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Michael

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41

Saturday, August 25th 2012, 9:32pm

Hallo Helmut,

da zählt die Luftlinie - und dann passt es wohl.

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

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42

Sunday, August 26th 2012, 6:41pm

und für die Bestimmung der Luftlinien-Entfernung empfehle ich luftlinie.org

heku49

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43

Sunday, August 26th 2012, 8:27pm

@ Michael,
per Luftlinie paßt es. Danke

@ preussensammler,
Danke für den Link.

Gruß Helmut

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44

Thursday, March 14th 2013, 2:31pm

Liebe Sammelfreunde

Hier ein Brief vom 14.05.1853 von Magdeburg nach Trebnitz.
Die Entfernung beträgt ca. 16 Meilen und somit ist ein Brief der 2. Entfernungsstufe. Freigemacht mit einem Paar der Mi 2 (1 Sgr.), welches leider unten über beide Marken tangiert ist. Entwertet wurde dieses mit dem Nummerstempel 907.
Danebengesetzt wurde der Streckenstempel Magdeburg - Leipzig II. Tour sowie noch handschriftlich Magdeburg.

Ob es sich hier schon auf eine Aufgabe am Zug handelt, kann ich nicht sagen. Denkbar wäre auch noch, dass dieser im Briefkasten am Bahnhof war und dort die Marken im Bahnpostamt entwertet, zum Zug gebracht und dort weiter bearbeitet wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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45

Thursday, March 14th 2013, 2:53pm

Lieber Magdeburger,

hieß es Bahnhofs - Postamt oder Bahnpostamt? Bei Bayern war das ein riesiger Unterschied, weil diese Poststellen nichts miteinander zu tun hatten.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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46

Thursday, March 14th 2013, 5:38pm

Lieber Bayern Klassisch

prinzipell war das Postamt am Bahnhof ab dem 01.05.1849 erstmal "Post-Speditions-Amt Nr. 7", änderte sich mit der Amtsblattverfügung Nr. 20 vom 29. Januar 1856 in jedoch zum Eisenbahnpostamt 7.

Bevor es Post-Speditions-Amt 7 war, gab es schon dort einen Briefkasten, welcher vor Abfahrt des Zuges gelehrt wurde.
Weiterhin waren zur Zeit des Briefes schon Briefkästen an den Zügen, so daß die Briefe dort eingeworfen werden konnten. Die Frage ist nun, ob es möglich wäre, in jedem abgehenden Zug einen Nummerstempel zu haben. Denkbar ist es, da laut Vorschrift die Marken eben mit solchen Stempel zu entwerten.

Aber eben ist es auch möglich, dass der Stempel im Bahnpostamt geführt und dort vor Abfahrt der Briefkasten geleert wurde. Die restliche Bearbeitung erfolgte dann im Zug.

Am Bahnhof wurden auch nur gewöhnliche Briefe bearbeitet, keine Fahrpostsendungen oder Briefe in das Ausland, welche zollamtlich geprüft werden mußten.

Damit ist Deine Frage sicherlich nicht beantwortet, da ich eben nur für MD antworten kann.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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47

Thursday, March 14th 2013, 6:01pm

Lieber Magdeburger,

zuerst einmal vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wenn ich dich recht verstanden habe, gab es also eine Durchmischung vom Bahnhofspostamt zur Bahnpost.

Gerade bei Preußen weiß ich, dass dort die Kartierung selbständig durchgeführt wurde, unabhängig ob Auslands- oder Inlandsbrief bzw. Fahrpoststück (Köln - Verviers usw.).

Bei Bayern waren Bahnpost- und regulärer Postdienst streng getrennt, bei Strafandrohung bzgl. "Personalsvermischung", so dass z. B. Bahnpostbeamte nicht in das Postlokal am Bahnhof durften.

Dass jeder Zug seinen eigenen Nummernstempel gehabt haben soll, glaube ich aber auch nicht - dafür gab es viel zu viel Bewegung, sonst hätten wir ja gerade solche Stationsaufgaben nicht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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Michael

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48

Saturday, March 16th 2013, 11:21pm

Liebe Freunde,

das betrifft eine schon länger andauernde Diskussion: Erfolgte die Abstempelung mit den Nummernstempeln während der Fahrt oder auf dem Bahnhof ?!
Es gibt z.B. von dem "907"er genügend Typen, dass eine Benutzung bei den Zügen denkbar ist. Man sollte bedenken, dass es damals häufig nur ein oder zwei Fahrten je Richtung pro Tag gab.

