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61

Wednesday, February 21st 2018, 12:05pm

Liebe Freunde,

und heute wieder eine Postkarte, bei der der Wertstempel 2 Kr. unberührt blieb, weil die Vorschrift zur Abstempelung erst später kam: Edenkoben 8.5.1873 nach Rippoldsau in Baden (Dt. Reich) gefällt mir in violett auch ganz gut ...
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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62

Monday, December 10th 2018, 4:46pm

Liebe Freunde,

eine 2 Kreuzer Ganzsache aus Zweibrücken vom 23.2.1873 war wertstempelmäßig jungfräulich zu belassen, auch wenn es den Zweibrücker Expeditor sicher in den Fingern gejuckt hat ...

Nett auch der Text, den ich hier vorstellen möchte:

Herrn Joseph Heiß, Käsehandlung, Obergünzburg, Schwaben

Ich kann nicht begreifen warum ich bestellten Käs nicht empfange da ich Ihnen doch geschrieben daß ich dem Ihren Herrn Reisenden bestellten Rahmkäs nebst Proben anderer Käse sehr nöthig habe, und bitte Sie um gefl(issentliche) umgehende Zusendung. Ich habe mich darauf verlassen, daß ich den Käs umgehend erhalte, habe deßhalb bei meinem früheren Haus keinen bestellt und mir schon 8 Tagen ausgegangen.

Achtungsvoll
Besenbruch

Vlt. kann uns der größte Kenner der Zweibrücker Postgeschichte etwas zu dem armen Käseliebhaber und Händler sagen?
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

maunzerle

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63

Monday, December 10th 2018, 5:20pm

Lieber Ralph,
der gute Besenbruch war ja doch schon fast ein halber Franzos, da kann man den Käsenotstand schon verstehen. :D
Liebe Grüße von maunzerle :thumbsup:
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64

Sunday, January 27th 2019, 8:27am

Lieber Peter,

ist es nicht schön als heutiger Käseliebhaber (ich meine jetzt nicht die Politik unserer Regierung) zu sehen, dass die Leute damals auch schon ihren bayerischen (oder französische, oder Schweizerischen) Käse liebten? Auf alles könnte ich verzichten, aber auf Käse sicher nicht! ;)

Hier eine 2 Kreuzer Postkarte von Würzburg Bahnhof, 13.5.1873, nach Frankfurt am Main. Man hatte hochwertiges Futter bestellt, aber anhand der Factura (Rechnung) feststellen müssen, dass nur minderwertige Ware geliefert worden war und der Unterfranke bittet den Hessen um Umtausch. So konnte es kommen!
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

65

Sunday, February 3rd 2019, 3:37pm

Hallo Sammlerfreunde,

hier eine Sache, die ich schon länger gesucht hatte.

Ganzsache aus Zweibrücken mit violettem Stempel vom 29.3.1873. Das Violett ist durch den blauen Münchner Stempel sehr schön zu erkennen.
Die nachträgliche Entwertung des Werststempels in München macht die Karte auch nicht schlechter.

Gruß
bayernjäger
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66

Friday, April 26th 2019, 9:12pm

Hallo Freunde hier im Forum,
anbei Bilder einer P4 aus Speyer die ich bei einem Sammlerfreund entdeckte.
Die Karte stammt vom 29.04.1875 und lief von Speyer nach Bamberg.
Peter Sem gibt als Ersttag der P4 Mai 1875 an.
Offensichtlich waren in Speyer als Sitz einer Oberpostdirektion die P4 Karten schon recht früh verfügbar.

Hat hier jemand genauere Daten bzw. Informationen?
Welche "Frühverwendungen" sind Euch bekannt?
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67

Friday, April 26th 2019, 9:22pm

Hallo,

wird schwierig sein, hier noch frühere Daten zu finden - Glückwunsch.

Kleine Korrektur: Speyer hatte ein Oberpostamt (OPA), keine Oberpostdirektion (OPD) - die gab es erst ab 1906 oder 1907, also nicht mehr meine Zeit.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

Cantus

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68

Friday, May 10th 2019, 2:40am

Ein paar nette Umschläge wurden hier gezeigt mit unterschiedlichen Aufgabestempeln verschiedener Art, das kann ich mit einem Zweizeilensempel von Lindau ergänzen. Meinen Umschlag habe ich als Michel U 1 / K2 bestimmt, denn das innere Posthorn des rückseitigen Klappenstempels scheint der zweiten Variante anzugehören. Leider habe ich keine Möglichkeit, das zu fotografieren, mir bleibt dafür daher nur der Scanner und die Farbveränderung. Der Brief lief am 22.9.1869 von Lindau nach Laupheim, wo er am 25.9. einen Ankunftstempel erhielt.

Viele Grüße
Ingo
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  • U 1_K 1 oo__.JPG
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69

Monday, June 10th 2019, 10:34pm

Ergänzung zu Beitrag 66

Hallo Zusammen,

zunächst vielen Dank Ralph für Deine kleine Korrektur.
Inzwischen habe zur "Erstausgabe" der P4 folgende Infos von einem Ganzsachen Experten bekommen:

Die Postverwaltung der damaligen Zeit lieferte die Postkarten nur auf Anforderung der jeweiligen
Postämter und Postexpeditionen. Diese bestellten aber erst nach
Aufbrauch der vorhandenen Bestände (P1+P2), da die „alten“ nach wie vor gültig
waren. Es ist vorstellbar, dass an verschiedenen Postorten die P3 und P4
nie zum Verkauf an die Schalter kamen.

Somit gab es keinen allgemeingültigen Ersttag wie wir es von Briefmarken kennen.

Es liegen aus dem April 1875 bisher 3 bekannte Verwendungsdaten von unterschiedlichen Städten vor.

Sicher schlummert hier in vielen Sammlungen noch einiges unentdecktes...

Viele Grüße!

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70

Tuesday, June 11th 2019, 5:08pm

Hallo Pälzer,

danke für deine erweiternde Feststellungen - puh, da wird noch viel zu sichten sein, bis man da fixe Aussagen wird treffen können und wenn es hier und da solche Verwendungen gar nicht erst gibt, wundert mich das auch nicht.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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71

Tuesday, June 11th 2019, 10:01pm

Hallo Pfälzer82,

es ist das gleiche Problem wie bei den Ganzsachen der Pfennigzeit: lediglich von P7 und P8 ist ein Ersttag bekannt, nämlich zwangsläufig der 1.1.76 wegen der Währungsumstellung. Von P6, P14 und P18 ermittle ich seit Jahren Frühdaten und kann zwar eine Eingrenzung der Erstverwendungen angeben, aber kein definitives Datum. Die Angaben in den Katalogen stimmen sowieso nicht. Leider sind die bayer. Ganzsachen offenbar zu uninteressant, um sie genauer zu erforschen, schade eigentlich. Ein gutes Beispiel dafür sind auch die Farben: während bei den Marken eine recht weitgehende Auffächerung des Farbenspektrums in den letzten Jahren stattgefunden hat, tut sich bei den Ganzsachen da gar nichts, obwohl auch da eklatante Farb- und Druckunterschiede zu beobachten sind.
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