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Saturday, September 3rd 2016, 6:20pm

Forwarder in Tirol

Liebe Sammlerfreunde,

Achim hat im Jahre 2010 in seinen Postgeschichte-Blog, den es leider nicht mehr gibt, folgendes geschrieben:
"Der abgebildete Brief ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Ersteigert bei Ebay gegen heftigen Gegenwind, stammt der Brief aus Bozen, geschrieben am 22. 1. 1813 von dem bekannten Spediteur Graff, der bei anderen Gelegenheiten auch als Forwarder nachgewiesen ist. zur Post gegeben wurde der Brief in Brixen, weil Bozen seit August 1810 zum Kgr. Italien gehörte und Briefe nach Bayern seitdem wegen der hohen Inlandsgebühr recht teuer wurden. Von Brixen aus konnte der Brief porto (oder franko) als Inlandsbrief nach Nürnberg gelangen. Interessant übrigens, dass sich auf diesem Brief das Verbot der Taxierung mit Rötel einmal insofern realisiert, indem mit schwarzer Tinte nochmals die "14" kr. rheinisch geschrieben wurden. Die Bedeutung des Briefes erschliesst sich aber erst, wenn man weiss, dass in der großen Korrespondenz das Adressaten Förster und Günther sich
eine Reihe von Briefen der Firma Graff finden aus dem Jahr 1813, die alle in Brixen aufgegeben sind. Es handelt sich also nicht um einen "Ausrutscher", sondern diese Versendung hatte System und gründet eben in der kommunikativ widrigen historischen Situation. Damit können wir für einen wichtigen Abschnitt der Postbeziehungen zwischen dem italienisch gewordenen Südtirol und Bayern das umleitende Verhalten der Absender dokumentieren. Für Briefe nach Tirol können wir solche Verhaltensweisen leichter nachweisen, weil die auf dem Markt befindlichen Korrespondenzen (u.a.Menz) ausreichend Belegmateriual liefern. Briefe aus Tirol sind dagegen erheblich weniger vorhanden. In dem Kapitel Umleitungen zur Postgeschichte Tirolswird dieser Brief einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis leisten."

Hierzu kann ich jetzt einen Brief, ebenfalls von der Firma Graff in Bozen vom 19. März 1813 zeigen, der nach Brixen gebracht – und dort am 20. März aufgegeben wurde. Der Portobrief mit 8 Kreuzer Porto ging an die bekannte Firma Zumstein in Kempten.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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  • Bozen-Brixen-Kempten.20.3.1813.01.jpg
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Saturday, September 10th 2016, 7:35pm

Liebe Sammlerfreunde,

als Österreich von Bozen Besitz ergriffen hatte, brauchte die Firma Graff aus Bozen ihre Postsendungen nicht mehr in Brixen aufgeben.
Hierzu ein Brief von der Firma Graff in Bozen vom 23. September 1814, aufgegeben in Bozen (Österreich). Der Absender bezahlte bei der Briefaufgabe 12 Kreuzer C.M. Franko bis zur österreichisch bayerischen Grenze. Der Empfänger von da bis Kempten 8 Kreuzer Porto.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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Tuesday, December 6th 2016, 5:08pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Brief aus Rovereto (Tirol-Österreich) vom 23. August 1798, der zu Johann Jacob Graff in Bozen (Tirol-Österreich) gebracht wurde (Siegelseitig vermerkt). Dieser gab ihn in Bozen auf und bezahlte bei der Briefaufgabe 12 Kr.C.M. Franko bis zur Grenze (Adreßseitig vermerkt / durchgestrichene "12"). Der Empfänger in Kempten bezahlte 6 Kr.rh. Porto.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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Saturday, December 10th 2016, 2:24pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Brief aus Innsbruck (Tirol - Österreich) vom 10. Januar 1792, der nach Lindau gebracht - (Siegelseite Vermerk "Cramer - Lindau) und dort bei der Post aufgeliefert wurde. Der Empfänger in Kempten bezahlte 4 Kreuzer Porto.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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Saturday, December 10th 2016, 6:28pm

Hallo Hermann
...Die Spezifikation von Dero Ware muss lauten das alles Mailändische Ware ist den das ausländische Ware ist verboten..

zur damalige Situation interessante Inhalt.
LG A
"Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
W. v Humboldt

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Saturday, December 17th 2016, 10:33am

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Brief aus Bozen (Kgr. Bayern-Tirol) vom 5. August 1808 mit drei Stoffmuster, der mit Boten nach Brescia (Kgr. Italien) gebracht wurde.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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Thursday, December 7th 2017, 5:47am

Liebe Sammlerfreunde,

folgenden Brief möchte ich zeigen:
Brief aus Bozen (Tirol -Österreich) vom 1. März 1816, der nach Augsburg zum Forwarder gebracht wurde (siegelseitig vermerkt). Dieser gab ihn in Augsburg am 27. März 1816 als Portobrief auf. Der Empfänger in Kempten bezahlte 4 Kr. Porto.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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Wednesday, February 21st 2018, 8:12pm

In Ergänzung zu Abschnitt 1.
Wahrscheinlich auch in Brixen (Kgr. Bayern) gab Herr Graff diesen Brief auf.
Brief aus Bozen vom 7. Februar 1812, ohne Aufgabestempel, aber nur 8 Kr.
Porto in Kempten. Also wird der Brief ebenfalls in Brixen aufgegeben worden
sein.


Beste Grüße von VorphilaBayern
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