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Michael

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1

Wednesday, June 8th 2011, 11:19pm

Preußen - Württemberg

Liebe Freunde,

den folgenden Brief möchte ich gerne vorstellen:


Aufgegeben am 9.4. 1833 in Posen vom dortigen Appellationsgericht als H. Justiz ... Sache an das königliche Württembergische Hochlöbliche Oberamt zu Tübingen.
In Preußen lief der 1 1/2 - Loth schwere Brief portofrei, in Württemberg forderte die Post 15 Kr. ein
Das dortige Amt fühlte sich nicht zuständig, faltete den Brief um und sandte ihn an das benachbarte Königl. Oberamtsgericht Rottenburg.
Dabei notierte man Porto ??? 10 Oberamt Tübingen (evtl. eine Art Vorschuß ?)
Kann jemand die Zusammensetzung der Rötelnotierungen 4 und 20 erläutern?


In Rottenburg beantwortete man die preußische Anfrage auf einer freien Seite und sandte die Papiere - anscheinend in einem anderen Umschlag - zurück an das Appellationsgericht in Posen. Dabei ließ man sich allerdings etwas Zeit (siehe Datum).



Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

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2

Wednesday, June 8th 2011, 11:26pm

Lieber Michael

ein feines Stück :thumbsup:
Ich lese dort "Portonachnahme 15 Kreuzer" - wahrscheinlich wollte mal so sein "Geld" wiederholen.
Wie sich dann dort die Gebühren zusammensetzten - keine Ahnung...

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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3

Thursday, June 9th 2011, 6:27am

Lieber Michael,

ein außergewöhnlicher Brief, kostenlos in Preußen und Bayern, aber kostenpflichtig in Württemberg.

Ich lese Postnachnahme 16 Kr., so dass man die 15 Kr. Porto und einen weiteren Kreuzer (evtl. für einen Botengang) zu 16 Kr. zusammenfasste und mit dem Postporto von 4 Kr. auf 20 Kr. addierte. Die Inrechnungstellung von Porti und anderen Auslagen war legitim, weil ja am Ende irgendeiner die Kosten hierfür zu tragen hatte und der 1. Empfänger sein Geld wieder sehen wollte.

Wie sagt man so schön: den hätt´ich auch genommen. :P

Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Michael

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4

Thursday, June 9th 2011, 7:03pm

Liebe Freunde,

danke für eure Kommentare.

Überrascht bin ich über den Begriff Nachnahme zu dieser Zeit (1833). In Preußen tauchte dieser Begriff (ich meine nicht diese Art der Vorkasse per Postsendung) erst später auf.
Eine Prokura-Gebühr fiel nicht an ? Oder kann dies der "fehlende" Kreuzer zu der Gesamtsumme von 20 Kr. sein ?

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

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5

Thursday, June 9th 2011, 7:35pm

Lieber Michael,

da muss der liebe @VorphilaBayern ran, dem die innerwürttembergischen Tarife von Thurn und Taxis vorliegen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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6

Wednesday, October 10th 2012, 12:40am

frei oder portofrei bis zur grenze ?

Hallo,

dieser Brief vom 29.5.1849 aus Samter/Preussen nach Maisenbach ?? bei Heilbronnn in Württemberg mit bayerischem Transitporto von 8 xr. und Gesamtporto von 12 xr. in Württemberg ging mir vor kurzem ins Netz - hoffentlich habe ich niemandem aus dem Forum überboten.
Ein Teilfranko-Vermerk fehlt rückseitig und der Vermerk links: frey Grenze laut .......v. Maisenbach......... königl. m.d.....stellt mir ein Rätsel dar.
vielleicht lässt sich der Text entschlüsseln und das Rätsel lösen -

beste Grüsse
Bayernalbi
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7

Wednesday, October 10th 2012, 12:47am

dieser beleg passt wohl besser nach "preussen-württemberg" vielleicht lässt er sich dahin verschieben

beste grüsse

bayernalbi

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8

Wednesday, October 10th 2012, 7:03am

Hallo Bayernalbi,

der Absender war der Freiherr von Machenbach, gleichen Namens war auch der Zielort, auch wenn ich den auf die Schnelle nicht gefunden habe. Er war als Militärbrief in Preußen portofrei, daher "frei Grenze" und kostete 8x für den bayer. Transit und in Württemberg 4x.

Solche Briefe sind selten - du hattest Glück in der Bucht, dass einige den nicht gesehen haben. ;) Entschuldigen dafür musst du dich aber nicht - im Gegenteil, ist dir doch etwas aufgefallen, was anderen nicht auffiel und das ist des Lobes wert.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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9

Wednesday, October 10th 2012, 8:37am

@bayernalbi

Es handelt sich um einen Brief aus der großen Korrespondenz der Freiherren von Massenbach in den gleichnamigen Ort.

Gruß

wuerttemberger
Sie haben mich nicht nur nicht eingeladen, ich habe auch abgesagt.

Joachim Ringelnatz

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10

Wednesday, May 9th 2018, 10:29am

Liebe Freunde,

den folgenden Brief kann ich leider nicht datieren (wohl 1840 - 1847). Er stammt aus Laasphe (heute wohl Bad Laasphe) zwischen Siegen und Marburg gelegen und war unfrankiert an: "Seiner Erlaucht dem Herrn Grafen von Rechberg - Rothenlöwen zu Donzdorf Königreich Bayern" geschickt worden.

Der Absender machte den Fehler, Donzdorf nicht in Württemberg, wie es richtig gewesen wäre, sondern in Bayern zu verorten, so dass man ihn mit 3 Silbergroschen für Preussen taxierte Bayern zukartierte. Diese 3 Groschen wurden in Würzburg mit 11 Kreuzern korrekt in Auslage genommen und dazu das bayerische Porto von 15 Kreuzern addiert. Hierbei sollte erwähnt werden, dass der Brief 1 Loth wog, wie Preussen oben links nicht zu notieren vergaß.

Folglich kam er mit 26 Kreuzern total belastet nach Nördlingen, der bayerischen Ausgangspost zu Württemberg. Taxis in Württemberg wollte für den Transport ab der bayerischen Grenze weitere 4 Kreuzer, so dass wir auf ein Gesamtporto von 30 Kreuzern kommen.

Hätte man in Laasphe nicht "Königreich Bayern" geschrieben, sondern zutreffenderweise Königreich Württemberg, wäre die Rechnung nicht so hoch ausgefallen. Aber Seine Erlaucht dürfte das wenig gestört haben, denn unvermögend war man sicher nicht ...
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Liebe Grüsse vom Ralph

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11

Sunday, August 5th 2018, 12:11pm

Hallo,

Briefe aus Preußen westlich der Weser nach Württemberg liefen in der Regel nicht über Bayern. Dieser Portobrief aus Bergheim im Rheinland nach Ulm vom 6.3.1826 lief jedoch über Augsburg.
Eine preußische Portotaxe kann ich nicht erkennen. Angeschrieben von Preußen wurden jedoch 1 3/4 Sgr. Dies war der Taxissche Transit, der von Preußen zu bezahlen und von Bayern wieder gefordert wurde.
In Augsburg wurden 21 Kr. in Auslage genommen (= 6 Sgr.). Hier hinzu kam der bayerische Transit von 12 Kr. (2. Gewichtsstufe) = 33 Kr. Gesamtporto. Nachdem Bayern den Brief in das württembergische Grenzpostamt Ulm lieferte, wurde in Württemberg kein Porto festgesetzt.

Grüße von liball
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