You are not logged in.

1

Monday, December 16th 2013, 9:48pm

Von England über Holland und Bayern nach Österreich von 1815

Liebe Sammlerfreunde,

folgenden Brief möchte ich zeigen:
Brief aus Manchester (England) vom 5. November 1815 mit Vermerk bis Arnheim""über Holland, Frankfurt a.M. und Augsburg" nach Bozen (Österreich). Adreßseitig derStempel AUSLAGE VON AUGSBURG, in dem 41 Kreuzer vermerkt wurden. Zur Taxierung und warum über Holland ? müssen sich die Experten äußern.

Beste Grüße von VorphilaBayern
VorphilaBayern has attached the following images:
  • Manchester-Holland-Bozen.1815.01.jpg
  • Manchester-Holland-Bozen.1815.02.jpg

2

Sunday, December 22nd 2013, 9:14pm

Hallo VorphilaBayern

Ein wunderschöner Brief :)

Warum über Holland ist eine gute Frage. Der Leitweg über Frankreich war meiner Meinung nach geöffnet, so dass der Weg über Frankreich möglich war. Es war so dass England den Weg über Frankreich den 1. März 1815 gesperrt hatte wegen Napoleons Rücktritt. Genau wie lange es diese Sperrung genau gab kenne ich leider nicht. Offenbar hat aber der Absender gemeint dass den Weg über Holland den sicheren war.

Zu die Taxierung. Der Absender hat für die Strecke bis London 1/6 (18 p) bezahlt für den doppelten Brief. Dann London-Holland war 2 mal 1/4 (36 p) was 4/2 (50 p) macht. London-Frankreich hätte 1/2 gekostet (28 p). Also hat er hier 8 p mehr bezahlt als den günstigeren Laufweg.

So die Frage bleibt dann ab wann der Laufweg über Frankreich wieder möglich war. Ich glaube schon in August, aber sicher bin ich nicht.

Danke fürs Zeigen :)


Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Grenz-NL

Experte

Posts: 21

Location: Fredensborg, DK

Occupation: At pension

  • Send private message

3

Monday, December 30th 2013, 8:32am

In front of the 4/2 we see a "P" for "Paid". The "P 4/2" was in red to show a pre-payment. It would have been in black if it shoud have been paid by the addressee. If the letter had been posted in Holland it should have been prepaid to the Prussian first border. In a 1998-book by Ivan Trinder on "The Harwich Packets 1635-1834" we see that nobody knew who should pay for the transit through Holland 1814-18. So in the first years after 1814 Holland was paid in the form of an annual sum from the UK. Details will be added when I find them in the book. They have been found, see below

The strange notation of "18 St(uivers) bis Arnheim" is perhaps written (in Prussia?) because it wasn't sure who should pay for the Holland transit. Or it could have been written by a modern postal history collector.
The payments from the UK to the United Netherlands (also for Dover-Ostend besides Harwich-Hellevoetsluis) for transits through the United Netherlands can be found at page 106 of the Ivan Trinder book:
Jan 5th 1815 £ 2900
Jan 5th 1816 £ 3326
Jan 5th 1817 £ 2762
No further payments took place. The United Netherlands in 1817 signed a new convention with Prussia making it possible that the share for the Netherlands could be paid in Europe. Hamburg did not need such settlements because Hamburg knew how to be paid from the neighbours.

This post has been edited 2 times, last edit by "Grenz-NL" (Dec 30th 2013, 4:51pm)


Grenz-NL

Experte

Posts: 21

Location: Fredensborg, DK

Occupation: At pension

  • Send private message

4

Friday, January 3rd 2014, 3:22pm

Dutch or German packet Tariff 1/4d or 1/8d

I have consulted an English expert on this matter, and he replies: The rate from Manchester to London was 11d, less 2d long distance reduction for
this letter, making 9d. The letter is marked double. So half of 4s/2d is 2s/1d;
less 9d internal GB is 1s/4d. This strongly suggests the letter was sent via
Holland at the Dutch tariff, not the higher German tariff.

Planke

Experte

Posts: 375

Location: Gais (Italien)

  • Send private message

5

Saturday, October 14th 2017, 9:53am

Englang - Österreich

Hallo Liebe Sammler!

Möchte heute wieder einen Brief einstellen,den ich erwerben musste, da er in meine Sammlung passt und zudem nach Bruneck, nur 5 km von meinem heimatdorf entfernt, lief.
Die Gebühr kann ich auslegen: 5 pence bezahlte Englang bis zur Niederländischen Küste. dann übernahm Frankreich den Brief im Packet und übergab an Österreich. Österreich beförderte ihm zum Empfänger und kassierte 36 Kr. CM und vergütete Frankreich mit 3 Franc und 20 centimes je 30 gramm Briefe.Für mich ist die Notierung unter der Österreichischen Notierung unklar Hat diese 36 schon England notiert da die gleiche Tinte wie bei der englische Notierung verwendet wurde. Entschuldigt mich Ihr lieben Sammler, da ich in der Beschreibung der Briefe so unbeholfen bin und mich immer eine gewisse Unsicherheit begleitet, möchte ich alles von Fachmänner bestätigt wissen. Darum bin ich für das Forum und die hilfe der begleiter hier dankbar.
Mit vielen Grüßen: Planke
Planke has attached the following images:
  • IMG.jpg
  • IMG_0001.jpg

Posts: 21,636

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

6

Saturday, October 14th 2017, 10:16am

Lieber Planke,

nein, GB hat nur die 5 notiert - das mit der Tinte zu 36 ist ein farblicher Zufall. Österreich hat 24x CM Transitporto und 12x CM Inlandsporto notiert und mit 36x CM korrekt für den Empfänger addiert.

Schöner Brief!
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Planke

Experte

Posts: 375

Location: Gais (Italien)

  • Send private message

7

Friday, November 30th 2018, 6:34pm

England - Tirol

Hallo Werte Alfa Männer und Frauen!
Ich habe heute einen Brief von England nach Tirol ergattert. Für mich sind seine Rötel Notierungen und auch die anderen Notizen schwer zu analissieren. Der Brief wurde in Manchester am 30. Mai 1817 geschrieben. Den eigentlichen Text dieses Schreiben kann ich schwierig lesen da der Brief auf dünnen Papier verfasst wurde und durch den schräg geschriebenen Text auf beiden Seiten ist durch das Durchscheinen der beiden Seiten kaum lesbar. Ich habe aber die letzte Seite eingeskannl. Hier ist der eigentliche Grund des Briefes angegeben. Die Hoffnung dass einer der Männer hier seine Hilfe anbietet und mir bei der Beschreibung hilft ist groß. Für mich ist hier bei diesen Wirr Warr an Notierungen die Kenntniss gleich null. Deshalb versuche ich hier Hilfe zu erfahren. Mit vielen Dank im Voraus und lieben Grüßen: Planke
Planke has attached the following images:
  • IMG.jpg
  • IMG_0001.jpg

8

Saturday, December 1st 2018, 5:32pm

Hallo Planke,

dann fange ich bei diesem Teilfrankobrief mit den Gebühren bis zur Küste an ...

2 x 11d. = 22d.
=> 8. Entfernungsstufe (170 bis 230 Meilen) von Manchester nach London. Übrigens: Im Aufgabestempel bzw. Meilenstempel von Manchester ist die Entfernung nach London angegeben mit "185(Meilen)".
2 x -2d = -4d.
=> long-distance-rebate
2 x 1/8d. = 3sh./4d.
=> doppelter Brief nach Österreich über Holland

Der Absender hat also 4sh./10d. bis zur Küste gezahlt, bis zu der Grenzfrankozwang bestand. Notiert sind diese in der Mitte mit roter Tinte. Die restlichen Gebühren durfte der Empfänger in Bozen bezahlen.

Viele Grüße,
nitram

Planke

Experte

Posts: 375

Location: Gais (Italien)

  • Send private message

9

Saturday, December 1st 2018, 8:03pm

Hallo werter Nitram!
Meinen großen Dank für Deine Hilfe bei meinem England Brief. Da für meine Sammlung solche Briefe ausschlaggebend sind,versuche ich solche Briefe zu finden. Nur mit der Beschreibung fehlt es mir. da ich damit nicht zurecht komme und auch die Sicherheit fehlt. Nochmals vielen Dank für Deine Hilfe und noch einen schönen Sonntag mit Grüßen: Planke

Similar threads