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101

Friday, October 26th 2018, 6:45pm

Hallo Ralph,

das leuchtet mir ein. Nachdem Baden mit der Schweiz abrechnete, wurden die 20 Kr. auch von Baden angeschrieben.
Nun zeige ich nochmals einen Brief aus Warschau nach Wohlen vom 6.1.1860, der wahrscheinlich aufgrund seiner wässrigen Tinte im sächsischen Wehlen landete.
Polen belastete wieder 3 Sgr., die Preußen mit dem Vereinsporto auf 6 Sgr. erhöhte.
Nachdem der Irrtum bemerkt wurde, ist der Brief wieder nach Preußen zurück geschickt worden, u.a. mit der Bahnpost Görlitz - Kohlfurt. Nachdem auf der Rückseite wieder die badische Bahnpost gestempelt hat, dürften auch dort die "20" Kr. angeschrieben worden sein. Gesamtporto in der Schweiz wiederum 80 Rappen.
Kannst du bitte den rückseitigen Vermerk für mich "übersetzen"?

Grüße von liball
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102

Friday, October 26th 2018, 6:56pm

Hallo Karl,

ein Traumbrief!

Adressat ist in Stadt - so wie auch in Dorf Wehlen nicht befindlich
H ...... Briefträger

Den Namen kannst du sicher eher lesen, als ich, weil der Stempel ungünstig durchschlägt ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

103

Friday, October 26th 2018, 7:15pm

Hallo Ralph,

vielen Dank für deine Hilfe!!

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104

Friday, October 26th 2018, 7:24pm

... für dich immer und sehr gern. :)
Liebe Grüsse vom Ralph

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105

Sunday, December 9th 2018, 9:45am

Teilfrancobrief 1822 Rußland-Schweiz

Ich möchte mich ganz herzlich für die sehr nette Aufnahme im Forum bedanken und gleich einen Brief zur Diskussion stellen. Problem ist für mich die Interpretation der schweizerischen Taxen. Der Brief ist für Rußland-Preußen ein Vorvertragsbrief. Er ist bis zum bayerischen Postausgang in Lindau mit 64 preußischen Groschen = 16 gute Groschen bezahlt (siehe Rückseite). Er war von Preußen gemäß PV Bayern-Preußen von 1816 über Bayern (Hof) zu leiten, wofür Preußen an Bayern 16 Kreuzer Transit = 4 gute Groschen vergütet hat, die vorderseitig links unten angeschrieben sind. So weit so klar. Lt. Richard Schäfer Auslandspostverkehr Schweiz...1798 bis 1850 (1) und lt. der Kantonalpostverträge Bayerns von 1809 müsste der Brief nach Lausanne (Kanton Waadt) über Zürich gelaufen sein. Nach (1) erhält Zürich dafür 6 Kreuzer. Taxiert sind aber 8 (Kr). Kommt zu den 6 noch eine Inlandstaxe Zürich von 2 Kr. dazu? Die Taxe 20 interpretiere ich als Gesamttaxe bis Waadt, dann wäre 20-8=12 Kr. das Porto von Zürich bis Waadt (welcher Transportweg? Wer bekommt das ?) und schließlich die wäre die 26, die Gesamttaxe bis Lausanne, davon 6 Kr. innerhalb Waadt für dritte Entfernungsstufe > 18 dortige Meilen, also > ca. 86 km nach (1). Soweit meine Thesen. Aber vielleicht ist es ja ganz anders? Weiß jemand Bescheid?
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  • 1822 aus Petersburg i.d.Schweiz, Rüs.jpg

This post has been edited 2 times, last edit by "prussian" (Dec 9th 2018, 10:34am) with the following reason: hab noch Probleme mit der Software, zu früh abgesandt, sorry. Jetzt auch noch die Vds. 2mal geschickt, die RüS aber garnicht. Bitte die beiden ersten Versuche ignorieren.


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106

Monday, December 10th 2018, 3:56pm

... ich sehe den Brief so richtig beschrieben. Noch etwas zur Währung in Lausanne:

1 Lausanne Gulden = 40 Schillinge = 60 Kreuzer.
Liebe Grüsse vom Ralph

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107

Friday, February 15th 2019, 1:35pm

Hallo,

bei diesem Brief aus Plock nach Dörfli bei Davos im schweizer Kanton Graubünden ist mir der Laufweg nicht ganz klar.
Auf der Rückseite wurde der Stempel GRANICA abgeschlagen. Dies war der Grenzort von Polen nach Österreich. Als Leitweg wurde auf dem Brief auch über Krakau und Wien angegeben. Nun könnte man davon ausgehen, dass der Brief nun weiter nach Wien gelaufen wäre.
Was mich jedoch irritiert ist der rote Herkunftsstempel AUS RUSSLAND. Dieser Stempel wurde im preußischen Eisenbahn-Postamt V benutzt. Dies war die Strecke von Myslowitz und Oderberg nach Breslau.
Dies deutet daraufhin, dass der Brief Wien nie gesehen hat, sondern über Breslau und Berlin in die Schweiz gelaufen ist. Oder habe ich etwas übersehen?