Bei dem folgenden Brief ist sicher, dass er in Vohwinkel gestempelt wurde:



Zugaufgabe in Langenberg, auf der Strecke (Essen-)Steele - Vohwinkel. Handschriftlicher Aufgabevermerk mit Zugstation und Datum., sowie Entwertung der Marke mit Federkreuz.
Stempelung dann am Zielpunkt der Bahnlinie in Vohwinkel mit dem Nummernstempel 1554 und Weiterleitung via Düsseldorf nach Duisburg.

Der Brief könnte auch Ausgangspunkt für eine andere Diskussion sein.
Es gibt Sammler, die eine solche doppelte Entwertung (Federkreuz und Stempel) ablehnen und sie als nur bedingt sammlewürdig ansehen ...

Viele Grüße
Michael
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49

Sunday, March 17th 2013, 12:00am

Lieber Michael,

ein toller Brief.

Quoted

Es gibt Sammler, die eine solche doppelte Entwertung (Federkreuz und Stempel) ablehnen und sie als nur bedingt sammlewürdig ansehen ...


Wer das oder den ablehnt, sollte sich sein philatelistisches Lehrgeld auszahlen lassen. Können nur ein paar Heller gewesen sein ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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Sunday, March 17th 2013, 7:34am

907 - Typen Anzahl???

Lieber Michael,
Liebe Sammelfreunde,

um die Verwendung des Nummerstempels 907 zu beleuchten, mal dazu einige Anmerkungen:

Die wichtigste Eisenbahnverbindung war Leipzig-Magdeburg. 1852 fuhren 4 Züge, 1859 waren es 5. Diese Strecke unterstand auch der Magdeburger Oberpostdirektion. Da ich nur die Ankunft- und Abfahrtzeiten habe, läßt sich sagen, dass mindestens 2 Nummerstempel erforderlich wären.

Als nächstes die Verbindung Magdeburg - Berlin: Diese unterstand nicht Magdeburg, also sollte der Stenmpel auch nicht bei der Briefaufgabe vorkommen. Weiter wäre die Strecke Magdeburg - Halberstadt zu nennen. Auch diese unterstand Berlin. Der Kurs Berlin - Magdeburg - Oschersleben - weiter nach Minden enthält diese und die vorher genannte Strecke.

Als letztes ist die Strecke Magdeburg - Wittenberge zu nennen. Hier ist es denkbar, dass nur ein Stempel reichte.
Damit wären 3 Stempel allein nur für die Zugbearbeitung notwendig.

Um die Sache zu "verschlimmern", gab es auch noch für die beiden direkt Magdeburg unterstehen Strecken andere Bahnhöfe:
Magdeburg-Leipzig am Fürstenwallufer (Ra3 MAGDEBURG BAHNHOF)
Magdeburg-Wittenberg am Neuen Fischufer (Ra3 MAGDEBURG BAHNHOF II)

Damit wären es 5 verschiedene Typen. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass drei bei der Zugbearbeitung und zwei weitere Stempel an jedem Bahnhof, sowie jede Type auch von Anfang bis Ende verwendet wurde.

Soweit mir bekannt, gibt es nur 4 Typen und schon stellen sich Fragen...
N.B. ich habe bisher selbst keine Aufstellung des 907.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Michael

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51

Sunday, March 17th 2013, 5:49pm

Lieber Ulf,

wir hatten ja schon mal drüber diskutiert ... ;)
An Hand der Typen diese Fragen zu beantworten, scheint mir nicht so erfolgversprechend zu sein. Es mögen noch unentdeckte Typen existieren und andererseits weiß ich nicht, ob man alle Stempelgeräte eines Stempels typenmässig unterscheiden kann.
Ich habe einen Brief (von welcher Strecke weiß ich im Moment nicht), bei dem sich die Interpretation "Stempelung während der Zugfahrt" anbot. Wenn ich etwas Luft finde, werde ich ihn raussuchen und hier vorstellen.

Viele Grüße
Michael
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Thursday, March 21st 2013, 6:26pm

Typenzahl von Nummernstempeln

Die Typenzahl der Nummernstempel von Post-Speditionsämter hängt nur bedingt von den betreuten Strecken und den an den Bahnhöfen verwendeten Stempeln ab.

Nehmen wir mal als Beispiel die "106". Da wären als erstes die Bahnhöfe in Berlin Stettiner Bahnhof als Sitz des Speditionsamtes Nr.3, Stettin und Hamburg (letztere als Speditions-Büros oder -Comptoirs), bei denen mindestens 3 Stempel zum Einsatz kamen. Dann kamen noch mindestens 3 Stempel gleichzeitig für fahrenden Speditionsbüros auf den Bahnstrecken Hamburg-Berlin, Stettin-Berlin sowie Bromberg(Posen)-Berlin. Damit wären also 6 Typen zu erwarten. Aber sowohl Feuser als auch Krauß geben nur 4 Typen an. Bütow zeigt auf seinen Fototafeln nur 3.

Vielleicht ist die Lösung des Problems ja relativ einfach. Es wurden gleichzeitig mehrere Stempel derselben Type hergestellt, so daß die Typen zeitlich gestaffelt auftreten.

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53

Thursday, April 11th 2013, 12:11pm

Da ich vor kurzem den Nummernstempel 106 erwähnte:

Bei der letzten J&K-Auktion ist es mir gelungen, den abgebildeten Brief mit Nummernstempel 106 und dem noch aus der Vormarkenzeit stammenden K2 der Postanstalt am Stettiner Bahnhof in Berlin zu erhalten. In dieser Kombination sehr selten...
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Tuesday, April 16th 2013, 4:02pm

Liebe Sammelfreunde

folgenden Brief hatte ich in einem ganzen Los von Belegen mit dabei:
Am 06.11.1867 wurde er mit recht hoher Sicherheit in Magdeburg im Briefkasten am Zuge nach Berlin eingeworfen. Freigemacht mit einer 17 = 2 Sgr tarifgerecht. Entwertet wurde die Marke mit dem Einkreiser MAGDEBURG E.P.B. 1 in blauer Farbe. Der Stempel wurde von Berliner Beamten genutzt. Blaue Stempelfarbe ist in Magdeburg nur bei Bearbeitung durch eben diese möglich.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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55

Wednesday, April 17th 2013, 9:19am

Gerade von der Auktion eingetroffen:

Ein frankierter Brief, eingeworfen am Zug in Angermünde und entwertet mit dem Nummernstempel 106.
Da hatte es jemand wirklich eilig. Ansonsten hätte man den Brief auch im Bahnpost-Expedition Angermünde abgeben können. Diese befand sich nämlich im Bahnhofsgebäude.
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Michael

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56

Monday, May 27th 2013, 8:37pm

Liebe Freunde,

hier ein Brief mit Zugaufgabe aus Cöpenick nach Moskau von 1859 oder später.
Es wurden Marken aus 3 verschiedenen Ausgaben verwendet: 2x 6 Pfennige von 1850 (Nr. 1), 3 Sgr. glatter Hintergrund von 1857 und 2 Sgr. gegitterter Hintergrund von 1858. Die Entwertung erfolgte mit dem Kursstempel BERLIN-BRESLAU.



Gerne würde ich in der Tintennotiz Kastenbrief entziffern



Kann dies jemand verifizieren?
Und was steht in der 2. Zeile?

Viele Grüße
Michael
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Monday, May 27th 2013, 8:41pm

Lieber Michael,

ein Traumbrief - phantastisch!

Kastenbrief stimmt und darunter wurde die Unterschrift des Postbeamten angebracht, die ich nicht sicher lesen kann.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Monday, May 27th 2013, 9:50pm

Lieber bayern klassisch,

danke für die schnelle Bestätigung.

NB. Der Kursstempel BERLIN-BRESLAU ist hier interessant, da damit wahrscheinlich eine Leitung im geschlossenen Transit durch Polen Richtung Moskau angezeigt wird. In West-Ost-Richtung nicht häufig zu belegen.

Viele Grüße
Michael
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Monday, May 27th 2013, 10:06pm

Lieber Michael,

für mich ist nicht klar, warum man "Kastenbrief" notierte. Üblicherweise tat man das nur, wenn der Brief nicht frankiert, aber mit Frankovermerk versehen, oder unterfrankiert war. Das war aber, wenn ich es recht sehe, nicht der Fall.

Man müsste den Brief also in den Briefkasten am Bahnhof geworfen haben, dann diesen mit Kastenbrief - Unterschrift versehen und der Bahnpost übergeben haben. Aber die Schrift von Cöpenick und Kastenbrief sollte die gleiche sein, so dass ich mir prima vista keinen rechten Reim darauf machen kann.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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Michael

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Monday, May 27th 2013, 10:35pm

Lieber bayern klassisch,

es wäre vorstellbar, dass der den Briefkasten leerende Beamte nicht befugt war, die Bahnstation zu notieren und er deshalb nur Kastenbrief notierte.

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten