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261

Monday, July 8th 2019, 5:58pm

Hallo,

ich zeige hier 2 Postscheine der Briefpost aus Lindau, einen aus dem Jahr 1827 nach Waltrams und einen von 1834 nach ???? (vielleicht kann jemand diesen Ort entziffern).
Bis auf die Jahreszahl sind es völlig identische Scheine. Beim 2. Schein wurde jedoch die Haftungsdauer handschritlich auf 3 Monate gekürzt.
Kennt jemand eine Bestimmung in der eine Kürzung festgelegt wurde oder lag dies im Benehmen des jeweiligen Posthalters?

Grüße von liball
liball has attached the following images:
  • Lindau Postschein 1827.JPG
  • Lindau Postschein 1834.JPG

262

Monday, July 8th 2019, 6:16pm

Hallo liball.

"Alois Knopfler in Genf"

Gruß
bayernjäger

Erdinger

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263

Tuesday, July 9th 2019, 2:21pm

Hallo liball,

die Gültigkeit der Postscheine wurde hin und wieder revidiert.

Bei der Reichspost ist auf den Scheinen ein Vierteljahr vermerkt, allerdings war kein Fall bekannt, bei dem nicht auch spätere Reklamationen akzeptiert wurden.

Briefpost Bayern: ein Vierteljahr, mit der Postordnung vom 1. Juli 1858 auf sechs Monate umgestellt

Fahrpost Bayern: ein Vierteljahr, ab Fahrpostordnung vom 1. Mai 1816 ein Jahr, mit der Postordnung vom 1. Juli 1858 auf sechs Monate umgestellt

Es gibt einen Aufsatz über das Posthaftungsrecht von Johann Brunner im Archiv für Postgeschichte in Bayern 1926 (Heft 1), dabei geht es aber um eher allgemeine Aspekte des Themas.

Meines Erachtens sind solche Abweichungen in der Regel weniger Eigenmächtigkeiten des Expeditors als der Unaufmerksamkeit der Drucker und Setzer zuzuschreiben.

Viele Grüße aus Erding!
Achter Kontich wonen er ook mensen!

This post has been edited 2 times, last edit by "Erdinger" (Jul 10th 2019, 1:50pm) with the following reason: Präzisierungen bei den Daten und Inhalten


264

Tuesday, July 9th 2019, 6:03pm

Hallo bayernjäger und Erdinger,

vielen Dank für eure Beiträge.

Gruß
liball

265

Tuesday, July 16th 2019, 4:07pm

Hallo,

kann es sein, dass diese beiden Scheine den selben Postvorgang betreffen? Passen die Namen zusammen?
Aufgabe des recommandierten Briefes in Lindau am 27.7.1827 nach Waltrams.
Retour-Recepiße aus Waltrams vom 10.8.1827 für diesen Brief nach Lindau.

Grüße von liball
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  • Lindau Postschein 1827.JPG
  • Lindau 1827053.JPG

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266

Tuesday, July 16th 2019, 4:53pm

Hallo Karl,

dann wäre die RR 17 Tage vor dem Recobrief versandt worden ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

267

Tuesday, July 16th 2019, 10:44pm

Hallo Karl

auf beide Scheinen ist gleiche Name
Franz Friedrich von Hundbiss

LG A
"Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
W. v Humboldt

268

Monday, July 29th 2019, 11:30am

Hallo Ralph,

ich komme nochmal zurück zu deinem Kommentar bei Nr. 266.
Auf dem Postschein steht doch 27. Juli, dann hätte doch die RR zusammen mit dem Recobrief versandt werden können.
Oder steht auf dem Postschein 27. August?

Erdinger

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269

Monday, July 29th 2019, 1:29pm

Hallo liball,

wie Ralph lese ich auch "Aug" auf dem Postschein.

Die beiden Scheine gehören zwar nicht unmittelbar zusammen – das wäre natürlich das i-Düpferl –, kommen aber meiner Meinung nach aus dem gleichen Vorgang. Und wenn es den gab, dann gibt es auch Hoffnung, dass irgendwann die echten Pendants tatsächlich auftauchen.

Viele Grüße aus Erding!
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270

Monday, July 29th 2019, 5:01pm

Hallo Karl,

für mich ist das eindeutig:

Postschein vom 27.8.1827 aus Lindau, Rückschein ausgefertigt dort am 10.8.1827, daher waren die nie zusammen. Aber es gibt Korrespondenzen, da gab es mehrere Einschreiben mit Rückschein in relativ kurzer Folge und so wird das hier auch gewesen sein, aber zusammen passen sie leider nicht. Ich wäre froh, ich könnte dir Anderes berichten ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

Erdinger

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271

Tuesday, July 30th 2019, 1:43pm

Liebe Freunde,

um 1871 vollzog man den Übergang vom Quer- zum Hochformat bei Postaufgabescheinen in Bayern flächendeckend.

Wie das Hochformat aussah, sieht man bei dem Beispiel aus dem unterfränkischen Burgpreppach von 1877. Hier hatte der Expeditor einen eingeschriebenen Brief entgegengenommen, der ausnahmsweise einmal kein Fernbrief war, sondern in den eigenen Landzustellbereich ging (in den Weiler Römelsdorf, der 1873 44 Köpfe zählte). Dafür fielen nur 23 und nicht 30 Pfennige Franko an. (Die mit Bleistift notierte "Zustellgebühr" scheint mir eher nicht postamtlich zu sein.)

In Rossbrun(n), ebenfalls in Unterfranken, verwendete man noch alte querformatige Scheinmuster, also aus der Kreuzerzeit. Deswegen musste man hier handschriftliche Korrekturen vornehmen. Offenbar wurden dort relativ wenige Einschreibebriefe aufgeliefert, sonst hätte der Vorrat nicht so lange gehalten.

Schön, dass beide Scheine noch mit Halbkreisern gestempelt wurden.

Viele Grüße aus Erding!
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  • Rossbrun_1877_10_01.jpg
  • Burgpreppach_1877_27_09.jpg
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272

Tuesday, July 30th 2019, 3:13pm

Lieber Dietmar,

ist mir schleierhaft, wie man Rossbrunn nur mit einem "n" schreiben konnte. Trunkenheit am Stempelschneidegerät?

23 Pfg. Franki sind selten - die dazu gehörigen Scheine allerdings aus. Schön, dass du immer gut aufpasst und dir solche keinen Schmankerl nicht entgehen läßt. :)
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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