Grüße von liball
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108

Friday, February 15th 2019, 6:51pm

Hallo Karl,

von wann soll er denn sein?
Liebe Grüsse vom Ralph

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109

Saturday, February 16th 2019, 8:24am

Hallo Ralph,

leider ist der Umschlag nicht datiert.
Ich vermute, dass der Brief aus dem Jahr 1853 ist, nachdem das schweizer Porto ab 1853 90 Rappen (II. Rayon) beträgt und dieser preußische Herkunftsstempel lt. dem Feuser-Handbuch ab 1854 in schwarz abgeschlagen wurde.
Wenn der Brief über Österreich in die Schweiz gelangt wäre, dann hätte das schweizer Porto nur 80 Rappen (II. Rayon) betragen.

Grüße von liball

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110

Saturday, February 16th 2019, 9:14am

Hallo Karl,

ich denke, dass der Brief über Preussen lief, weil die Leitung über Österreich aus den von dir angegebenen Daten 1853-54 wenig bis keinen Sinn gemacht hätte, denn die Eisenbahnen waren allesamt noch nicht fertig, als dass dies eine gangbare Alternative hätte sein können.

Das gänzliche Fehlen von siegelseitigen Bahnpoststempeln deutet m. E. sehr auf eine Leitung aus dem Jahr 1854 hin, weil bis März/April 1854 die Bahnpoststempel wegen einer älteren Kartierung noch hätten zu sehen sein müssen.

Er sollte also von Preussen via Bayern gelaufen sein - Leipzig - Plauen - Bamberg - Nürnberg - Augsburg - Kempten - Lindau und dann über den See weiter in die CH. Die bayer. Post hatte ja nach dem 1852er Vertrag die Leitung aus dem DÖPV nach dem östlichen Teil der Schweiz = Graubünden zuerkannt bekommen.

Dächte ich im Ausschlußverfahren, wäre es logisch, zumindest einen Bahnpoststempel Badens zu sehen, den ich vermisse und Württemberg war noch nicht so weit, sein Bahnpostnetz an internationale Leitungen anzudocken.
Liebe Grüsse vom Ralph

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111

Saturday, February 16th 2019, 10:01am

Hallo Ralph,

vielen Dank für deine Erläuterungen.
Die rückseitig angeschriebenen 9 Kr. dürften der russische Anteil sein (PV Österreich-Russland). Stand Österreich auch der Postvereinsanteil von 3 Sgr., gesamt somit 6 Sgr. zu, da Österreich das Postvereinseingangsland war?

Grüße von liball

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112

Saturday, February 16th 2019, 10:06am

Hallo Karl,

ich denke schon.
Liebe Grüsse vom Ralph

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113

Friday, February 22nd 2019, 1:37pm

Hallo Ralph,

ich hätte noch eine Frage zum Brief aus Plock unter #107.
Wer schrieb die schwarze 6 rechts neben der blauen 20 an? Diese Praxis ist bei Portobriefen bis 1856/57 zu beobachten.
Ich gehe davon aus, dass es die Schweiz war, denn das Porto in den 2. Rayon lag bei 6 Kr. = 20 Rappen. Das Gesamtporto liegt bei 90 Rappen (Russland: 11 Kr. = 40 Rappen, Postverein: 9 Kr. = 30 Rappen). Nur macht es Sinn, dass die Schweiz noch Kreuzer anschreibt, da ab 1852 in Rappen gerechnet wurde.
Auch im Postverein könnten 6 angeschrieben worden sein (Forderung gegenüber der Schweiz 6 Sgr.). Aber in dieser Farbe halte ich es für ausgeschlossen.

Grüße von liball

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114

Friday, February 22nd 2019, 3:34pm

Hallo Karl,

ich denke, dass es Bayern war. Schwarze Tinte gab es in der CH und Preußen kaum, aber die bayer. Bahnpost schrieb immer in schwarzer Tinte.
Liebe Grüsse vom Ralph

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115

Saturday, February 23rd 2019, 9:45am

Hallo Ralph,

ich habe bei Delcampe aus dem Jahr 1856 einen Brief gefunden, der eine ähnliche schwarze Taxierung hat, diesmal 3 Kr. (für den 1. Rayon). Er dürfte meine These stärken, dass diese schwarzen Ziffern in der Schweiz angeschrieben wurden, da es meines Erachtens keinen Sinn macht, ob in Baden oder Bayern eine 3 anzuschreiben.

Grüße von liball
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116

Saturday, February 23rd 2019, 10:34am

Hallo Karl,

damals hat die CH mit Rötel die 3 vermerkt. Die schwarze 3 könnte bei dem Brief von Baden sein. Später hat Baden dann praktisch alles in blauer Tinte notiert, soweit die Bahnpost involviert war.
Liebe Grüsse vom Ralph

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