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161

Wednesday, July 25th 2018, 7:56pm

Lieber Peter,

so ist es! Alternativ könnte es auch ein Chargézeichen sein; ich werde es bivalent beschreiben und dem Betrachter die Entscheidung überlassen.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

162

Wednesday, July 25th 2018, 8:14pm

Lieber Ralph,

obwohl nur sechs Mühlradschaufeln zu erkennen sind, würde der Brief auch in meiner Mühlradnummernsammlung bei

"12" Ansbach seinen Platz finden, und er wäre einer meiner Favoriten. Leider in der falschen Sammlung

Gruss Kilian
Wer um Einzelmarken einen Bogen macht hat sich verlaufen.

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163

Wednesday, July 25th 2018, 9:34pm

Lieber Kilian,

so ist das im Leben - manchmal brauchst du sogar noch einen Brief, der keine 3 Kreuzer blau aufweist! :thumbsup:
Liebe Grüsse vom Ralph

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Michael

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164

Wednesday, July 25th 2018, 9:42pm

Lieber Ralph,

Glückwunsch zu dem schönen Stück!
Wenn dir mal ein ähnliches aus Preußen über den Weg läuft (das idealerweise NICHT nach Bayern adressiert ist) ...

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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165

Wednesday, July 25th 2018, 9:49pm

Lieber Michael,

von all den Briefen, die ich kenne, lief keiner nach außerhalb Bayerns. Aber wenn ich mal einen nach Preussen finden sollte, bist du mein 1. Ansprechpartner. ;)
Liebe Grüsse vom Ralph

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166

Friday, July 27th 2018, 5:31pm

Liebe Freunde,

der folgende Brief ist nicht datiert - und braucht es auch nicht zu sein! Dennoch kann man auf den Tag genau alles bestimmen - warum?

Für die Markenfans unter uns: Schaut euch mal die Marke genau an - die Nr. 16 wurde in waagrechten Streifen aus dem Bogen geschnitten und bei Bedarf, ohne Zuhilfenahme einer Schere, einfach 2 Mal senkrecht gerissen. Hier lief das nicht perfekt ab, aber doch recht manierlich.

Um zum 1. Punkt zurück zu kommen - ich kenne bisher genau 3 Briefe mit diesem, der das zeigt, weswegen ich ihn gekauft habe. Mal sehen, wer das Rätsel als erster knackt.

P.S. Ein Blick in die Tariflisten ist nicht nur manchmal sehr hilfreich ...
bayern klassisch has attached the following images:
  • Scan0008.jpg
  • Scan0007.jpg
Liebe Grüsse vom Ralph

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167

Friday, July 27th 2018, 7:36pm

Lieber Ralph,

ich weiss nicht genau, ob du das meinst:

Der Brief lief zuerst als Frankobrief am 21.12.1867 mit 6 Kreuzer frankiert - Tarif vom 1.8.1865 - 31.12.1867.

Zurück geschickt wurde dann als Portobrief am 15.1.1868 mit 11 Kreuzer Porto - Tarif vom 1.1.1868 - 31.12.1871

Viele Grüße
bayern-kreuzer

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168

Friday, July 27th 2018, 7:45pm

Lieber Wolfgang,

genau das ist es! Als Hinbrief über 1 bis 15 Loth kostete er 6 Kreuzer Franko, als Portobrief retour 3 Wochen später galten schon die neuen Taxen, so dass er jetzt nicht 12 Kreuzer, sondern nur noch 11 Kreuzer kostete, bei gleichem Gewicht natürlich.

Auch wenn er nichts mit dem Postverein zu tun hatte, lief er als Brief in der Zeit des Postvereins hin und als Brief in der Zeit der Vertragsstaaten zurück.

Jetzt suche ich noch einen frankierten dienstlichen Hin- und Herbrief von Anfang März 1869, bei dem die Marke hin mit Mühlradstempel-, aber zurück mit Ortsstempel entwertet wurde. Das kann aber dauern ...
Liebe Grüsse vom Ralph

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169

Saturday, July 28th 2018, 12:12am

Hallo Ralph,
Betr. #159, wenn der Brief Charge' ist, reichen dann 3 Kreuzer?
LG Andreas

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170

Saturday, July 28th 2018, 10:19am

Hallo Andreas,

Hallo Ralph,
Betr. #159, wenn der Brief Charge' ist, reichen dann 3 Kreuzer?
LG Andreas


an Franko ja - 6 Kr. Reco wurden bar bezahlt und verblieben der Aufgabepost, nicht der bayer. Postverwaltung.
Liebe Grüsse vom Ralph

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171

Saturday, July 28th 2018, 12:05pm

an Franko ja - 6 Kr. Reco wurden bar bezahlt und verblieben der Aufgabepost, nicht der bayer. Postverwaltung.


Hallo Ralph,
das heisst, dass mit dem Anbringen des Charge' Stempels die Bezahlung der Reco Gebuehr bestaetigt wird? Was bedeutet die 15 oder 45 in der oberen linken Ecke ? (Sorry fuers Ausfragen, aber ist sehr interessant fuer mich :) )

LG Andreas

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172

Saturday, July 28th 2018, 1:21pm

Hallo Andreas,

an Franko ja - 6 Kr. Reco wurden bar bezahlt und verblieben der Aufgabepost, nicht der bayer. Postverwaltung.


Hallo Ralph,
das heisst, dass mit dem Anbringen des Charge' Stempels die Bezahlung der Reco Gebuehr bestaetigt wird? Was bedeutet die 15 oder 45 in der oberen linken Ecke ? (Sorry fuers Ausfragen, aber ist sehr interessant fuer mich :) )

LG Andreas


Hallo Andreas,

schön, dass du fragst. Du kennst ja das alte chinesische Sprichwort diesbezüglich. ;)

Die Quittung über die bezahlten 6 Kreuzer stellte immer nur der Postschein dar. Dieser war von den bayer. Postexpeditoren im Block zu kaufen von der bayer. Postverwaltung, weswegen es ein sogenatter "zahlbarer Vordruck" war. Die Expeditoren haben dann, wenn der Kunde es wollte, Poststücke eingeschrieben und dafür diese Postscheine ausgefertigt, wofür sie 6 Kreuzer erhielten. Die Nummer auf dem Postschein hatte auf den Brief übertragen zu werden - hier war es die Nr. 75, die von der Aufgabepost oben rechts notiert wurde.

Das Anbringen des Chargéstempels hatte mehrfache Gründe:

1. Jeder sollte/musste/konnte sehen, dass es ein besonderer Brief war, der mit 24 1/2 Gulden versichert war.
2. Jeder sollte die Reco-Nummer bei der Dekartierung als erhalten bestätigen und gfs. eine neue Reco-Nummer ziehen (beim Transit z. B.).
3. Jeder sollte auf den Brief gut aufpassen, denn mit seinem belegbaren Verlust ging auch immer und ausnahmslos eine Disziplinarstrafe, gfs. Schlimmeres einher. Daher hat man früher das Rötelkreuz angebracht, womit sich dergleichen Briefe schon aus der Entfernung als etwas Besonderes hervorhoben, auf das sehr gut aufzupassen war.
4. Im Falle einer Reclamation wäre ein Laufzettel abzuspedieren gewesen. Ohne Reco-Nummer wäre das ein aussichtloses Unterfangen geblieben.
5. Mit der erkennbaren Recommandation ging oft eine weitergehende Behandlung der Briefe einher. Bei poste restante - Briefen waren nur diese 6 Monate bei der Post vorrätig zu halten, während gewöhnliche Poststücke 3 Monate lang gelagert wurden. Im Falle der Ausgabe war bei recommandirten Briefen die Unterschrift des gedachten Empfängers und die eines Honoratioren aus dem Ort selbst, der der Post bekannt sein musste, notwendig.
Bei Abgabe von Poststücken an konzessionirte Boten musste geprüft werden, ob auch Reco-Briefe diesen Boten übergeben werden durften; hierfür bedurfte es einer speziellen Vollmacht.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

173

Saturday, July 28th 2018, 2:21pm

Hallo Ralph

vielen herzlichen Dank fuer diese ausfuehrliche und interessante Information. Werd sie mir gleich abspeichern!!

Ein schoenes WE!!

Andreas