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Monday, September 29th 2014, 4:08pm

Probesendungen - Muster ohne Wert

Da seit kurzer Zeit zu diesem Thema etwas Material am Markt ist, fange ich diesen Thread an.

Starten möchte ich mit einem Brief aus Züllichau nach Berlin als Muster ohne Wert (inliegend !!) deklariert. Da der Brief versiegelt, somit die Warenprobe für den Postbeamten nicht kontrollierbar war und der Brief 1 Lot wog, wurde (zu Recht) die doppelte Briefgebühr angesetzt. Wie bei Züllichau ja schon fast üblich, wurde zur Frankatur ein 6-Silbergroschen-Ganzsachen-Ausschnitt verwendet.
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2

Monday, September 29th 2014, 4:38pm

Hallo preussensammler,

oben links steht 1 1/4 Loth, jedenfalls lese ich die Paraphe so.

Seltenes Stück mit diesem Oktogon, denke ich mal.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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3

Friday, October 10th 2014, 8:40am

Probesendung von Cöln nach Neuwied von 1863 mit Porto 2 Silbergroschen belegt für eine Probesndung über 2 Lot.
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4

Friday, October 10th 2014, 6:30pm

Hallo preussensammler,

meine Beobachtung in der Markenzeit ist die, dass Portobriefe mit MoW seltener sind, als frankierte. Deckt sich das mit deiner Ansicht?
Liebe Grüsse vom Ralph

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5

Friday, October 10th 2014, 7:49pm

Hallo preussensammler,

meine Beobachtung in der Markenzeit ist die, dass Portobriefe mit MoW seltener sind, als frankierte. Deckt sich das mit deiner Ansicht?


Bei vollkommen unfrankierten Briefen ist das wahrscheinlich richtig. Man wollte ja den (zukünftigen) Kunden nicht vergraulen.

Bei MoW, die vorfrankiert sind und bei denen die Portoermässigung nicht anerkannt wurde, kommt es schon häufiger vor.

woermi

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6

Friday, October 10th 2014, 8:57pm

Eines aus Preussen kann ich auch zeigen...
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„Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“

– Ernest Shackleton

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7

Monday, October 13th 2014, 10:54am

1. Eine Ganzsache von Orsoy nach Anholt (ca 5 Meilen) mit einem Gewicht von 1 9/10 Lot, bei der nachträglich 1 Silbergroschen Porto verlangt wurde. Wahrscheinlich weil die Probe im Brief nicht als solche anerkannt wurde (der Brief war versiegelt).

2. Ganzsache von Küstrin nach Görlitz (20 Meilen) als normaler Brief gewertet

3. Ganzsache von Görlitz nach Berlin (über 20 Meilen) als normaler Brief gewertet
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Michael

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8

Tuesday, September 18th 2018, 7:30pm

Liebe Freunde,

hier ein Brief aus Hamburg nach Asch in Böhmen von 1860, bei dem die anhängende Probe auf dem Transport verloren ging.



Der Brief lief zunächst Hamburg-Berlin (Bahnpostamt 3) und ab Berlin nach Süden, Richtung Sachsen bzw. Röderau (Bahnpostamt 2).
Bei der Umspedierung in Berlin wurde die abgerissene Probe bemerkt, der Riss mit dem Bahnpostsiegel verschlossen und notiert
Mit abgerissener Probe eingegangen, daher amtlich verschlossen
Berlin - Eisenb Post Bür 2


Bei der Probe handelte es sich um Kaffeebohnen - vielleicht ein durstiger Postler? :D

Gruß
Michael
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9

Tuesday, September 18th 2018, 8:27pm

Lieber Michael,

herzlichen Glückwunsch zu dieser Pretiose - ich habe ja auch ein paar Musterbriefe, aber einen mit Nachsiegelung wegen abgerissener Probe konnte ich bisher noch nicht nachweisen ...

Man stelle sich jetzt den Rückbrief aus Asch vor, in dem man bemerkt haben dürfte, dass die Probe nicht angekommen war und man vermutlich gebeten haben dürfte, einen 2. Brief mit besser verpackter, anhängender Kaffeeprobe zu versenden.

Man darf mal träumen, ob man solch einen Brief aus Asch fände - das wäre dann Weihnachten, Ostern und Neujahr zusammen. :P :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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