaren Schriften gezeigt.
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  • Kleve L2 182X-05-17 -2 Essen 5-2016.jpg
  • Kleve L2 182X-05-28 -1.jpg

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73

Wednesday, October 26th 2016, 8:11pm

liebe Sammlerfreunde,
ich zeige hier einen Paketbegleitbrief von STETTIN nach STOLP vom 28.9.1854. Ich habe ihn genommen, weil auf der Rückseite der Annahmestempel der Packkammer Stettin NIEDRL. No1. abgeschlagen wurde. Allerdings macht mir jetzt die Taxierung Schwierigkeiten.
Das Porto wurde mit 18 (Sgr. ?) vermerkt.
Das Gewicht betrug 7 Pfund 15 Loth.
Die Entfernung beträgt 26 Meilen.
Links unten ist vermerkt: hierbei 1 Paket Akten in blauem Papier, signirt L.D.
Akten und Schriften hatten aber 1854 keinen besonderen Tarif mehr, weil seit 1. Oktober 1848 eine Anpassung von Schriften und Aktensendungen mit dem Brieftarif erfolgte.
Die Portoberechnung müsste nun nach dem Tarif ab 1.7.1852 erfolgen:
8 (Pfund) x 1 1/2 Pfg x 6.EntfStufe (25 - 30 Meilen) = 72 Pfg. = 6 Sgr. Das würde auch dem Mindestsatz, nämlich der doppelten Briefgebühr entsprechen.
Jetzt sind aber vorderseitig 18 ausgeworfen. Was mache ich bei der Berechnung falsch. Wenn in Stolp mit Kreuzern gerechnet würde, würde die Berechnung stimmen. Welcher Fahrpostspezialist klärt die Sache auf?
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
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  • Paketbegleitbrief-KaIV-STETTIN-28-9-3-4-1854-KaIV-STOLP- 30-9 rückseitig KaII-NIEDERL No1.jpg
  • Paketbegleitbrief-KaIV-STETTIN-28-9-3-4-1854-KaIV-STOLP- 30-9 rückseitig KaII-NIEDERL No1-RÜckseite.jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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74

Thursday, October 27th 2016, 7:50am

Hallo preussen_fan,

Die Sache ist relativ einfach:

Wie Du schon erwähnt hattest, enthält das Paket Akten. Somit wurde die Gebühr nicht (!) nach dem Fahrposttarif, sondern nach dem Briefposttarif berechnet (solange bis dieser den Fahrposttarif überstieg).

26 Meilen = 3.Entfernungstufe, 8 Pfund mehr als 8 Lot = 6fache Gebühr, somit 18 Silbergroschen (Porto !)

Ich zeige mal als ein Beispiel einen Brief in der 1.Entfernungsstufe (allerdings frankiert) und die zugehörige Notiz des Generalpostamtes.
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  • Acten-Taxe PA 11 1852 20.jpg

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75

Thursday, October 27th 2016, 7:36pm

lieber preussensammler,
danke für die Erklärung.
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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76

Sunday, November 6th 2016, 5:53pm

liebe Sammlerfreunde,
ich zeige hier einen portofreien Paketbegleitbrief mit Freivermerk: Angelegenheit der Berliner Missionsgesellschaft
von MASSOW. nach BERLIN. Bei dem Aufgabestempel von Massow handelt es sich um die Liegnitzer Sonderform mit Punkt.
Interessant ist auf der Rückseite auch die handschriftliche blaue 12, die einem Zusteller zugeordnet war.
Ich frage mich nun, welche Bedeutung die Rötelstriche auf der Vorderseite haben. Wurde hier die Portofreiheit kontrolliert und bestätigt?
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
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  • Portofreier Paketbegleitbrf KaIV MASSOW. rückseitig Zustellernr 12 in blau.jpg
  • Portofreier Paketbegleitbrf KaIV MASSOW. rückseitig Zustellernr 12 in blau Rückseite.jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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77

Saturday, February 18th 2017, 2:12pm

liebe Sammlerfreunde,
rote Stempel sind bei Preußen ja nicht so besonders häufig. Allerdings stempelten zum Beispiel einige Packkammern in roter Farbe, wie bei dem hier gezeigten portofreien Paketbegleitbrief von WRONKE nach POSEN.
Die Paketeingangs- und ausgabesstempel von POSEN sind so schön knallig rot aufgesetzt, dass ich nicht nein sagen konnte und das Stück für meine Sammlung erworben habe.
beste Grüße
Erwin W.
preussen_fan
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  • Portofr Paketbrief rote Packkammerstempel  POSEN-2-3 PK und PACK AUSG von DkI-WRONKE-1 3.jpg
  • Portofr Paketbrief rote Packkammerstempel  POSEN-2-3 PK und PACK AUSG von DkI-WRONKE-1 3 Rückseite.jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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78

Saturday, February 18th 2017, 3:21pm

Lieber Erwin,

für mich einer der attraktivsten, markenlosen Preussenbriefe überhaupt. :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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79

Saturday, February 18th 2017, 4:20pm

Lieber Ralph,
danke der Ehre
Beste Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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80

Sunday, February 26th 2017, 7:17pm

lieber Ralph,
weil er so schön ist und zusammen mit dem oben gezeigten Brief eine nette Albumseite ergibt, hab ich noch einmal zugegriffen.
beste Grüße
Erwin W.
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  • Portofr Paketbrief rote Packkammerstempel  POSEN-27-9 PK und PACK AUSG von KaIV-KROTOSCHIN-29 6 4-5 Rückseite.jpg
  • Portofr Paketbrief rote Packkammerstempel  POSEN-27-9 PK und PACK AUSG von KaIV-KROTOSCHIN-29 6 4-5.jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan