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Minimarke

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1

Sunday, December 23rd 2012, 5:50pm

Paketbegleitbriefe Preußen - Sachsen

Im Süden wäre bei 2 Pfund und 60 Meilen der Mindestsatz von 25 Kreuzer fällig gewesen.








von Interesse wäre noch eine Zuordnung des Stempels links neben dem Aufgabestempel.

Schönen 4. Advent aus Bempflingen

Ulrich
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Ulrich

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2

Sunday, December 23rd 2012, 7:40pm

Hallo Ulrich

interessantes Stück!
Siegelseitig Pr und kopfstehend 16! - Mindestfahrposttarif 7 Sgr - hier natürlich Ngr.
Zum "Abgeholt - Hof-Postamt" - Stempel müssen Sachsen-Experten was sagen.

Das B = Beutel dürfte die Versendungart angeben. Allgemein machte man dies bis 1 Pfund schweren geeigneten Paketen- hier die Ausnahme bei 3 Loth Mehrgewicht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Minimarke

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3

Thursday, June 13th 2013, 10:00pm

Guten Abend,
in der Hoffnung das wir doch einen Sachsensammler haben welcher zum Stempel etwas beitragen kann.

Schönen Abend noch
Ulrich
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4

Friday, June 14th 2013, 8:47pm

Hallo Minimarke,

hierbei handelt es sich um einen Fahrpost-Ausgabestempel. Diese Stempel wurden bei den größeren Packkammern meist vorderseitig aufgesetzt. Lt. Milde wurde dieser Stempeltyp bis 1856 verwendet.

Grüsse von liball

BaD

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5

Saturday, June 15th 2013, 10:36am

Hallo,
nach Milde bis 1856, mein Brief datiert aber von 1860. Die sehr seltene Zwischentype des Paketaufklebezettels ist nur aus dem Jahr 1860 bekannt.
Beste Grüße Bernd
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Minimarke

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6

Saturday, June 15th 2013, 10:43am

Vielen Dank!
Da ja beide Briefe aus 1860 datieren gibt es entweder einen weiteren Stempel, oder die Verwendungszeit des bekannten Stempels ist eine wesentlich längere.
@BaD - das mit der seltenen Type gilt für deinen Brief aus Chemnitz?

Erstmal ab auf die Wiese ! ;-)

gruß
Ulrich
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BaD

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7

Saturday, June 15th 2013, 5:49pm

Ich denke, das Herr Milde in der " alten Sachsenpost" mit dem Enddatum 1856 wahrscheinlich den dort vorangezeigten quadratischen Ausgabestempel des Hofpostamtes meinte. Der ist leider sehr schwer zu bekommen, somit habe ich ihn leider nicht.

Das besondere an dem Paketaufkleber aus Chemnitz, der in Fahrpostbriefe von Bruhns noch als Unikat von Zwickau genannt wird, das mit dem Aufdruck der Ortsbezeichnung links eigentlich die Schriftart der Ziffern geändert wurde.
Beste Grüße Bernd
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Minimarke

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8

Saturday, June 15th 2013, 6:29pm

Vielen herzlichen Dank @BaD

Ich habe daraufhin sofort in meinem Kistchen Paketbegleitbriefe gewühlt und folgenden Belege "gefunden":

Paketbegleitbrief vom 08 Februar 1860 über 10 Pfund von Dresden nach Groß Schönau bei Zittau.

Folgende Fragen dazu:

- handelt es sich dabei um diese seltene Type des Aufgabezettels
- interpretiere ich richtig das die Stempel 2 Ausgabe und 3 Ausgabe in Zittau abgeschlagen wurden
- gibt es dafür eine sinnvolle Erklärung
- und ich sehe keinerlei Taxierung auf dem Beleg, auf der zweiten Klappe der Siegelseite befindet sich auch nichts

Vielen herzlichen Dank

Ulrich
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Ulrich

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BaD

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9

Saturday, June 15th 2013, 8:04pm

Hallo Ullrich,
das Datum 8.2.1860 passt genau, das ist die Zwischentype. Wunderbar!

Es wurden nur Pakete bis 1 Pfund direkt ausgeliefert. Für schwerere Pakete wurde ein Auslieferungsschein oder der Paketbegleitbrief zugestellt,
was auch im Ortsbereich einen Botenlohn von 6 Pf. nach sich zog. Der Empfänger holte das Paket selbst ab oder es wurde ein Paketträger extra mit der Zustellung beauftragt. Bei kleinen Postämtern wie Großschönau gab meist es keine Auslieferungsstempel, so das man davon ausgehen muß, das der erste Stempel die Zustellung des Paketbegleitbriefes oder Ausliefungscheines dokumentiert, während die Ausgabe des Paketes bei der Selbstabholung mit dem Stempel 3 Ausgabe dokumentiert wurde. Warum der Botenlohn bei Paketbegleitbriefen nie taxiert wurde, ist mir leider nicht bekannt.
Beste Grüße Bernd

Minimarke

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10

Tuesday, December 30th 2014, 2:55pm

Fahrpost Preußen - Sachsen

Aufgegeben ist das Paket am 6 Mai 1862 in Brandenburg.
Nach den mir bekanntem Vertrag von 1858 fällt hier eine Gebühr von 1/6 Silbergroschen pro Pfund und 4 Meilen an.
Bei 6 zu rechnenden Pfund, und einer Entfernung von 4 Meilen ergibt dass 4 Silbergroschen.
Leider finde ich keine Gebühr für den angeschriebenen Rückschein, wer kann hier weiterhelfen.
Handelt es sich hier um die angeschriebenen 2 Silbergroschen?
Und warum stehen die Gebühren bei einem Franco Paket vorne?

Als letzte Frage stellt sich was wurde verschickt, leider ist die Schrift für mich nicht zu entziffern.
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Ulrich

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11

Wednesday, December 31st 2014, 3:24pm

Hallo Ulrich

ich habe auch nichts gefunden, wie hoch die Kosten für einen Rückschein wären.
Nur im Zusammenhang mit Reko-Briefen gibt es scheinbar diese. Allerdings waren im Postverein keine rekommandierte Paketsendungen möglich.

Eine kleine Anmerkung habe ich noch: Die Entfernung beträgt 16 Meilen und damit liegt das Paket in der 4. Entfernungsprogression. Dann stimmt auch die Rechnung 2 Pfennige * 6 Pfund * 4 Entfernungsstufe = 48 Pfennige = 4 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

BaD

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12

Wednesday, December 31st 2014, 7:53pm

Hallo,
in den Ausführungsbestimmungen von Preußen zum Postvereinsvertragvon 1860 war festgelegt, das für jede Fahrpostsendung im Postvereinsverkehr ab Inkrafttreten eine Empfangsbescheinigung des Adressaten (Rückschein) auf Kosten des Absenders verlangt werden konnte. Die Gebühr betrug 2 Silbergroschen. Der Rückschein bei Recobriefen war frei.
Guten Rutsch wünscht Bernd

Minimarke

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13

Thursday, January 1st 2015, 7:59pm

Eine kleine Anmerkung habe ich noch: Die Entfernung beträgt 16 Meilen und damit liegt das Paket in der 4. Entfernungsprogression. Dann stimmt auch die Rechnung 2 Pfennige * 6 Pfund * 4 Entfernungsstufe = 48 Pfennige = 4 Sgr.


Sorry mein Fehler meinte auch 4 Zone und nicht Meilen, deswegen kommen wir auch auf den gleichen Betrag.

Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung.
Damit wäre die korrekte Beschreibung Frankopaket gegen Rückschein.

Vielleicht kann noch jemand eine Aussage über den Inhalt treffen.

Einen guten Start in 2015 wünscht euch allen

Ulrich Schülein
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Ulrich

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14

Thursday, January 1st 2015, 11:39pm

hallo Ulrich,
ich habe mal den Briefinhalt transskribiert, soweit es den handschriftlichen Teil betrifft. Einige Wort sind mir nicht ganz klar, aber das Meiste sollte so stimmen:

Auf der Briefvorderseite steht:
Mit einemPaket
in Papier sign:

Der Inhalt lautet:

Hiebei ein Postpaket Pfund 26 mit folgenden Beischlüssen
1 Anton 1 Kamp A 1 Springersche B
1 Gall 1 Krenchel 1 Santz A
1 Glaeter 1 Mitschers 1 Seidel
1 Hauptmann 1 W. Schulze 1 Werner Sp
1 Rackhoff
und 2 Zahlungslisten
Die volle Dekung schick ich noch heute im besonderen Couvert.

Es thut mir herzlich leid, daß ich nicht wenigstens auf
einen Zug nach Leipzig kommen kann; mein Hämorhidal
Leiden macht mich aber ?????? jetzt so schme???? daß ich nur
Qual haben würde. Ich reise also in Gedanken, grüße
Sie aufs herzlichste und bitte mich noch den werthen Ihrigen
freundlichst zu empfehlen. Strengen Sie sich nicht zu sehr an.

beste Grüße
Erwin W.
preussen_fan
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

Minimarke

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Friday, January 2nd 2015, 8:29pm

was war in dem Paket

Hallo Preussen-fan,
vielen herzlichen Dank. Dann handelte es sich wohl um Briefe/Karten welche dann in Leipzig weiterverteilt wurden.
War das eigentlich zulässig in dieser Art, oder hat hier einer den Postzwang umgangen?
Grüße aus Bempflingen
Ulrich

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16

Sunday, December 2nd 2018, 11:15pm

Liebe Freunde,
bei folgendem Brief komme ich nicht mit der Gebühr klar. Der Franko-Paketbegleitbrief ging am 17.8.1862 von Landsberg / Sachsen (preussisch) nach Frankenberg im Königreich Sachsen.
Gewicht 2 Pfd. (links oben)
Entfernung 12 Meilen
Gebührenberechnung: 2 (Pfd) x 3 (je 5 Meilen) x 1,5 Pfg. = 9 Pfg.
Mindestens aber doppelte Briefgebühr, also 2 x 2 Sgr. (für 2. Entfernungsstufe) = 4 Sgr.
Ausgeworfen sind aber 3 Sgr. Übersehe ich was? Wo liegt der Fehler?
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  • Paketbegleitbf  DK1 LANDSBERG mit Zusatz I SACHSEN 17 8 (1862).jpg
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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17

Monday, December 3rd 2018, 6:42am

Hallo Erwin

es ist ein Beleg des DÖPV und da galten eben auch diese Vorschriften.
Die Mindestfahrposttaxe bei 8 - 16 Meilen waren 3 Sgr., was auch hier anzuwenden war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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18

Monday, December 3rd 2018, 8:46am

Lieber Ulf,
Danke für deine Auskunft. Das war mir bisher noch nicht bewusst, dass es in den DÖPV diese Mindestpaketgebühr gab. Wieder was dazu gelernt.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan

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19

Monday, December 3rd 2018, 12:14pm

Hallo Ulf,
jetzt habe ich mir die Tarifbestimmungen für Fahrpost in den Deutsch Östereichischen Postverein noch mal angeschaut. Damit ergibt sich eine Gebührenrechnung für Fahrpost ab dem 1.4.1858:
2 (je Pfund) x 3 (je 4 Meilen) x 2 Pfg. = 12 Pfg.
Als Mindestsatz über 8 Meilen bis 16 Meilen 3 Sgr. ( wie du schon geschrieben hast)
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan