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nordlicht

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161

Saturday, November 25th 2017, 5:17pm

Hallo bayern klassisch,

das erscheint mir auch die plausibelste Erklärung zu sein.
Obwohl ich nicht so sicher war, dass "dieselbe Hand wieder strich", weil der Blauton der Tinte leicht unterschiedlich aussieht.

Mal sehen, ob sich ein Brief aus Sachsen (oder Preußen) aus dieser Zeit finden lässt, der ein richtiges Porto von "5 1/2" zeigt. Wäre interessant zu wissen, von welcher Destination die Aufgabepost zuerst ausging ...

Viele Grüße
nordlicht

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162

Saturday, November 25th 2017, 5:30pm

Hallo Nordlicht,

das mit dem Farbton bei Tinte ist so eine Sache - neue Tinte nachgefüllt, leicht anderer Ton; etwas mehr Druck - Tinte wird heller; etwas weniger Druck auf der Feder - Tinte wird dunkler.

Was hätte denn ein Brief nach Lauenburg bzw. M-Schwerin gekostet?
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

nordlicht

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163

Saturday, November 25th 2017, 10:48pm

Was hätte denn ein Brief nach Lauenburg bzw. M-Schwerin gekostet?
für Lauenburg galt auch der preußisch-dänische Postvertrag und nach Mecklenburg-Schwerin der Postvereinstarif. Für beides kann keine "5 1/2" als Taxe herauskommen ...

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164

Sunday, November 26th 2017, 9:44am

Hallo Nordlicht,

ich meine bei einem Portobrief die heimische Währung; bei M-Schwerin wären es glaube ich 6 1/2 Schillinge gewesen, bei Lauenburg weiß ich es nicht (rechneten die nicht in lübbischen Schillingen?).
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

nordlicht

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165

Sunday, November 26th 2017, 11:45am

Moin,

in Lauenburg wurde in Schilling L.M. (Lauenburgische Münze) gerechnet, der sich wie der Mecklenburgische Schilling verhielt.
Aber die erste Taxierung nach der Aufgabe wäre doch ohnehin nicht in heimischer Währung des Ziellandes erfolgt, sondern in heimischer oder Vertragswährung des Absenders und dann auch nur in Höhe des eigenen Anteils an der Gesamttaxe.

Viele Grüße
nordlicht

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166

Sunday, November 26th 2017, 10:37pm

Moin Nordlicht,

dann weiß ich auch nicht, wie ich diese Gebühr interpretieren soll. Grote können ja nicht gemeint sein und andere norddeutsche Währungen außer Schillingen fallen ja eh flach.
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

nordlicht

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167

Sunday, December 23rd 2018, 1:04pm

Holstein - Mecklenburg-Schwerin 1866

Hallo allerseits,

nach dem Postvertrag zwischen Dänemark und Mecklenburg-Schwerin, der für Schleswig-Holstein (anfänglich) weiter Gültigkeit hatte, betrug die Taxe zwischen Segeberg und Ludwigslust 2 Silbergroschen (jeweils 1 Silbergroschen holsteinischer und mecklenburgischer Anteil).

Der Brief wurde mit 2 1/2 Schilling leicht unterfrankiert (2 Silbergroschen = 2 2/3 Schilling), aber nicht beanstandet.

Solche (Unter-)Frankaturen sieht man gar nicht so selten - die einen wurden nachtaxiert, andere nicht. Daher habe ich mich gefragt, in wessen Ermessen das eigentlich lag.
Hatte i.d.R. das Aufgabe-, das Grenz- bzw. Austausch- oder das Abgabepostamt ein fehlendes Porto zu notieren?
Und hätte dieses Porto dann an die absendende Postverwaltung zurückfließen müssen?

Insbesondere in letzterem Fall kann ich mir gut vorstellen, dass man sich diese Mühe bei kleinen Beträgen überlegt hat ...

