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1

Sunday, September 25th 2016, 4:05pm

Türkei über Frankreich nach Deutschland

Hallo Freunde

Offenbar war die Route von Konstantinopel über Frankreich nach Deutschland ab und zu gewählt. Meine Augen sind nur meistens an die Briefe über Österreich gefallen so dass ich die Häufigkeit nicht kenne.

Dieser Brief ist von Constantiopel 2. Oktober 1856 nach Düren in Preussen geschickt, wo er 14. Oktober landete. Also relativ schnell.
Der Empfänger hat 15 1/2 Sbgr bezahlt. Wie sich die Gebühre verteilt waren kenne ich leider nicht.

Warum der Laufweg gewählt war weiss ich nicht, aber der Empfänger hat über den Briefverkehr schon mal geklagt so dass der Absender einen neuen Laufweg versucht hat - sehe angehängte Text wo ich leider nicht schaffe alles zu lesen.

Viele Grüsse
Nils
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2

Sunday, September 25th 2016, 4:21pm

Hallo Nils,

auf dem Sprung und aus dem Bauch: Einfach 7,5 Sgr., wenn ich nicht irre. Doppelt daher 15 Sgr. plus 1/2 Sgr. Bestellgeld = 15,5 Sgr. wie notiert.

@Laurent wird dir sicher mehr zu ihm sagen können.

Frankreich hatte ja dort Postämter und wenn der Absender seine Briefe dort aufgab, liefen sie halt über das westliche Mittelmeer und nicht mit dem Lloyd via Triest bzw. über Land (Balkan) in den DÖPV.

Aber so ist es sicher seltener, nicht nur deiner Meinung nach.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

3

Sunday, September 25th 2016, 4:33pm

Hallo Ralph

Ich habe mehrere Briefe von Konstantinopel nach Düren gesehen die alle durch Österreich gelaufen war. Leider habe ich den Auktion verpasst.

Zeige gleichzeitig einen Brief aus Konstantinopel nach Heidelberg in 1859 geschickt. Hier also den weg über Frankreich gewählt.
36 Kr Rh für den weg bis badischer Grenze und 3 Kreuzer für Baden macht 39 Kreuzer.

Viele Grüsse
Nils
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4

Sunday, September 25th 2016, 5:09pm

Hallo Nils,

ich stelle fest, dass ich Konstantinopelbriefe mehr auf mein Radar setzen muss. :D

Der ist auch sehr nett - das Gesagte gilt auch hier und die Postverhältnisse Badens mit Frankreich waren ja historisch sehr, sehr eng, so dass mich dieser Brief nicht verwundert, auch wenn ich konzidieren muss, dass ich kaum welche kenne, die so liefen.

Die Portoaufteilung kann ich aus der Hüfte nicht schaffen - für Frankreich galten 7,5g, für Baden das volle Loth. Ich hoffe auch hier, dass @Laurent etwas zu ihm sagen kann, was wir derzeit (noch) nicht können. :)
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

5

Sunday, September 25th 2016, 5:41pm

Hallo Ralph

Der Absender dürfte ja selber wählen wo er sein Brief abgeben sollte, in österreichisches oder französisches Postamt. Nach Deutschland schein die meisten das österreichisches Postamt benutzt zu haben. Kenn sonst Briefe aus Krim/Krimkrieg mit den Laufweg über Frankreich.
Aber sicher gibt es noch viele Briefe mit dem Laufweg über Frankreich. Diese Beiden waren ja nach westliche Teile von Deutschland - hat vielleicht eine Rolle gespielt.

Interessant wäre es Briefe in der Gegenrichtung zu sehen die über Frankreich spediert waren.

hoffentlich kann auch Laurent etwas hierzu sagen.

Viele Grüsse
Nils
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Laurent

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6

Sunday, September 25th 2016, 6:05pm

Hallo Freunde

Offenbar war die Route von Konstantinopel über Frankreich nach Deutschland ab und zu gewählt. Meine Augen sind nur meistens an die Briefe über Österreich gefallen so dass ich die Häufigkeit nicht kenne.

Dieser Brief ist von Constantiopel 2. Oktober 1856 nach Düren in Preussen geschickt, wo er 14. Oktober landete. Also relativ schnell.
Der Empfänger hat 15 1/2 Sbgr bezahlt. Wie sich die Gebühre verteilt waren kenne ich leider nicht.

Warum der Laufweg gewählt war weiss ich nicht, aber der Empfänger hat über den Briefverkehr schon mal geklagt so dass der Absender einen neuen Laufweg versucht hat - sehe angehängte Text wo ich leider nicht schaffe alles zu lesen.

Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,

Brief am 3. Oktober an Bord des Schiffes CLYDE (Messageries Imperiales) eingeschifft.

Ankunft : Marseille, 11. Oktober 1856.

Laurent.

Laurent

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7

Sunday, September 25th 2016, 6:18pm

Hallo Ralph

Ich habe mehrere Briefe von Konstantinopel nach Düren gesehen die alle durch Österreich gelaufen war. Leider habe ich den Auktion verpasst.

Zeige gleichzeitig einen Brief aus Konstantinopel nach Heidelberg in 1859 geschickt. Hier also den weg über Frankreich gewählt.
36 Kr Rh für den weg bis badischer Grenze und 3 Kreuzer für Baden macht 39 Kreuzer.

Viele Grüsse
Nils

Brief am 22. Juni an Bord des Schiffes MITIDJAH (Messageries Imperiales) eingeschifft.

Ankunft : Marseille, 30. Juni 1859.


Diese Beförderung vom französischen Schiffahrtsweg bleibt sehr konkurrenzfähig : oft / manchmal war die Dauer dieser Strecke mit dem Balkanische Weg oder dem Donauweg länger.


Ich habe kürzlich einen Artikel über dieses Thema geschrieben : es handelt sich um einen Komparativ Landweg / Seeweg zwischen WestEuropa und osmanischem Reich. Die irdische Strecke wird den Vorteil nach dem Bau des Schienenweges von Kustendje nehmen :


https://www.academia.edu/27654352/La_voi…nn%C3%A9es_1860


Brief aus Paris nach Konstantinopel via Wien und Kustendje (1863) :








Dieser Artikel existiert auch in einer italienischen on-line Version (2 sehr illustrierten Teilen) :

http://www.ilpostalista.it/lv/lv17.htm

http://www.ilpostalista.it/lv/lv18.htm


cordialement, Laurent.

This post has been edited 3 times, last edit by "Laurent" (Sep 25th 2016, 6:39pm)


8

Saturday, October 1st 2016, 12:46pm

Hallo Laurent

Der Laufweg über Kustenje war für mich neu.
Leider kann ich weder Französisch noch Italienisch lesen. Vielleicht machst du ein deutscher Version für DASV? Es gibt dort bestimmt viele Leser!

Viele Grüsse
Nils

PS! Wenn ich einen Brief finden kann öffne ich einen Thread für Briefe aus Frankreich nach Türkei über Österreich!
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Laurent

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9

Saturday, October 1st 2016, 5:23pm

Hallo Nils !

Der Laufweg über Kustendje ist eine interessante Geschichte. Vielleicht verdiente sie eine Übersetzung, ja...

Cordialement,
Laurent.

10

Tuesday, August 6th 2019, 4:34pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Brief aus Biuchtry ? vom 30. Januar 1857, mit Aufgabestempel "CONSTANTINOPEL" (Türkei) vom 2. Februar 1857, nach Aurich (Königreich Hannover) über Frankreich mit Durchgangsstempel von Paris vom 11. Februar und Ankunftsstempel Aurich vom 12. Februar Abends.


Beste Grüße von VorphilaBayern
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11

Tuesday, August 6th 2019, 6:41pm

Lieber Hermann,

ein schöner Brief mit ungewöhnlichem Laufweg - üblich wäre über den Balkan und Österreich und das war auch, glaube ich, günstiger, weil Briefe über Frankreich ja nur bis 7,5g wiegen durften, wenn sie einfach wiegen sollten.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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12

Wednesday, August 7th 2019, 5:26pm

Hallo ihr Beiden,

für mich ist der Transport über Frankreich nicht erstaunlich. Der Aufgabestempel lautet: CONSTANTINOPLE (TURQUIE) 2 FEVR 57. Es handelt sich also um ein französisches Postamt, bei dem der Brief aufgegeben wurde. Da man Poststücke gerne möglichst lange unter eigener Regie beförderte, lief der Transport also über Paris und Aachen ins Honnoversche.

liebe Grüße

Dieter

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13

Wednesday, August 7th 2019, 6:02pm

Lieber Dieter,

das ist nicht das Problem - der Absender hätte seinen Brief auch dem österreichischen Lloyd-Postamt dort anvertrauen können, dann hätte das Loth die einfache Gewichtsgrenze dargestellt und länger hätte der Brief wohl auch nicht benötigt, um an sein Ziel zu gelangen. Du kannst ja mal die Raten für einfache Briefe dieser 2 Laufwege vergleichen.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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