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Klesammler

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121

Tuesday, April 30th 2019, 3:11pm

.... und hier der angekündigte Beleg, den ich doch schon Ostermontag bekam. Damit konnte ich eine weitere Lücke meiner kleinen Sammlung der Versuchsstempel schließen.

Geschrieben wurde der Brief am 24.2.1825 in Lennep von Jos. Dan. Fuhrmann. Noch am gleichen Tag wurde er zur Post gegeben und bekam den erst im gleichen Jahr angeschafften Versuchsstempel Dk1a LENNEP. Gerichtet war das Schreiben an

Herrn W. H. Kayser
in
Verviers

Notiert wurden auf preussischer Seite 2 Ggr. und in den (damals noch) Niederlanden 5 Stuiver. Interessant ist, das in der Anlage zum Regulativ vom 18.12.1824 bereits von Belgien die Rede ist, obwohl die Trennung offiziell erst 6 Jahre später erfolgte.

Wenn ich es richtig verstehe, geht es um den Empfang von 6115 fl 18 xr.
Den Text werde ich mir in Ruhe ansehen, da ich auf die Schnelle nicht alles verstehe und dann im entsprechenden Thread vorstellen.

Es ist zu ergänzen, daß der Stempel, der laut Feuser erst seit 1825 benutzt wurde, bereits Ende Februar des Jahres unten links eine deutliche Delle aufweist. Kann jemand spätere Abschläge des Gerätes zeigen?

Dieter
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  • Lennep Dk1a 1825-02-24 -1.jpg
  • Lennep Dk1a 1825-02-24 -2.jpg
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122

Tuesday, April 30th 2019, 3:22pm

Lieber Dieter,
So klein scheint ja deine Sammlung jetzt auch nicht mehr zu sein. Glückwunsch zu dem Stempel.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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123

Tuesday, April 30th 2019, 3:35pm

Lieber Erwin,

von den ursprünglich 46 Stempeln fehlen jetzt noch 16, incl. des von dir entdeckten POLCH sind es 17.
Ich habe am Sonntag Philasearch durchforstet. Lediglich in einem Posten bei Pfankuch war ein Stempel Eslohe enthalten.

Dieter

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124

Tuesday, April 30th 2019, 4:07pm

.... und dieser vom Tauschtag Ende März fehlt noch.

Dieses Schreiben wurde am 18.6.1838 verfaßt und bekam noch am gleichen Tag den Dk1a von BOPPARD. Gerichtet war das Schreiben wie in Post #113 an

Herrn
W. J. Wehrfritz
in
Sobernheim

Zu zahlen waren 2 Sgr. Am nächsten Tag wurde der Brief am Zielort ausgegeben, wie der Stempel belegt.

Dieter
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125

Tuesday, April 30th 2019, 5:00pm

Lieber Dieter,

zu #121:

2 Silbergroschen für Preußen und total 5 Stuiver für den Empfänger in den Niederlanden sind richtig.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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126

Tuesday, April 30th 2019, 5:49pm

Lieber Ralph,

ich habe das geändert. Mit Stuiver (Stüber) liege ich auf Kriegsfuß.
Ich bin allerdings sehr erstaunt, daß das Porto nur 2 Sgr betragen sollte. Nach dem seit 1.1.1825 geltenden Regulativ vom 18.12.1824 sollte das Porto im Inland für 15 - 20 Meilen bereits 4 Sgr betragen und 5 Sgr für 20 - 30 Meilen. Die Entfernung Boppard-Verviers bewegt sich in diesem Bereich.

Dieter

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127

Monday, May 13th 2019, 2:02am

... und noch ein Brief aus ERFURT. Verfast wurde das Schreiben am 31.12 1827 beim Königlich Preuß. Landgericht. Allerdings wurde das Schreiben erst am 14.1.(1828 ) an Aufgabeort gestempelt. Gerichtet war der Schriftsatz

An
den Candidat der Rechte
Herrn August Rudolph Dorotheus
Heidenreich
zu
Gotha

4 Sgr 2 Pf sind durch
Postvorschuß ent
nommen

Interessant ist hier der Inhalt:
Sie werden hierdurch aufgefordert, den Lehrschein
des Königl Oberlandes= Gerichts zu Naumburg
über die andere Hälfte der Erbzinsen ....
...... binnen 4 Wochen bei Vermeidung
von Strafverfügungen ..... einzureichen.
Erfurt den 31 December 1827
Königlich Preuß. Landgericht

Die Entfernung von Erfurt nach Gotha im Taxis-Gebiet betrug ca. 3 Meilen. Wie deutet man die Taxen auf Vorder- und Rückseite? Wie baut man darin den Postvorschuß ein?

Der Herr Kandidat hat anscheinend das Studium der Rechte nicht zu Ende geführt. Über ihn selbst habe ich im Internet nichts gefunden. Er scheint aber 1829 eine bekannte, 13 Jahre ältere Ärztin für Geburtshilfe geheiratet zu haben. Später war er laut Eintrag ein Oberstabsarzt beim Militär.
https://www.deutsche-biographie.de/sfz28758.html
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