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  • "preussensammler" started this thread

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1

Wednesday, February 6th 2013, 8:26pm

Paketbegleitbriefe

Gerade von Rauhut & Kruschel eingetroffen:

Ein Paketbegleitbrief für ein 7 Pfund 12 Lot schweres Paket von Pyritz nach Cammin (Entfernung 13 Meilen = 3.Entfernungstufe)

Tarifberechnung: Bestimmung der Paketgebühr nach Entfernung und Gewicht 3 x 8 x 1,5 Pfennige = 3 Silbergroschen, somit niedriger als die doppelte Briefgebühr von 4 Silbergroschen. Dazu kommt noch die doppelte Briefgebühr für den Begleitbrief (Gewicht 1 1/20 Lot) von wiederum 4 Silbergroschen.
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2

Wednesday, February 6th 2013, 8:31pm

...extrem hübsch, besten Dank für`s zeigen + die Erläuterung, so lernt man`s recht gut mit :thumbup:

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3

Wednesday, February 6th 2013, 8:35pm

Hallo preussensammler,

warum hat Bayern keine gescheiten Ganzsachen heraus gebracht? So schön konnte es doch sein ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

  • "preussensammler" started this thread

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4

Wednesday, February 6th 2013, 8:48pm

Was Ich noch vergessen hatte zu erwähnen:

Hätte der Begleitbrief unter einem Lot gewogen, so wäre er kostenlos befördert worden.

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5

Wednesday, February 6th 2013, 8:55pm

... Schwein gehabt!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

6

Wednesday, February 6th 2013, 10:15pm

....und wie, ein wunderschöner Brief.... :thumbsup: :thumbsup:
Beste Grüsse von
Bayern Social



"Sammler sind glückliche Menschen"

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7

Sunday, March 24th 2013, 8:38pm

Hallo Alle Preußen Sammler

Hier ein Wert Paketbegleitbrief aus Bromberg nach Conitz, sendet am 9.2.1861, 8 Meilen, Gewicht 3 Pfund 16 Loth. So weit so gut. 4 Pfund x 2 (Entfernung) x 1,5 Pf = 1 Sgr. aber mindesten doppelt Briefgebühr = 2 Sgr. dazu Wertgebühr auf ½ Sgr. Auf der Brief steht 6½ Sgr.?????. Wehr kann mir weiter Helfen?

Viele Grüße
Jørgen
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8

Monday, March 25th 2013, 4:59am

Hallo Jørgen

laut Declaration wurde ein Paket mit Dokumente versendet. Es galt die sogenannte Acten- oder Dokumenten-Taxe und danach war hier mindestens die 6fache Brieftaxe zu erheben. Somit paßt wieder alles.

Diese Taxe galt bis 30.04.1861.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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9

Monday, March 25th 2013, 7:45am

Hallo Ulf

Vielen Danke für Dein Antwort, ja dann paßt alles.
Kannst Du mir sagen wie kommst Du zu 6 fache Taxe?

Viele Grüße
Jørgen

This post has been edited 1 times, last edit by "Baldersbrynd" (Mar 25th 2013, 7:55am)


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10

Monday, March 25th 2013, 5:15pm

Hallo Jørgen

in der Zusammenstellung des preussischen Posttarif, steht nach Maßgabe des Gewichts:
"unter 1 Loth Zollgewicht 1fach,
ab 1 Loth bis excl. 2 Loth zweifach,
ab 2 Loth bis excl. 3 Loth dreifach,
ab 3 Loth bis excl. 4Loth vierfach,
ab 4 Loth bis excl. 8 Loth fünffach,
über 8 Loth sechsfach,
solange bis das Porto nach der Gütertaxe mehr beträgt.
Das Porto für Schriften, gedruckte Sachen mit schriftlichen Einschaltungen, Acten, Papiergeld, Staatspapiere und Dokumente wird in derselben Weise berechnet. Es ist hierbei gleichgültig, ob die Sendungen in Briefform oder in Packeten erfolgen."

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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11

Tuesday, March 26th 2013, 12:15am

Hallo Ulf

Nochmal Danke für Deine Informationen.

Viele Grüße
Jørgen

12

Sunday, June 9th 2013, 1:26pm

Paketbegleitbrief von Köln nach Siegburg aus dem Jahr 1867.
Aufgabestempel Köln vom 16.3.1867. Der Stempel wurde zweimal aufgeschlagen.
Unten der Ankunftsstempel von Siegburg vom 18.3.

Der aufgeklebte Zettel mit der Nummer 579 ist für die korrekte Zuordnung des Briefes zum Paket, richtig?

Hat der waagrechte rötliche Strich eine postalische Bedeutung? Links 17 Sgr. als Portokosten? War hier das Paket bereits mitinbegriffen?

Es handelt sich um eine "königliche Dienstsache" - sind Dienstsachen nicht immer versandkostenfrei gewesen?

Was bedeuten die rückseitige Zahl sowie der Stempel mit der 2?
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Beste Grüße,
Stefan

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13

Sunday, June 9th 2013, 2:16pm

Hallo Stefan

das Paket wog 17 Loth.
Der waagerechte Strich ist zur postalischen Behandlung angebracht worden. Vielfach werden Wertbeträge unterschrichen!
Als königliche Dienstsache war das Paket hier portofrei zu versenden.

Der Paketaufkleber bestand aus zwei Teilen: einem kleinen Abschnitt, welcher ab 01.01.1861 wenn möglich, vorderseitig auf dem Begleitbrief anzubringen war und einem großen Aufkleber, welcher auf dem dazugehörigen Brief kam. Damit war sicher gestellt, dass Paket + Brief zusammengehören. Auch die obrige Notierung gez: "B III 837 Siegburg" stand auf dem Paket.

Der siegelseitige Rahmenstempel "2" stammt von der Kölner Packkammer und der Stempel von Siegburg vorderseitig diente hier zur Paketausgabe.

Die siegelseitig Zahl 497 wird eine Kartierungsnummer sein.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

14

Sunday, June 9th 2013, 2:21pm

Der waagerechte Strich ist zur postalischen Behandlung angebracht worden. Vielfach werden Wertbeträge unterschrichen!
Wo ist diese Wertangabe denn zu finden, wenn der Strich lediglich eine Unterstreichung darstellen soll?
Ich dachte bei diesem Strich erst an 1 Sgr. - aber diese Notierung wurde ja meistens vertikal angebracht und nicht horizontal.
Beste Grüße,
Stefan

kreuzer

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15

Sunday, June 9th 2013, 2:30pm

Hallo Stefan,

Dein Brief hat keine Wertangabe, ich denke, dass Ulf nur sagen wollte, dass häufig Wertangaben unterstrichen worden sind.
Hier scheint die Signatur, mit der auch das Paket gekennzeichnet war, unterstrichen worden zu sein, wohl um dieses, bzw. den zugehörigen Begleitbrief später leichter zuordnen zu können.

Viele Grüße

kreuzer

Michael

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16

Sunday, June 9th 2013, 2:31pm

Hallo Stefan,
Wo ist diese Wertangabe denn zu finden, wenn der Strich lediglich eine Unterstreichung darstellen soll?
Ich dachte bei diesem Strich erst an 1 Sgr. - aber diese Notierung wurde ja meistens vertikal angebracht und nicht horizontal.
die Bezeichnung des Paketes durch den Absender wurde mit der auf dem Brief verglichen und dann abgestrichen. Man kann sich das als Eingangskontrolle vorstellen: Brief & Paket weisen identische Identifikationsbezeichnungen auf und sind bei Abholung klar zuzuordnen. Diese Bezeichnungen interessierten Absender und Empfänger.
Die Nummernzettel - die die gleiche Aufgabe erfüllten - waren postalischer Natur und im weiteren Speditionsverlauf die zu beachtende ID.
Der Empfänger wollte bei Abholung des Pakets das auf dem Brief bezeichnete Paket haben, die Klebezettel interessierten ihn wiederum nicht.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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17

Monday, May 26th 2014, 9:00am

Paketbegleitbrief

Hallo Preussenfreunde

Paketbegleitbrief aus Breslau nach Sulau pr. Militsch, 6 Meilen, sendet am 8.12.1841.
Porto 4 Sgr. für Paket auf 4 Pfund 9 Loth.
Was stehr oben links?
Unten links stehr: mitfolgt ein ???

Viele Grüße
Jørgen
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18

Monday, May 26th 2014, 9:37am

hallo Jørgen,
ich lese:


Hochwürden Herrn Pfarrer=?????terator


mitfolgt eine
runde Schachtel in
rother Leinwand
mit Silber????

viele Grüße
preussen_fan
Erwin W.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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19

Monday, May 26th 2014, 11:53am

Lieber Jörgen,

... - Administrator ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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20

Monday, May 26th 2014, 12:41pm

Hallo Jørgen

ein schöner und auch seltener Wertpaketbegleitbrief. Glückwunsch :)
Unten links lese ich:
mitfolgt eine runde Schachtel in rother Leinwand mit Silberwerth 30 RT.

Die Taxierung erfolgt hier nach §30 und nicht nach der Geldtaxe. Eine Versendung von Silber, gemünzt oder nicht, liegt nicht vor, auch kein Gold. Für mich ist es eine freiwillige Wertdeclaration und somit gilt hier die Päckereitaxe. (Einen solchen Beleg muß man erstmal finden.) Die Entfernung beträgt ca 52 km = knapp 7 Meilen. Damit ergibt sich hier der Mindestfahrposttarif von 4 Sgr.

Oben links könnte 1/2 Loth stehen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf