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1

Sunday, April 15th 2018, 12:39pm

Zwangs-Mischfrankatur für Drucksachen im Zeitraum 1.7.-9.8.1954

hallo zusammen,

ursprünglich wollte ich das Thema im Hauptthread mit bearbeiten. Im Detail zeigen sich dann aber doch manche Unterschiede.

Auf die Portoerhöhung für Drucksachen am 1.Juli 1954 wurde mit einer Ganzsachenkarte mit dem 4Pf. Wertstempel der Bauten (II)-Serie (Mi-Berlin-112) und (privatem/amtlichen) Zudruck hingewiesen.



Im Juni 1954 konnte eine Inlandsdrucksache bis 20gr. mit folgenden Briefmarken von Berlin frankiert werden:



Zum 1.7.1954 erfolgte eine Portoerhöhung auf 7Pf für Drucksachen, jedoch gab es keine Briefmarken in dieser Wertstufe. Die Frankierung musste durch eine Kombination folgender Werte dargestellt werden:



Da sich die 1Pf. Bauten-Marke mit 4Pf., 5Pf. und 6Pf. Werten kombinieren ließ, ergaben sich 11 verschiedene Mischfrankaturen und die Mehrfachfrankatur der 1Pf. Bautenmarke. Insgesamt waren es 12 Kombinationsmöglichkeiten von Berliner Briefmarkenwerten im Juli/August 1954. Natürlich war auch die Verwendung von Briefmarken der BRD, sowie Freistempel, Bar- und Teilbarfrankaturen möglich.

Erst nach 6 Wochen erschien am 10.8.1954 die 7Pf. Marke der Berliner Bauten (III)-Serie. Und diese in ungewöhnlicher blaugrüner Farbe, anstelle der üblichen brauen Farbe für Inlands-Drucksachen sowie unverändertem Motiv der Ausstellungshallen am Funkturm; sie erhielt die neue Inschrift "DEUTSCHE POST BERLIN".



besten Gruß
stampmix

This post has been edited 3 times, last edit by "stampmix" (Nov 25th 2018, 6:02pm)


2

Sunday, April 15th 2018, 7:41pm

hallo zusammen,

die einfachste Möglichkeit der Kombination waren die 1Pf. und 6Pf. Bauten-Marke; der Reichstag und das Brandenburgertor. Auf Firmenumschlag des Strickwarenherstellers Fred Reiwald.



Drucksache am 21.7.1954 nach Cham gesandt, mit der 1Pf. und 6Pf. Marke der Bauten (I) frankiert und durch den Maschinenstempel (1) BERLIN-SPANDAU 1 entwertet.

besten Gruß
stampmix

3

Monday, May 14th 2018, 8:09pm

hallo zusammen,

dumm gelaufen. Da bestellt man Privatganzsachenkarten mit dem Werteindruck der 4Pf-Bautenmarke anläßlich der Wahl des Bundespräsidenten in Berlin am 17.Juli 1954 - und dann ändert die Post einfach kurz zuvor den Drucksachentarif. Und so musste die Privatpostkarte zur postalischen Verwendung mit 3Pf. auffrankiert werden.



Privatganzsachenkarte zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin am 17. Juli 1954 mit Werteindruck der 4Pf. Bautenmarke II (Mi.112). Tarifgerecht auffrankiert mit 3 mal 1Pf.Bautenmarke und entwertet mit dem Sonderstempel (1) BERLIN-CHARLOTTENBURG 9 / BUNDESVERSAMMLUNG IN BERLIN 17.Juli 1954 * . Gesandt an Walter Beckhaus, der damals im BGSV für die "Materialbeschaffung" zuständig war.

mit bestem Gruß
stmpmix

This post has been edited 2 times, last edit by "stampmix" (May 14th 2018, 8:40pm)


4

Sunday, July 8th 2018, 1:57pm

hallo zusammen,

nein, es gab keine Berliner Ausgabe der Heuss-Marken. Sowohl Absender, als auch Empfänger sind dem philatelistischen Umfeld zuzuordnen. Und so wundert es auch nicht, dass die Heuss-Marken der BRD auf einem in Berlin aufgegebenden Brief Verwendung fanden.



Drucksache am 20.7.1954 in Berlin aufgegeben und nach Bad Ems gesandt. Die Entwertung der Buntfrankatur mit 2Pf. und 5Pf. Heussmarken auf dem Umschlag der Nationalen Postwertzeichen-Ausstellung Berlin 1954 erfolgte durch den Maschinenwerbestempel "Besucht die NATIONALE POSTWERTZEICHEN-AUSSTELLUNG BERLIN 1954 / 4.-8.AUGUST".

...

