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1

Sunday, October 14th 2012, 12:54pm

Falsch frankiert?

Hallo Freunde

Ich habe dieser Ortsbrief der unter der Gebührenperiode 6.5.1920 - 31.12.1921 geschickt war. Hier war es mit 40 Pfennige zu frankieren, aber bei dieser Brief ist es nur 15 Pfennige bezahlt geworden.

Ist der Brief mit 25 Pfennige zu wenig durchgeschleppt, oder gibt es Gebühren die ich nicht kenne? Oder eine Fälschung?

Viele Grüsse
Nils
Bayern-Nils has attached the following image:
  • Nürnberg Ortsbrief 30.12.1921.jpg
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

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2

Sunday, October 14th 2012, 2:36pm

Hallo Nils
15 Pf stimmt mit Drucksachen Porto bis 50 Gramm, von 1.4.1921 bis 31.12.1921, also letztes tag dieser Portoperiode.

Viele Grüße
Jørgen

3

Sunday, October 14th 2012, 2:41pm

Hallo Jørgen

Besten Dank für die Lösung. :)

Es ist sogar rückseitig Drucksache vermerkt, welch ich ganz übersehen habe weil ich der Brief als Ortsbrief gehalten hatte.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

4

Saturday, August 31st 2019, 8:10pm

Duisdorf - Hettenleidelheim 08.12.1919

Hallo Sammlerfreunde,
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wer die Tage das Forum mitverfolgt hat, wird unter "Kurze Frage - Kurze Antwort" mitgenommen haben, dass die vom 17.05.1919 bis 31.01.1920 in Bayern frankaturgültigen Germania-FREISTAAT-BAYERN-Werte nicht auch im übrigen Reichsgebiet verwendet werden konnten. Was auch immer den Postler in Duisdorf bei Bonn dagegen bei der Behandlung der damit auf 95 Pfennig auffrankierten Germania-FREISTAAT-BAYERN-Ganzsache geritten hat, wir dürfen ihm dafür heute wohl sehr dankbar sein.
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In der Gebührenperiode 01.10.1919 - 06.05.1920 fielen für die Postkarte im Fernverkehr 15 Pf an, für das Einschreiben 30 Pf und für die Eilbestellung 50 Pf, macht insgesamt also 95 Pf, mit welchen hier "korrekt" freigemacht wurde. Zwei Pakete Kautabak nach Bamberg zu ordern sieht auch nicht nach "gemacht" aus, voller Postdurchlauf ist mit AK-Abschlag ebenso bestätigt...da läßt sich insgesamt nicht meckern.
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Viele Grüße
vom Pälzer
Pälzer has attached the following images:
  • Düsseldorf-Hettenleidelheim 1919-12-08.jpg
  • Düsseldorf-Hettenleidelheim 1919-12-08 rücks.jpg

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5

Saturday, August 31st 2019, 9:52pm

Hallo Pälzer,

bringe doch das gute Stück zu unserem nächsten Treffen nach Hochspeyer mit - sicher kann dir Michael F. dazu etwas sagen (was Hettenleidelheim angeht).
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

BaD

Experte

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6

Sunday, September 1st 2019, 4:45pm

Hallo Pälzer,
eine sehr interessante Karte und selten.

Nehmen wir an, am 1-3 Oktober sendet Herr Heinrich Kuch aus Hettenleidelheim den Frageteil mit anhängenden Antwortteil mit Einschreiben -Eilbote nach Duisdorf bei Bonn zu Herrn Heinrich Kuch. Er musste 95 Pf. frankieren, sie kann genau so ausgesehen haben wie die Antwortkarte, nur sie hatte 100% einen Einschreibzettel.

Jetzt haben wir das Problem, musste er deine Antwortkarte gleich frankieren ? Frankieren mit bayrischen Marken musste er, an dem Datum zwingend laut Bayr. Postordnung mindestens mit 15 Pf., also der Wertstempel allein reichte nicht. Keine Zusatzfrankatur ergäbe sofort Transport zum Brieftarif = Nachporto schon für die Fragekarte.
Große Frage 1919, konnte er Einschreibung und Eilbote auch vorfrankieren. 1921 müsste er, da war gleiche Frankierung Frage und Antwort Pflicht. In der bayr. Postordung 1916 steht: Frageteil und Antwortteil muss jeweils für sich mindestens mit dem Postkartenporto frankiert sein.Ein Verbot mehr zu frankieren gab es nicht und er frankierte die Antwortkarte gleich Frageteil mit 95 Pf mit bayr. Marken.
Für Eilbote ganz sicher machbar und anerkannt. Bei Einschreiben habe ich große Zweifel: Deine Karte wurde nicht Eingeschrieben, das R ist unwichtig, es fehlt der Einschreibzettel oder zumindest eine Nummer.
Eigentlich ist das schon der Beweis, das die Antwortkarte nicht in Duisdorf ( Stempel) mit 95 Pf frankiert wurde, sondern schon in Hettenleidelheim.
Beste Grüße Bernd

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Sunday, September 1st 2019, 6:40pm

Hallo BaD,
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vier Augen sehen mehr als zwei, ich danke für die Klarstellungen. Das Antwortteil habe ich schlichtweg übersehen :thumbsup: Aber ich bin auch so erfreut, die vielen Freistaat-Bayernwerte hier mit fremder Entwertung vorzufinden, weil das in der relativ kurzen Verwednungsphase - wie Du schon sagtstest - ja eher selten vorkommt. Also hat der Duisdorfer Postler alles richtig gemacht. Ich denke allerdings schon, dass die Poka eingeschrieben versandt wurde, der Kunde wollte es ja ausdrücklich so und hat es bezahlt. Möglicherweise ist aber der Reco-Zettel einmal verloren gegangen und irgendjemand hat das spartanisch mit dem R "ersetzt".
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Beste Grüße !
vom Pälzer