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41

Friday, November 27th 2015, 6:37am

Hallo Klesammler

der obere Beleg ist nur nach dem Mindestfahrposttarif taxiert worden - Die Nr. 1 bzw. 1000 auf Zettel sind gesuchte Zahlen.

Beim zweiten Beleg sollte siegelseitig die Progressionsstufe 17 vermerkt worden sein. Dann läßt sich auch das Franco leichter berechnen.
(9 Pfund * 2 Pfennige * 17. Progressionsstufe = 306 Pfennige = 25 1/2 Sgr.)

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Klesammler

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42

Saturday, November 28th 2015, 12:31am

Hallo Ulf,

besten Dank für die Informationen. Ich kann aber nirgendwo eine '17' entdecken. Was ist mit dem kleinen Vermerk neben dem Auslieferungs-Stempel?

beste Grüße

Dieter
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43

Saturday, November 28th 2015, 6:50am

Guten Morgen Dieter

ja, leider wurde nicht immer die Progressionsstufe siegelseitig notiert.

Mit den kleinen Zahlen kann ich auch nichts anfangen - Kartierungsnummern wurde eher links oben notiert...

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Michael

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44

Saturday, November 28th 2015, 3:25pm

Liebe Freunde,

hier ein Paketbegleitbrief aus dem Jahre 1864 von Plathe nach Berlin.



Zur Versendung an Frau Mattke in Berlin kam ein 3 Pfd. 10 Loth schweres Paket in grauer Leinwand.
Die Taxberechnung nach dem internen preußischen Tarif :
Progressionssatz 6 (25-30 Meilen) x 1,5 Spfg. x 4 (Pfund, aufgerundet) = 36 Spfg. bzw. 3 Sgr.
Damit galt der Mindestfahrposttarif von 6 Sgr., hier freigemacht durch Verwenung einer 3 Sgr.-Wappen-Ganzsache und Hinzufügung einer bildgleichen 3 Sgr.-Freimarke.

Plathe lag im Bereich der OPD Stettin. Der hier zu sehende Klebezettel mit breiten Ziffern (h 5,5 mm) und rechts daneben stehendem schwarzen Ortsdruck trägt bei Bruns die Typbezeichnung 2b und gehört zu den selten belegten.
Die Verwendung eines grünen Farbstifts - hier wohl von der Berliner Packkammer angebracht - ist für die preußische Fahrpost nicht typisch.

Anzumerken ist noch, dass der Ganzsachenumschlag von der Empfängerin nur in einem kleinen Bereich geöffnet wurde. Er enthielt offensichtlich keinen Inhalt, was bedeutet, dass der Begleitbrief nur der Adressierung diente.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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45

Sunday, November 29th 2015, 10:52am

Hallo Michael,

ab dem 1.Januar 1864 wurden in Berlin die Pakete direkt an die Empfänger ausgeliefert. Es sei denn, dass der Empfänger anderes mit der Post vereinbart hatte. In diesem Fall musste auch der Begleitbrief abgeholt werden. Der rückseitige Stempel stammt nach HOFMANN (Preußenstudien Nr. 81) vom Berliner Paket-Postamt. Er kommt auch in Blau vor (siehe Preußenstudien Nr. 143 - leider noch nicht Farbe).

Bemerkenswert ist auch bei diesem Paket/Paket-Begleitbrief die kurze Laufzeit (Plathe 21.5.1864 4-5 nachmittags -> Paket-Postamt 22.5.1864 11-12 vormittags).

Grüne Farbe ist bei den Paket-Begleitbriefen in Berlin nicht unüblich. Es hat meiner Ansicht etwas mit der Ausgabe des Pakets zu tun (siehe Nr. 17 und 18 in diesem Thread)

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46

Wednesday, December 2nd 2015, 10:37pm

Liebe Sammlerfreunde,

bei diesem Paketbegleitbrief aus dem Jahr 1816 aus Merseburg nach Sangerhausen kann ich nur die Anschrift lesen. Alles Andere iegt im Dunkeln.
Was enthielt das Paket?
Was bedeutet der Portofreiheitsvermerk?
Und was ist alles mit rotbrauner Tinte vermerkt?

Besten Dank für jede Hilfe und viele Grüße
Jürgen
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Klesammler

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47

Thursday, December 3rd 2015, 1:38am

Hallo Jürgen,

etwas konnte ich entziffern:

beiy 1 Paq. in Papier
69....
sigl H.B.
Königl. Gelder

beste Grüße

Dieter

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48

Thursday, December 3rd 2015, 6:29am

Hallo Jürgen

hinter der 69 steht Rt (Reichsthaler) - es ist also eine Wertangabe.
Portofrei war das Paket natürtlich nicht!
M.E. ist die gestrichene 5 Ggr. das Porto für eine Silbersendung von 10 zu 10 Meilen.

Neben dem Paketgewicht ist noch eine 8 ??? vermerkt worden - Die Farbe entspricht auch der des Paketgewichtes und ich gehe momentan davon aus, dass es das Gewicht des Begleitbriefes ist. Dann wären sicher auch 3 Ggr. (Brief zwischen 4 bis 8 Loth = dreifach) für den Brief angefallen.

Jedenfalls sind noch weitere 6 Pfennige für den Briefträger aufgewendet worden, so dass insgesamt 8 Ggr. 6 Pfennige. vom Empfänger bezahlt werden mußten.

Mehr kann ich leider nicht beitragen - alles kann ich auch nicht lesen...
.... 6 Pfennige Briefträgerl(ohn) ??? verlagt worden Bischoff Suop(intendent) - scheint also eine Notierung des Empfängers zu sein.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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49

Thursday, December 3rd 2015, 9:21am

Liebe Freunde,

zu #21 lese ich:

8 Gutegroschen 6 Pfennige - und ist - 6 Pfg. Briefträgerl(ohn) ... verlangt worden. Bischoff, Sup(erintendent).
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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50

Thursday, December 3rd 2015, 9:24pm

Liebe Freunde,

vielen Dank. Jetzt bin ich doch wesentlich klüger

Jürgen

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51

Thursday, January 7th 2016, 2:30pm

Liebe Sammelfreunde

große Freude war in mir, als ich diesen Beleg in der Bucht sah:

am 24.06.1863 wurde ein 2 Pfund 15 Loth schweres Paket von Buckau - einem Vorort von Magdeburg nach Berlin aufgegeben. Mit 4 Sgr. bar frankiert - dem Mindestfahrposttarif. Von den Vororten was zu finden ist garnicht so einfach - ich kenne nur noch ein weiteren Beleg aus diesenm Vorort

Interessant ist hier auch die Siegelseite, welche eine "5" trägt.
Im letzten Rundbrief der Bundesarbeitsgemeinschaft Preussen (144) wurde auf die siegelseitigen Zahlennotierungen eingegangen, welche sich nicht als Bestellgeld beschreiben lassen. Der Autor konnte plausibel nachweisen, dass es sich um die Nummer des Paketbestellers handelt.
Hier sind schon Briefe mit solchen Zahlennotierungen zu sehen, wie von @Michael in #24 und von @preussensammler in #17.

Ob sich in ferner Zukunft mal die Namen + dazugehörige Nummer zeitlich erfassen lassen, wäre sicher super, aber auch sehr schwer.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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52

Thursday, January 7th 2016, 3:11pm

Lieber Ulf,
herzlichen Glückwunsch zu dem raren Stück. Das muss ja für dich als Magdeburg-Sammler wirklich ein Erlebnis gewesen sein, das Stück zu bekommen. Und wahrscheinlich hat außer dir Spezialisten sonst niemand den inneren Wert des Briefes erkannt.
Sehr schön auch die siegelseitige 5. Den Bericht in den Preussen-Studien dazu habe ich auch gelesen.
Viele Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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53

Thursday, January 7th 2016, 6:37pm

Lieber Erwin

ja, den Brief habe ich extem preiswert bekommen.
Dass in den Vororten ebenfalls Pakete aufgegeben werden können, ist mir bewußt, seit dem ich mich intensiver mit den Auszügen aus den Adressbüchern beschäftigt habe.
Darin ist ja vermerkt worden, dass es mit den Omnibussverkehr in den Vororten auch Fahr- und Briefpoststücke transportiert worden.
Magdeburg "platzte" ja aus allen Nähten und die Industrie siedelte sich auch mehr und mehr in den Vororten an...

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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54

Tuesday, January 12th 2016, 2:52pm

Hallo,

vor Weihnachten gelang es mir, den folgenden Beleg aus der Bucht zu fischen:

Ein Paketbgleitbrief an den Minister August von der Heydt (der u.a. auch für die preußische Post verantwortlich zeichnete).

Interessant ist außerdem, dass als Aufgabestempel der Packkammer-Stempel von Elberfeld verwendet wurde. Weiß jemand, ab wann dieser Stempel eingesetzt wurde?

Ich habe außerdem eine Verordnung von von der Heydt aus dem Jahr 1849 hinzugefügt. Ein Nachdruck der Vorschrift zum neuen Expeditionsverfahren ist übrigens bei der Arge Preußen als Jahresgabe erschienen. Dieser Nachdruck kann bei der Arge Preußen erworben werden.
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Michael

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55

Tuesday, January 12th 2016, 4:24pm

Hallo preussensammler,
vor Weihnachten gelang es mir, den folgenden Beleg aus der Bucht zu fischen:
Glückwunsch von der Bieterliste. Der Brief hat ja ein erstaunliches Bietergefecht ausgelöst.
Interessant ist außerdem, dass als Aufgabestempel der Packkammer-Stempel von Elberfeld verwendet wurde. Weiß jemand, ab wann dieser Stempel eingesetzt wurde?
Dieser Packkammer-Stempel (es gibt noch einen anderen) ist von 1854 bis in die NDP-Zeit belegt.

Gruß
Michael
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56

Sunday, March 6th 2016, 8:54pm

liebe Sammlerfreunde.
Ich zeige hier einen Paketbegleitbrief von BERLIN nach MÜNSTER, leider ohne Datum. Abgeschlagen ist der Zweikreisstempel ohne Jahr von BERLIN, sowie ein etwas undeutlicher Packkammerstempel von MÜNSTER. Genommen habe ich den Brief, weil auf der Rückseite der Zahlenstempel 1 von der Berliner Packkammer abgeschlagen ist. So weit, so gut. Nun der schwierigere Teil, für mich zumindest.
Ich komme nicht auf die Portogebühr von 18 Sgr. Wenn man annimmt, dass der Brief nach dem 2.6.1852 verschickt wurde, gilt folgende Portoberechnung:
Gewicht 12 Pfund 8 Loth wurden aufgerundet zu 13 Pfund
Entfernung betrug 54 Meilen / 5 Meilen = aufgerundet 11. Entfernungsstufe
13 Pfund x 11. Entfernungsstufe x 1,5 Pfg. = 214,5 Pfg. Es fehlen 1½ Pfennige zu 18 Sgr. = 216 Pfg.
Wurden die 1½ großzügig aufgerundet?
Wer weiß eine Antwort?
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
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viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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57

Monday, March 7th 2016, 5:01am

Guten Morgen Erwin


.... Es fehlen 1½ Pfennige zu 18 Sgr. = 216 Pfg.
Wurden die 1½ großzügig aufgerundet?

Es wurde immer auf ein Vielfaches von 1/4 Sgr. aufgerundet und meines Wissens gab es auch keine halben Pfennige.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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58

Monday, March 7th 2016, 10:16am

Lieber Ulf,
danke für deine Hilfe. Dass die halben Pfennige aufgerundet wurden, war mir klar, aber die Vielfachen von 1/4 Sgr. entzog sich meiner Kenntnis. Gibts da eine Verordnung?
Viele Grüße
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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59

Monday, March 7th 2016, 10:47am

Hallo Erwin,

Die Aufrundung auf 1/2 Silbergroschen war für alle Sendungen gültig (Postdienst-Instruktion).

Mit Einführung der 4-Pfennig-Marken 1856 wurde eine neue Rundung eingeführt s.a. PREUSSENSTUDIEN 133.

Die Rundung auf 1/4 Pfennig könnte dann frühestens mit Einführung der 3 Pfennig-Marke erfolgt sein.
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60

Monday, March 7th 2016, 3:56pm

Lieber preussensammler,
danke für die Erläuterungen. War das denn auch in der Vormarkenzeit so? Da wurde doch bar bezahlt und man konnte doch auf den Pfennig genau zahlen?
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan