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heku49

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121

Monday, April 2nd 2018, 8:54pm

Ich habe hier eine Paketkarte 1943 in Luxemburg verwendet.
Meine Fragen dazu:
Wann wurde dieses Formular eingeführt (mir bekannt in den 20er Jahren) und wann wurde es durch das Formular mit Gebührenangabe ersetzt?

GrußHelmut
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BaD

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Tuesday, April 3rd 2018, 11:04am

Hallo Heku,
das ist eine privat bestellte Paketkarte des Apothekers, es könnte sein das er Selbstbucher war.
Für private Paketkarten galt das Formular C 20 in der ADA( Allgemeine Dienstanweisungen) der Postordnung als Vorlage.
Da ist die Gebührenangabe nicht zwingend vorgesehen. Das alle im Auftrag der Reichspost hergestellten diese hatten ist eine Sache, Privatleute b.z.w. ihre Druckereien waren frei in der Entscheidung.
Anhang Formular mit Größenmaßen in der ADA.
Beste Grüße Bernd
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heku49

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123

Tuesday, April 3rd 2018, 7:19pm

Hallo Bernd,

vielen Dank für die umfassende Antwort, da bleibt keine Frage mehr offen. Jetzt kann ich die Karte gut in meiner Sammlung beschreiben.

Beste Grüße
Helmut

BaD

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124

Thursday, November 15th 2018, 5:25pm

Hallo,
hier wurde schon die Wiederverwendung der bayrischen Wappenmarken in 1920 vorgestellt.
Anbei eine sehr ungewöhnliche Art der Frankierung mit der Besonderheit, das 10 Stück der 5 Pf. Wappen am 28. Mai 1920 verwendet wurden.
Wer so frankiert hat ist mir unklar, der Postbeamte oder der Einlieferer des Paketes?
Beste Grüße Bernd
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125

Thursday, November 15th 2018, 6:04pm

Hallo Bernd,

Wer so frankiert hat ist mir unklar, der Postbeamte oder der Einlieferer des Paketes?


die Antwort ist einfach: Beide. Es gab einen Mangel an 5 und 10 Pfg. Marken im Frühjahr 1920 in Bayern, daher wurden Restbestände älterer Wappenmarken von der Materialverwaltung an die Postschalter gegeben, damit diese aufgebraucht werden.

Somit hatten im Mai 1920 sowohl Postkunden, als auch die Post selbst diese Aufbrauchsmarken - was deine schöne Karte perfekt zeigt.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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126

Thursday, November 15th 2018, 10:03pm

Über Schönheit lässt sich streiten, aber da wir nun schon bei Paketkarten sind, hier mein Fundus aus Sifi:



S. Bleichröder Berlin an die Gebrüder Rothschild in Paris. Der Schriftzug seht deutlich und unverkennbar, das rote S.B. Wachssiegel top in Schuss und das war mir beim Kauf wichtig.

Paket über 1 KG 75 Gramm. Wert 160 Mark bzw 200 Franc. Frankiert zu 20 Reichspfg, dazu kann ich mangels Quellen keine Erkläung abgeben. Stempel Berlin N.W 49 10.9.91. Laut Klebezettel Transit über Köln, Stempel CÖLN vom 11.9.91 auf dem Verso. Ein Kastenstempel in blau PAYE vom 14 SEPT 1891 plus einige Handvermerke.

Nun kamen auf der Rückseite zwei verschiedene Fiskalmarken zum Einsatz: eine 2 Mark Reichspostmarke sowie zwei französische Quittances, reçus et décharges Marken im Wert von 10c + 25c, gesamt 30c. Die deutsche Stempelmarke zu 2 Mark kommt einer Gebühr von 1,25% vom Wert gleich (?). Beim französischen Anteil kann ich auf die Schnelle keine Angaben machen.
Phila-Gruß

Lulu

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127

Friday, November 16th 2018, 8:39am

Hallo Lulu,
eine sehr schöne Paketkarte.
Portogerecht frankiert mit 2,20 Mark:
50 Pf. deutscher Gewichtstarif bis Belgische Grenze
10 Pf. deutsche Versicherungsgebühr ( 5 Pf. pro 300 Mark aber 10 Pf. Mindestgebühr)
1,60 Mark französischer Werttarif für Postfracht bis 800 Mark nach Paris.
Die Marke zu 2 Mark auf der Rückseite ist keine Fiscalmarke! Sie hatte nur die Besonderheit, das diese Marken nicht ans Publikum verkauft wurden.
Beste grüße Bernd
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Saturday, November 17th 2018, 10:06pm

vielen Dank. Zwei Fragen hätte ich nun:

Wieso wurde die 2M Marke auf die Rückseite geklebt? Kam die Marke nur im Paketdienst zum Einsatz oder kann sie auch bei der Briefpost vorkommen?



Phila-Gruß

Lulu

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129

Sunday, November 18th 2018, 10:44am

Hallo Lulu,
das mit der Marke auf der Rückseite hat keine besondere Bedeutung. Postbeamte verklebten im dafür vorgedruckten Feld für Freimarken auf der Vorderseite meist nur wenige Marken und nutzten die Rückseite zum frankieren.
Die Michel 137 war die Nachfolgemarke in Markwährung für die Innendienstmarken der Groschenwährung der Norddeutschen Postbezirkes.
Genau wie jene durfte sie bis ca. September 1884 nur handschriftlich entwertet werden, ab da mit Poststempel. Die Ausgaben Pfennige ; Pfennig oder Krone-Adler hatten als Höchstwert die 50 Pf. Marke. Somit ist die 137 auf allen Versendungen zu finden, die ein hohes Porto verlangten. Natürlich besonders auf Wertbriefen und Paketkarten,aber auch schwere Briefe ins In- und Ausland ( meist mit Zusatzleistungen) und sogar schwere Drucksachen wurden mit ihr frankiert.

Das schöne an der Marke ist, das die Entwertung " normal" war, nicht zugestempelt, zusätzlich durchgestrichen oder gar gelocht wie bei den späteren hohen Gemaniawerten. Eine unerlaubte Wiederverwendung von schlecht entwerteten Marken durch Postkunden war ausgeschlossen ( Innendienstmarke),eine vom Einlieferer verklebte Marke wurde nicht zugelassen als Frankatur.
Beste Grüße Bernd

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BaD

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130

Yesterday, 5:16pm

Hallo,
anbei eine Nachnahme- Paketkarte aus Nürnberg vom 21.2.1920, also noch aus der Zeit der bayrischen Posthoheit.
Schön bunt mit der roten wiederverwendeten 10 Pf. Wappen und einen farbigen Klebezettel " Anfrage"
Frankiert mit 1,25 Mark für ein Paket bis 5 Kg. über 75 km Transportentfernung und 25 Pf. Vorzeigegebühr.
Am 25.2.1920 angekommen und der Empfänger verweigerte die Annahme des Paketes.
Das Postamt fragte beim Absender nach was mit dem Paket werden solle.
Der entschied: Nachnahme streichen ( handschriftlich a.W. gestrichen) und erneut zustellen.
Der Empfänger blieb hart und verweigerte am 9.3. wieder die Annahme.
Das Paket ging zurück und es war am 13.3. nochmals die Paketgebühr von 1,25 Mark zu zahlen.
Das geschriebene über Postgewicht mit 8/3/20 und warum unter Adresse 8/3 Erlangen ist mir rätselhaft. rückseitig am Stempel erkennbar war das Paket am 25. II. und am 8.III. in Stuttgart.
Beste Grüße Bernd
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