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Minimarke

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41

Sunday, October 29th 2017, 9:39am

I. Kontrollratsausgabe 84 Pfennig

Auf Einschreiben gestempelt Günzburg 20.11.47 17-18, aus der Postablage Mindelaltheim.
Ich bin mir sicher das 99% aller Sammler diesen Stempel auf loser Marke als sehr falsch verdächtigt einstufen, inklusive mir.
So aber auf Einschreibebrief mit Ankunftstempel aus meiner Sicht über alle Zweifel erhaben!
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Grüße aus Bempflingen
Ulrich

Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

42

Tuesday, November 21st 2017, 12:02am

To Sweden but...

Hallo,

A little mistake here.. 8)

Foreign 80 Pfg rate for the period. Landed in Chicago, USA! No return so..

That's a nice example.

Best regards

Sylvain
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Erdinger

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43

Monday, March 5th 2018, 3:54pm

Verehrte Freunde,

es gibt Dinge, von denen man eigentlich glaubt, dass es sie nicht gibt. Bis einem dann Wolfgang Lang auf der Messe in München genau so ein Ding hinlegt. Ende März und Anfang April 1948 müssen in Erding die Paketkarten ausgegangen sein, jedenfalls griff man in diesem Fall auf eine 12-Pfg.-Arbeiter-Ganzsache zurück, strich oben den Vermerk "Postkarte" und schrieb "Paketkarte" darunter (jetzt unter dem Paketzettel verschwunden). Der Wertstempel wurde bei der Frankatur nicht angerechnet. Keine Ahnung, wie man das abrechnungstechnisch rechtfertigte.

Auch wenn die Marken durch Randklebung gelitten haben, ist das doch insgesamt ein interessantes Stück. Zusammen mit einer weiteren Paketkarte vom April 1948, für die ein Notpaketkarten-Doppel als Unterlage herhalten musste, ergibt das sicher einmal eine interessante Albenseite.

Viele Grüße aus Erding!
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Achter Kontich wonen er ook mensen!

44

Tuesday, March 6th 2018, 7:36am

hallo Erdinger,

Glückwunsch zu dem spannenden Teil. Paketkarten sind jetzt nicht meine Baustelle und daher möchte ich dich fragen, was für eine offizielle "Umwidmung" der Postkarte spricht? Durchgestrichen und handschriftlich "Paketkarte" darunterschreiben spricht doch eher für eine private, zumindest improvisierte "Umnutzung". Wäre damit auch der Verfall des Wertstempels erklärbar?

besten Gruß
stampmix

Erdinger

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45

Tuesday, March 6th 2018, 10:29am

Hallo stampmix,

für eine offizielle Umwidmung spricht, dass eine Paketkarte ein Begleitdokument zum eigentlichen Poststück war, das den Postweg mitmachte und auf dem die ordnungsgemäße Übergabe an den Empfänger dokumentiert wurde. Ohne Paketkarte im Amt keine Aushändigung an den Adressaten! Die Karte wurde für Revisionszwecke daher auch archiviert, bevor sie nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist der Vernichtung anheim fiel (was aus philatelistischer Sicht hier zum Glück nicht passiert ist).

Der gewöhnliche Postkunde dürfte auch kaum gewusst haben, welche Textbestandteile eine Paketkarte enthalten musste, sprich: wie er ein Provisorium hätte gestalten müssen. Wenn es ein Selbstbucher gewesen wäre, trüge das Stück einen entsprechenden Paketzettel.

Aus gleicher Quelle habe ich eine reguläre Paketkarte vom Februar, gleicher Absender, gleicher Adressat. Sonst hätte ich Zweifel an der Authentizität gehabt ...

Viele Grüße aus Erding!
Achter Kontich wonen er ook mensen!

oisch

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46

Wednesday, December 19th 2018, 10:39am

Guten Morgen,

da sich keiner in der Familie an philatelistische Geschenke heranwagt, muss man sich eben selbst beschenken, zum Beispiel mit einem R-Brief der Gewichtsstufe II mit Rückschein von Aschaffenburg nach Passau an den bekannten Brauereibesitzer und Briefmarkenprüfer Eduard Peschl (Prüfgebiete: Deutsches Reich Mi.-Nr. 98 - 337 - Inflation, Dienstmarken - Deutsches Reich Mi.-Nr. 16 - 98 ).

Portogerecht frankiert mit einem waagrechten Paar der Mi.-Nr. 936 (2 x 84 Pf Kontrollratsausgabe I) mit Entwertung des Postamts Aschaffenburg 2 vom 22.9.47 und klar abgeschlagenem roten Einschreibstempel mit schwarzer Einlieferungsnummer "1135". Auf der Rückseite Ankunftsstempel von Passau (Datum leider nicht zu entziffern).

Portozusammensetzung:
Brief der Gewichtsstufe II - 250 g: 48 Pf; R-Gebühr: 60 Pf; Rückschein: 60 Pf ... macht Summa Summarum 168 Pf (Tarifzeitraum 01.03.46 - 31.08.48 ).

Das Ganze noch mit dem entsprechenden Einlieferungsschein von Aschaffenburg und dem Rückschein aus Passau vom 25.9.47.

Ich vermute mal, es handelte sich um eine Prüfsendung an den Herrn Peschl, wobei der Einlieferer sich seinen Brief nach erfolgter Prüfung wieder mit zurücksenden ließ (dafür spricht der leichte senkrechte Faltbug), um ihn zusammen mit dem Einlieferungs- und dem Rückschein zu diesem schönen Ensemble zusammen zu stellen.


Zwar "philatelistisch inspirierte Bedarfspost", aber gut gemacht


Gruß Klaus
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Wer später bremst,
ist länger schnell !

Klesammler

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47

Thursday, December 20th 2018, 12:57am

Hallo Klaus,

trotz der leichten Mängel des Briefes ist das ein Set, das sich nur schwer noch einmal finden läßt. Ein toller Fang.

Dieter

48

Friday, December 21st 2018, 3:37pm

Hallo Klaus,

ein schöner Bedarfsbeleg mit einer nicht alltäglichen Frankaturvariante, sehr schön !

Beste Grüße
Rüdiger
Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)