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  • "bayern klassisch" started this thread

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1

Friday, April 6th 2018, 9:13am

Brustschild - Belege in die Schweiz

Liebe Freunde,

nicht mir, aber sicher ein Unikat - bitte den Text zu lesen und dazu fügen darf ich noch die Info, dass bei der Versendung als Wertbegleitadresse keine Wertversicherung (bis Fr.100.-) berechnet wurde.
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Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

woermi

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2

Saturday, April 7th 2018, 3:34pm

Offensichtlich bist du ein echter Schweiz Spezialist ;)

Anbei ein Wertbrief in die Schweiz.
woermi has attached the following image:
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„Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“

– Ernest Shackleton

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3

Saturday, April 7th 2018, 6:27pm

Lieber Markus,

ich bin von einem Schweiz - Spezialisten so weit entfernt, wie du von einem schlechtem Wiener Schnitzel. :D :D

Und du hast wieder ein Zauberstück ausgepackt ... :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

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4

Monday, January 28th 2019, 8:51pm

Guten Abend allerseits,

da ich nun in den philaseiten wieder aktiv bin, stelle ich meine neuen Belege doch auch mal hier vor und fange erst einmal mit einem einfachen Brief an, der natürlich nicht annähernd den beiden Belegen davor das Wasser reichen kann
:D

Aufgegeben wurde der Brief am 29.11.1872 in "Leipzig Postamt N°2" und adressiert nach Thalwil bei Zürich.
Siegelseitig finden wir einen Transitstempel von Zürich (30.11.) und den Ankunftsstempel von Thalwil vom 01.12.1872.

Zur Frankatur verwendete man 2x Mi.Nr.19, 1 Groschen "Adler mit großem Brustschild", also insgesamt frankogerecht 2 Groschen laut dem Postvertrag vom 01.09.1868 bis zum 30.06.1875 zwischen dem Norddeutschen Bund und der Schweiz.

Ich habe mal spaßeshalber etwas über den Schreiber und den Empfänger des Briefes recherchiert und konnte folgendes finden:

Leon Rosenzweig wurde am 29.07.1840 in Czernowitz (Ukraine) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er arbeitete zunächst einige Zeit selbst als Kaufmann in Bukarest, bevor er 1871 nach Czernowitz zurückkehrte und dort eine Bank eröffnete. Während seiner Zeit als Kaufmann machte er viele Geschäftsreisen nach Deutschland, England und Frankreich und Italien. Neben seiner Tätigkeit als Kaufmann verfasste Rosenzweig zudem Lustspiele und "Dramatische Sprichwörter" 1864 sowie 1865 in Leipzig über den Verlag Fritsch und Theile. Später ergänzte er seine Werke um Novellen und Humoresken. Einerseits war Leon Rosenzweig ein typisches Beispiel für die Schicht emanzipierter bildungsbürgerlicher Juden und andererseits produzierte er als einer der frühesten jüdischen Autoren deutschsprachige
Kleinepik und dramatische Literatur, die wiederum beispielhaft für die Nachahmung zeitgenössischer deutscher Trivialliteratur in der Bukowina (Buchenland) ist.


Der Empfänger war kein geringerer als das Unternehmen "Schwarzenbach & Landis".

Die Robert Schwarzenbach & Co AG wurde 1829 in Thalwil (Kanton Zürich) gegründet und stellte Seidenstoffe her. 1928 war Schwarzenbach mit 28'000 Angestellten und einem Umsatz von 267 Millionen Schweizer Franken das grösste Textilunternehmen der Welt, wobei ein Grossteil des Umsatzes in den USA erzielt wurde. 1829 machte sich Johannes Schwarzenbach-Landis (1804–1861) als Seidenfabrikant selbständig. 1832 gründete er zusammen mit seinem Vater Joseph Schwarzenbach-Kölliker und seinem Schwager Jakob Näf-Schwarzenbach die Seidenweberei Näf & Schwarzenbach mit Geschäftssitz im Ägertli, Gemeinde Thalwil. Der neue Geschäftssitz in zwei Wohnhäusern (Ferggstube) an der Seestrasse wurde 1846 mit einer Seidenwinderei und -zwirnerei erweitert. 1874 wurden 633'240 Laufmeter Seidenstoffen im Verkaufswert von 2,2 Millionen Franken produziert und verkauft. Eigene Verkaufsbüros wurden ab 1877 in London, Lyon, Berlin, New York, Como und Mailand gegründet.

Auf dem linken Bild sieht man Robert Schwarzenbach und rechts die Seidenweberei Schwarzenbach um 1920.

Wer Interesse an diesem Thema hat, einfach den untenstehenden Links folgen.


https://books.google.de/books?id=T6KFN40…leipzig&f=false

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schwarzenbach_%26_Co



Liebe Grüße


Kevin
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