Viele Grüße
nordlicht
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168

Sunday, December 23rd 2018, 2:48pm

Hallo nordlicht,
.
ich bin immer wieder begeistert von der schlichten Schönheit der SH-Ausgaben, so auch hier. Eigentlich solltedie Aufgabe von Nachtaxierungen unzureichend frankierter Sendungen bei der absendenden Postverwaltung liegen, welche die Forderung dem Zielland gegenüber dann in den Briefkarten geltend gemacht haben müsste. Deswegen wird der eine oder andere da wohl bei geringeren Beträgen gemeint haben, die Kirche im Dorf zu lassen. Wenn es nachtaxierte Belege gibt, dann kann ich mir vorstellen, dass es selbst bei jenen nicht immer so einfach sein wird festzustellen, wer die Nachtaxierung überhaupt durchgeführt hat. Da wird es langfristig wohl auf den Vergleich Schrift, Farbe, Schreibgerät ankommen.
.
Viele Grüße !
.
vom Pälzer

169

Friday, March 1st 2019, 7:15pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgenden Wert- und Auslagenbriefhülle aus Glückstadt (Schleswig-Holstein)
nach Nürnberg (Kgr. Bayern) als Militaria vom I. Bataillon von Schleswig-Holstein
in Glückstadt.
Laut Handbuch von Wigand Bruns "Altdeutschland Fahrpostbriefe 1824 - 1874" steht
bei Schleswig-Holstein folgendes:
1850 - 1852 Erste Aufgabezettel ohne Ortsangabe für den Begleitbrief;
1852 - 1864 Dänische Posthoheit, keine Paketaufgabezettel;
u.s.w.
Der Brief ist also aus dem Zeitraum von 1850 bis 1852.
Inliegend waren 5 Mark Courant und 14 Schillinge Courant.
Auslagen waren 2 Silbergroschen, wenn ich es richtig deute.


Beste Grüße von VorphilaBayern
VorphilaBayern has attached the following images:
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nordlicht

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170

Saturday, March 2nd 2019, 8:23am

Moin,

nach der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (ab 1848 ) wurde die Postverwaltung modernisiert. Dabei wurden zum 1.1.1850 auch Paketbegleitzettel eingeführt (hatte man sich bei Preußen abgeguckt). Nachdem Dänemark wieder am Ruder war, wurden diese abgeschafft. Insofern liegt Wigand Bruns (natürlich) richtig.

Da Schleswig-Holstein seine Armee im Januar 1851 auflöste, vermute ich, dass der Brief aus 1850 stammt.
Dann passt er zwar nicht mehr in die DÖPV-Zeit, aber das macht ihn nicht weniger interessant!

Danke für's Zeigen!
Viele Grüße
nordlicht

171

Saturday, March 2nd 2019, 10:47am

Hallo nordlicht,

herzlichen Dank für diese interessanten Ergänzungen
und zur Datierung.



Beste Grüße von VorphilaBayern

Klesammler

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172

Saturday, March 2nd 2019, 10:48pm

Hallo zusammen,

warum wurden aus den 2 Sgr = 7 xr nun 15 xr? Ist das der Portoanteil, den Bayern beanspruchte?
Was bedeutet die doppelt unterstrichene 11 rechts oben? Die Farbe ist die gleiche wie bei der Streichung der 2 Sgr und den 7 xr.

beste Grüße

Dieter

nordlicht

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173

Sunday, March 10th 2019, 2:25pm

Hallo,

die Taxierung des Briefes erschließt sich mir leider nicht.
Die 2 Sgr = 7 Kreuzer halte ich für die Gebühr der Wertsendung. Bei den 11 Kreuzern habe ich zuerst an das taxissche Transitporto zwischen Hamburg und Bayern gedacht, aber es müsste bei diesem schwereren Brief nicht ausgereicht haben. Und es stellt sich auch die Frage, ob der Brief zumindest teilweise als gebührenfreie Feldpost lief.

Viele Grüße
nordlicht