Anläßlich der Nationalen Postwertzeichen Ausstellung Berlin 1954 wurde ein 79 seitiger Katalog mit interessanten Fachartikeln herausgegeben.

besten Gruß
stampmix

5

Monday, January 7th 2019, 9:58pm

hallo zusammen,

wer kennt ihn noch? Der Verrechnungsscheck, häufig nicht eingetütet, sondern offen als Drucksachenkarte versandt.



Verrechnungsscheck als Drucksache am 22.7.1954 innerhalb Berlin versandt und mit den Berliner Bautenmarken portorichtig frankiert.

besten Gruß
Michael

6

Monday, January 7th 2019, 10:14pm

Hallo stampmix,
.
angesichts der w.o. - mit schönen/interessanten Belegen - dokumentierten Tatsache der Verwendung von Marken der Deutschen Bundespost in Berlin: Wäre in der Konsequenz eine - hinreichend erkennbare - Bedarfsverwendung dieser Konstellation dann schon als eine Rarität zu bewerten, d.h. auch später ?
.
Viele Grüße
vom Pälzer

7

Monday, January 7th 2019, 10:35pm

hallo Pälzer,

schwer zu finden sind die Belege dieser Periode allesamt, die Berliner noch mehr als die Bundesdeutschen. Da keine Auktionsware bleibt nur die 1€-Kiste oder gelegentlich die Bucht. Im Schnitt findet etwa ein Beleg pro Monat zu mir. Einen lupenreinen Bedarfsbeleg der PH-Heuss-Marken, in dieser Periode in Berlin aufgegeben, habe ich noch nicht gefunden; aber 2019 ist noch jung :rolleyes: . Der Kaufpreis liegt fast immer im einstelligen Bereich - es ist also noch viiiel Luft nach oben. Sollten sie mal Auktionsware werden, ist mein Ruhestand finanziert 8) .

Damit es nicht so bildlos bleibt:



Stempelbeleg der Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften Berlin am 18.7.1954 als Drucksache nach Karlruhe gesandt und mit Mi.125-177 frankiert.

besten Gruß
Michael

8

Monday, January 7th 2019, 10:40pm

Hallo stampmix,
.
ok, also sagen wir bspw. mal den Adenauerblock der Deutschen Bundespost von 1968 von Berlin nach Westdeutschland im Bedarf gelaufen ist keine Besonderheit, eher dann nur die Heuss-Ausgaben von Berlin nach Westdeutschland ?

Grüße !
vom Pälzer

9

Monday, January 7th 2019, 10:56pm

hallo Pälzer,

ich denke mal, Anfang der 50er Jahre ist eine Berlin-Verwendung von Bundmarken eher die seltene Ausnahme. Ein Indiz könnten die bemerkenswert hohen Auktionserlöse von sauber gestempelten Bund-Marken mit Berliner Stemepl sein, die oftmals ein zigfaches der Michel Notierung erreichen. Meiner Einschätzung nach dürfte sich das ab Mitte der 50er Jahre aufgrund der professionellen Marktversorgung ausgeglichen haben und ab den 60ern würde ich nur wegen der Berlinverwendung keinen Zuschlag mehr annehmen.

besten Gruß
Michael

10

Monday, January 7th 2019, 11:13pm

Hallo stampmix,
sehr interessant, ich halte dann jetzt mal Augen für Dich mit auf.
Viele Grüße
vom Pälzer

11

Tuesday, January 8th 2019, 3:05pm

hallo Pälzer,

zum Abschluss dieses Exkurses möchte ich auf ein kleines und feines Sammelgebiet aufmerksam machen:

Die Briefmarken der Französischen Besatzungszonen waren ab 27.10.1949 in Berlin frankaturgültig - die Dauerserien bis 31.12.1949 und die späten Sondermarken bis 30.3.1950.
Die betreffenden Belege erreichen beachtliche Auktionsergebnisse, sind jedoch zumeist philatelistisch inspiriert.

zum Glück nicht meine Baustelle :D
Michael

12

Friday, February 8th 2019, 6:52pm

hallo zusammen,

dank einer crossover-Frankatur konnte man die ehemals ausreichende 4Pf. Heussmarke mithilfe der 1Pf. Berliner Bautenmarken zum aktuellen Drucksachenporto aufwerten :)

Verwendet am 17.Juli 1954. Wir erinnern uns? Und so entstand eine lupenreine Bedarfsfrankatur ;(



Drucksache am 17.7.1954 in Berlin-Steglitz aufgegeben und nach St.Tönis gesandt. Frankiert mit der 4Pf Heussmarke und drei 1Pf. Werten der Berliner Bautenserie.

besten Gruß
Michael