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921

Wednesday, March 13th 2019, 11:02pm

Ravensburg – Memmingen/19.11.1757

Hier lesen wir ein weiteres Adresszusatz – beim Schiff Wirt.

Die Geschichte geht weiter..Erneut wollte der „Alte“ NZ bei der Johann Adam Seutter einkaufen, aber der Johann Adam Seutter verlangt erst eine Versprechung von NZ und zwar die f 2:15 sollte er nachzahlen.

LG A
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"Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
W. v Humboldt

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922

Thursday, March 14th 2019, 6:17am

Liebe Stara,

solche Briefpaare sind ein Glücksfall - und klasse auch, dass sie fein geschrieben sind, nicht wie so viele andere, bei deren Leseversuch man einen halben Tag frei nehmen muss ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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923

Thursday, April 4th 2019, 9:15pm

Liebe Freunde,

weil eine sehr angenehme Dame dieses Forums, wer wird nicht verraten, Zurückhaltung übte, gelang es mir, diesen hier zu schnappen:

Verfasst in Münchberg am 26.11.1823 von Johann Friedrich Roeßler lief er an Nikolaus Zumstein & Söhne, derzeit in Ulm residierend. Die Absendung dieses Briefes erleichterte die Tatsache, dass er jemanden hatte, der ihn im näher zu Ulm gelegenen Nürnberg als Portobrief aufgabe, wofür die dortige Hauptbriefpostexpedition 6 Kreuzer mit blauer Tinte ansetzte. Bei einer regulären Leitung hätte er dann auch nicht 4 Kreuzer für Württemberg gekostet, sondern deren 2, aber Bayern hat ihn nicht direkt ausgetauscht, sondern wo anders über die Grenze gehen lassen, so dass die Taxispost in Württemberg noch 2 Kreuzer extra kassieren durfte und in summa der Empfänger mit 10 Kreuzern belastet wurde.

Münchberg - Ulm wären 237 km gewesen = gut 36 Meilen und das hätte damals ein Porto von mind. 12 Kreuzern nach sich gezogen (exakt gerechnet sogar 14 Kreuzer, aber man war damals großzügig mit der Vermessung des Königreichs gewesen).

Nürnberg - Ulm waren 141 km gewesen = knapp 19 Meilen, was bei idealer Leitung 8 Kreuzer ergeben hätte. Um auf 6 Kreuzer zu kommen, muss man die Post zu Ungunsten der bayerischen Postkasse schnell nach Württemberg geleitet haben, wodurch sich die kürzere Entfernung für Bayern und die größere für Württemberg ergab. Generös die einen, sparsam die anderen ...
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

924

Thursday, April 4th 2019, 10:05pm

Hallo Ralph

wenn ich denn Deine Beschreibung richtig verstehe, kommt es aber am Ende auf das Gleiche hinaus: entweder BAY 8 + Wuer 2, oder Bay 6 + Wuer 4 Kr. Richtig?

LG Andreas

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925

Friday, April 5th 2019, 8:20am

Hallo Andreas,

ja, völlig richtig perzipiert. Es ist aber erstaunlich, weil wir uns in dieser Periode der Postverwaltungen in einer Zeit befinden, in der man alles Mögliche unternahm, um möglichst lange auf eigenem Territorium zu leiten, also viel Porto heraus zu holen, und die andere Seite eher vernachlässigte.

Aber es konnte ab und zu vorkommen, dass die Leitung so schnell für die kurze Strecke war, dass man diese generellen Überlegungen hintan gestellt hat und das tat, was für uns heute selbstverständlich ist - zack und weg. Ich fürchte nur, dass es nicht wirklich viele Briefe aus dieser Zeit (1810er bis 1820er Jahre) gibt, bei denen man das so dezidiert nachvollziehen kann.

"On top" dann noch die Kuvertierung und "on double-top" ein Brief an Zumstein, der mal nicht nach Kempten lief, dazu, wie ich finde, nicht übel aussehend ... ;)
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

926

Saturday, April 6th 2019, 7:45pm

Hallo Ralph

toll sieht er auf jeden Fall aus!
Sicher auch interessant die Frage des Leitweges, vielleicht war ja irgendwo Hochwasser die Tage, so hat man bevorzugt umzuleiten. Aber das werden wir nie wissen :)

LG
Andreas

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927

Saturday, April 6th 2019, 7:51pm

Hallo Andreas,

ja, die Imponderabilien der Tage nach der Postaufgabe heute zu eruieren wäre sicher ein vielabendlichen Unterfangen, dessen (positiver) Ausgang ungewiß sein dürfte.

Es ging mir aber a priori um die Darstellung des Regelfalls und - hier - der Ausnahme. Da muss man schon froh sein, dergleichen überhaupt einmal zeigen zu können.

Off topic: Ich habe tatsächlich einen innerpostalischen Beleg (von 1868 wenn ich nicht irre), in dem ein Versäumnis nach schleuniger Zustellung durch Hochwasser und Brückeneinsturz dokumentiert wurde, um so die verspätete Zustellung zu erklären. Finde ich toll!
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

928

Saturday, April 6th 2019, 8:05pm

Hallo Ralph

absolut reizvoll!
Brueckeinsturz sogar... muss man sich vorstellen ... Naja, letzte Woche war ich in Genua, von wegen Brueckeinsturz und so...

LG
Andreas

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929

Saturday, April 6th 2019, 8:53pm

... Genova ist Tragik, bayerisches Hochwasser ist Postgeschichte!
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

930

Tuesday, April 30th 2019, 5:06pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Brief aus Intra am Lago Maggiore (Piemont) vom 23. Juli 1796, der nach Mailand gebracht
und dort mit den Mailänder Boten nach Chur (Graubünden) gebracht wurde (12 Kreuzer
vermerkt). Wahrscheinlich zweite Gewichtsstufe, denn die normale Gebühr von Mailand
nach Chur waren 8 Kreuzer. Ich denke, daß dann bis Feldkirch weitere 2 Kreuzer - und von
da bis Kempten nochmal 3 Kreuzer anfielen, so daß der Empfänger 17 Kreuzer Porto zahlte.




Beste Grüße von VorphilaBayern
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