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81

Saturday, October 28th 2017, 10:14am

Lieber Ralph,
wobei wie immer bei solchen Briefen die Frage bleibt, welche Funktion der BOC hier einnahm. Denn eigentlich wird durch den Stempel ein bestimmtes Gebührenverhalten vorgeschrieben, das aber hier nicht greift.
LG Achim

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82

Saturday, October 28th 2017, 11:48am

Lieber Achim,

ich hatte diesbezüglich vor Jahrzehnten mal ein Gespräch mit Friedrich Pietz geführt und habe wie du hier argumentiert.

Er erwiderte, dass es völlig egal war, ob Gebühren anfielen, oder nicht, weil der Vertrag eine generelle Stempelung aller Briefe mit B.O.C. bzw. O.B.C. vorsah, die keine Rücksichten auf portobefreite Briefe nehmen sollte.

Ich denke mittlerweile auch, dass es so war und im Zweielsfall konnte man ein Porto zuerkennen, wenn die Portofreiheit nachträglich aberkannt wurde, das dann nach dem richtigem Postvertrag berechnet werden konnte. Dergleichen Briefe sind mir aus der Riesenkorrespondenz von ganz Bayern nach Wien bekannt (wenn auch nicht häufig).
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

83

Saturday, October 28th 2017, 12:35pm

Hallo die Runde

Ich denke dass es bei diesem wie bei viele anderen Stempel von Intension zu Gebrauch geworden ist.
Man erlebt wohl ab und zu oder vielleicht oft dass Stempel nicht mehr sinnvoll sind aber trotzdem abgeschlagen.
Das ist aber ein grösser Diskussion.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

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84

Sunday, December 2nd 2018, 10:30am

Liebe Freunde,

manchmal bekommt man Briefe, die man "abbusseln" möchte, so schön und lieblich sind sie. Das hier ist einer davon ... und wie so oft stammt er aus dem wundervollen Österreich.

In Neumarkt (am Wallersee) am 9.3.1843 aufgegeben als Frankobrief (hinten: 6 Kreuzer Conventionsmünze für einfache Briefe bis 10 Meilen) nach Marzoll bei Bad Reichenhall, stempelte die Aufgabepost artig "FRANCO" und brachte noch das "X" als Zeichen der Frankatur an. Allerdings nahm eine andere Post die Stempelung mit O.B.C. vor, da man in Neumarkt kaum 2 Stempelkissen parallel geführt haben dürfte (Salzburg?).

Aber wunderschön wird es erst, wenn man die Rückseite betrachtet, wo zwei farblich verschiedene, gummierte Siegelwäppchen den guten Verschluss zeigen - herzallerliebst sage ich da nur.

Absender war übrigens Peter Paul Krämmerer, Zolloberbeamter in Neumarkt.
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

85

Thursday, January 31st 2019, 1:53pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Portobrief aus Gran in Ungarn (Österreich - Ungarn) vom 26. September 1846,
an den Maler Ludwig Moralt in München. Der Empfänger bezahlte 22 Kreuzer.


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86

Thursday, January 31st 2019, 1:57pm

..... nun schreibt der Maler Ludwig Moralt aus Gran in Ungarn an seine Mutter in München.
Brief vom 12. September 1847. Die Empfängerin bezahlte 15 Kreuzer Porto.



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87

Thursday, January 31st 2019, 2:00pm

...... hier ein Brief aus München an den Maler Ludwig Moralt in Gran, Ungarn, vom 12. Juni 1848.
Der Empfänger bezahlte 12 Kreuzer C.M. Porto.



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88

Thursday, January 31st 2019, 2:30pm

Lieber Hermann,

sehr schöne Strecke - sicher für andere auch interessant. :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

89

Thursday, April 4th 2019, 7:35pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgende Regierungssache !! (R.S.) mit 1 Gulden 14 Kreuzer und 2 Pfennig ? Reichswährung ?
vom Magistrat Braunau (Österreich) mit Aufgabestempel BRAUNAU 5. September 1844. Seit 1.9.
1819 bestand zwischen Braunau und Marktl über Simbach ein 2 x wöchentlicher Reitpostkurs und
1 x wöchentlicher Fahrpostkurs auf Kosten der königlich bayerischen Post, gemäß Postvertrag
Bayern - Österreich. Somit ging der Wertbrief mit der Fahrpost nach Simbach am Inn (Abschlag
des Fingerhutstempels vom 6.9.) und von da über Straubing und Regensburg nach Regenstauf.
Bei den angegebenen Zahlen dürfte es sich um die jeweiligen Fahrpostnummern handeln, denn
bei Regierungssachen fielen auch keine Bestellgebühren an.


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90

Thursday, April 4th 2019, 7:39pm

Lieber Hermann,

bei der Nominale liegst du richtig - Fahrpost kannte ja kleinere Werte als Gulden und Kreuzer. Netter Brief! :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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91

Thursday, May 30th 2019, 9:35am

Liebe Freunde,

wie schon in unserem letzten Rundbrief von mir angestoßen, geht es hier um die Feststellung, welche österreichischen Poststellen O.B.C. - Stempel führten und welche nicht. Gerade bei Briefen mit Nebenstempeln bei der Aufgabe könnte man zu Erkenntnissen hierüber gelangen.

Ein Dienstbrief aus Wien vom 11.4.1844 zeigt uns den Aufgabestempel und Franco in Rot, den glasklaren Abschlag des O.B.C. - Stempels aber in schwarzer Farbe (ich weiß, es gibt keine schwarze Farbe). Oben links wurde noch vermerkt "in Dienstsachen", um damit den Posten in Österreich und Bayern zu dokumentieren, dass hier keine privaten Interessen tangiert wurden und der Brief von jeder Seite gebührenfrei zu befördern war. Als Zeichen dieser Gebührenfreiheit brachte man das liegende "X" an, welches auch alles Poststellen respektierten.

Wien nutzen für diesen Brief an das Kreis- und Stadtgericht in Nürnberg seinen Paketschluß nach München, wo der Brief 3 Tage später eintraf, um von dort nach Nürnberg kartiert zu werden (Abgabestempel mangelt leider).

Die Frage ist nun: Da Wien offensichtlich üblicherweise bei Frankobriefen in roter Farbe stempelte, könnte es sein, dass in Österreich unterwegs eine Poststelle mit ihrem schwarzen O.B.C. - Stempel nachstempelte, oder hatte Wien tatsächlich und ungewöhnlich für diese Zeit, 2 Stempelkissen am Start, ein rotes und ein schwarzes? Nun, unterwegs gab es nicht in Österreich, weil Wien das Briefepaket schloß und München erstmals dieses öffnete, auch hatte man in München B.O.C. - Stempel, aber sicher keinen O.B.C. - Stempel, so dass mit denkbar größter Wahrscheinlichkeit Wien über mehrere Stempelkissen verfügt haben musste.
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus