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Minimarke

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321

Sunday, May 5th 2019, 5:43pm

Hamburg-Eilbeck nach Luzern

Gnzsache 10 Pfennig mit Zusatzfrankatur 10 Pfenig Krone/Adler.
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Grüße aus Bempflingen
Ulrich

Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

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322

Wednesday, May 15th 2019, 3:16pm

Liebe Freunde,

das Bankhaus Metzler in Frankfurt am Main schickte einen mit 6 Kreuzern treffend frankierten einfachen Brief bis 20 Meilen nach Seligenstadt bei Würzburg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Seligenstadt_bei_W%C3%BCrzburg

Wikipedia lehrt uns, dass der Ort praktisch nur aus dem Bahnhof bestand - und just so wurde auch die Anschrift formuliert:

Herrn J. Wilhelm Scheller von Hildburghausen poste restante Bahnhof in Seligenstadt bei Würzburg. Siegelseitig mangel alles und auch die damals (22.1.1856) fällige Lagergebühr von 4 Kreuzern wurde nirgendwo vermekt, aber wohl bezahlt, denn retour lief er nicht.
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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323

Friday, June 21st 2019, 4:50pm

Liebe Sammelfreunde

heute 4 Briefhüllen, alle aus Magdeburg an einem Herrn A. Schubbe. Der Handschrift nach zur urteilen, stammen sie alle vom gleichem Absender. Weiterhin ist es möglich, dass sie alle aus dem Jahr 1859 stammen, da bei dem Beleg nach Cassel dies siegelseitig sich vermuten läßt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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324

Sunday, June 30th 2019, 10:04am

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgende Briefhülle
mit Aufgabestempel "ESCHENAU." (1823-1845 in Verwendung)
nach Unterferrieden, "Poste Restante Feucht". An Porto wurden
10 Kreuzer vermerkt, dazu kamen weitere 6 Kreuzer (eigentlich
betrug die Postlagergebühr 4 Kreuzer). Der Empfänger bezahlte
somit 16 Kreuzer.


Beste Grüße von VorphilaBayern
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325

Sunday, June 30th 2019, 11:16am

Lieber Hermann,

ein außergewöhnliches Stück (das wohl jeder p. r. Sammler gerne hätte). :P :P

Erklärungsversuche, warum 6x angeschrieben wurden:

1) Betrug bei der Postexpedition - der Empfänger war sicher kein Armer, da konnte man mal ein bisserl mehr nehmen, als sonst.

2) Vlt. war der schnell zu bestellende Brief doch nicht so schnell abgeholt worden, wie man es seitens des Absenders dachte? Es wäre möglich, dass man eine kleine Notiz dem Empfänger hat zukommen lassen, dass ein p. r. Brief abholbereit wäre und dafür pauschal 6x angesetzt, ohne diese zu splitten in p. r. Lagergebühr und Zustellung einer Nota.

3) Es lagen mehrere p. r. Briefe vor und man hatte ausgemacht, in diesen Fällen eine Gebührenmoderation vorzunehmen.

Beweisen wird man das alles nicht mehr können, so dass es Spekulation bleiben muss. Aber wer nicht spekulieren kann, hat sich auch keine Gedanken gemacht. ;)
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

326

Sunday, June 30th 2019, 5:45pm

Lieber Ralph,

vielen Dank.
Ich tippe auf die zweite Möglichkeit.

Wenn ich im Vorphilahandbuch von Friedrich Pietz zu Feucht nachschaue,
finde ich folgendes:
seit 1789 Posthalter David Friedrich Wild, Gastwirt, Ökonom und Holzhändler, gestorben 1824.
1797 wegen besonderer Verdienste wird dem Posthalter der Titel "Postverwalter" verliehen.
1.7.1808 K.B. Postexpedition
1824 nach dem Tod des Postexpeditors führt dessen Witwe die Postgeschäfte weiter.
1830 Postexpeditor Georg Wilhelm Friedrich Glenk, Gsthofbesitzer (Schwiegersohn des vorigen).

Vielleicht fällt der Brief in die Zeit von 1824 bis 1830, als die Witwe das Geschäft führte
und sie hatte noch nicht alles im Griff,
oder der neue Postexpeditor ab 1830, der von dem Geschäft sicherlich noch weniger wußte.

Beste Grüße,
Hermann

This post has been edited 1 times, last edit by "VorphilaBayern" (Jun 30th 2019, 5:57pm)


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327

Sunday, June 30th 2019, 6:06pm

Lieber Hermann,

feine Recherche - könnte so sein, wie du es vermutest. Wer würde dir widersprechen wollen?
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

hasselbert

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328

Wednesday, July 3rd 2019, 6:34pm

Friedrich Pietz

Hallo zusammen,
hallo Hermann und Ralph,

Ich kannte Friedrich Pietz als immer freundlichen und auskunftbereiten Sammler und Prüfer. In Stuttgart habe ich ihm einmal einen gerade gekauften Beleg gezeigt. Er erklärte mir dem postgeschichtlichen Hintergrund. Auf meine naive Frage „warum „ sagte er, weil ich das so sehe und wer will mir schon widersprechen
Das war nicht überheblich gemeint, sondern er hatte halt immer recht.
Übrigens sind alle seine Werke in der Frankfurter Bibliothek.

Liebe Grüße aus Frankfurt
Heribert

329

Friday, August 30th 2019, 10:19pm

Hallo Sammlerfreunde,

was ist das für eine Anschrift auf diesem poste restante Brief?

Gruß
bayernjäger
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330

Friday, August 30th 2019, 10:59pm

Hallo bayernjäger,

A. W. 30 = anonymisierter Empfänger bei p. r. Briefen, damit keine später wußte, wer wem was geschickt hatte.

Eine falsch herum beschriebene Ganzsache ist auch nicht so häufig ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus