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Wednesday, May 8th 2019, 7:50pm

Schweden-Schweiz

Hallo zusammen,

Ich habe schon lange nach einem solchen Brief für meine Incoming-Mail Sammlung Schweiz gesucht, doch "was lange währt wird endlich gut" und nun konnte ich endlich einen integrieren :).

Aufgegeben wurde der Beleg am 07.01.1870 in Stockholm und man adressierte diesen an "Monsieur Charles Rau[?]..." nach Genf.
Frankiert wurde der Brief frankogerecht mit insgesamt 36 Öre (24 Öre orange + 12 Öre blau). Laut Postvertrag gültig ab dem 01.09.1868 zwischen dem Transitland NDB und der Schweiz (es gab noch keinen eigenen Postvertrag mit Schweden) waren Briefe über Deutschland bis 15 gr mit 36 Öre zu frankieren. Die Notierung in Bläuel entspricht dem Wort "Wfr" (=Weiterfranko) und die "2/1/2" in Rötel entsprechen 2/1/2 Silbergroschen (vereinsländischer Anteil), die dem NDB gutgeschrieben worden. Der Anteil der Schweiz betrug 1 Silbergroschen, umgerechnet 3 Kreuzer oder 10 Rappen. Der Postler in Schweden platzierte einen "Franco" Stempel auf die Vorderseite, um zu verdeutlichen, dass der Brief bis zum Empfänger bezahlt wurde.

Auf der Siegelseite erkennen wir den Bahnpoststempel "Kiel-Hamburg 10.01." und den Ankunftsstempel von Genf vom 12.01., demnach brauchte der Brief bloß 5 Tage um zugestellt zu werden. Der Brief dürfte über Baden weitergeleitet und in Basel die Grenze übertreten haben.

Meine noch offenen Fragen:

1. Kennt jemand die Umrechnung von "Öre" zu "Silbergroschen"?
2. An die Markensammler: Welche Marken wurden hier frankiert?

Ich freue mich auf jeden Fall über diesen wunderschönen Brief und der Einkaufspreis ist schon fast vergessen.

Vorupu-Briefe von Schweden nach Schweiz sind natürlich handverlesen (das gleiche gilt auch für die restlichen skandinavischen Länder), was auch alleine die Tatsache bestätigt, das bisher noch kein ähnlicher Beleg vorgestellt wurde :D

Liebe Grüße

Kevin
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nordlicht

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Friday, May 10th 2019, 5:54pm

Hallo Kevin,

Gratulation zu diesem Brief!
Sehr selten und schön anzusehen - und durchlief sogar meinen Sammelschwerpunkt "Schleswig-Holstein" :D

Bei den Marken müsste es sich um Nr. 8 und 10 handeln (ohne Gewähr).

Viele Grüße
nordlicht

3

Friday, May 10th 2019, 7:27pm

orupu-Briefe von Schweden nach Schweiz sind natürlich handverlesen (das gleiche gilt auch für die restlichen skandinavischen Länder)
Hallo Kevin

Leider habe ich keine Unterlagen für die Umrechnung von Öre zu Silbergroschen oder anders um. Wenn ich etwas finde melde ich mich.

Wenn es um Briefe von Norwegen nach Schweiz zwischen 1855 und 1875 ist es sirka 200 gekannte die alle registriert sind. Sind nicht immer teuer aber einige sind seltener als anderen. Solche Briefe gibt es in alle grösseren Auktionen in Norwegen (die auch nicht so häufig sind) und sind eigentlich nicht schwierig zu finden. Wenn es um die Vormarkenzeit wird es aber etwas schwieriger.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

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4

Friday, May 10th 2019, 7:44pm

... warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ...

Münz Reductions Tabellen

Das Forum hilft überall. ;)
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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Monday, May 13th 2019, 12:20am

Hallo zusammen,

nachdem ich das gesamte Wochenende nicht zu Hause gewesen bin, erst jetzt meine verspätete Antwort.

Im Parallelforum erhielt ich von einem Mitglied die Information, dass 100 Öre umgerechnet 11/1/4 Silbergroschen entsprachen, demnach ergibt sich folgende Umrechnung:

36 Öre = 4,05 Silbergroschen. 2/1/2 Silbergroschen (= 22 Öre) bekam der NDP und 14 Öre behielt Schweden für sich. Von den 2/1/2 Silbergroschen des NDP bekam die Schweiz 1 Silbergroschen (= 3 Kreuzer oder 10 Rappen). Damit ist der Brief geknackt!

@ Nils

Dass etwa 200 Briefe von Norwegen nach Schweiz bekannt sind, verwundert mich ehrlich gesagt etwas, da ich bisher erst einen einzigen Brief von dort in die Schweiz gesehen habe, aber wenn du das sagst, glaub ich dir :D

LG

Kevin

6

Monday, May 13th 2019, 5:11pm

Hallo Kevin

Es gab ein grossen Briefwechsel zwischen Norwegen und Langnau ua.
Die meisten sind dorthin geschickt, sicher fast die Hälfte von gekannte Briefe. Sonst ist es Bern, Zürich, Neuchatel und so weiter.

Viele Grüsse
Nils
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