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101

Friday, February 16th 2018, 11:10pm

Hallo Andreas,

vorne stehen 10 Kreuzer Porto mittig drauf. ;)

Text:

Regensburg den 22. April 1840
In hoeflicher Erwiederung Ihrer geeehrten Zuschrift vom 10. ds (= dieses Monats), werde ich die die erwarteten Parthien Wachs nach
der mir damit ertheilten Vorschrift behandeln.
Inliegend habe ich das Vergnügen Ihnen eine Beilage dhn (des Herrn) J.
Kriegshaber in Wien zu ueberreichen von welchen mir neuerdings fuer Ihre we(rthe) Rechnung
4 Ballen Wachs --- avisirt sind, die ich nach Ihrem Wunsch ebenfalls nach Ankunft prompt an Sie versende.
Ich empfehle mich achtungsvoll
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

102

Friday, February 16th 2018, 11:40pm

Jetzt bin ich aber platt!!
Also die 10 hätte ich nie gelesen, vielleicht ein großes W . ... Aber 10 kr waren ein Haufen Geld, von Rgbg nach Würzburg, oder nicht?

Und so schnelle ne Transkription runtergezaubert. Ich ziehe meinen Hut !!
Vielen Dank!

Andreas

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103

Friday, February 16th 2018, 11:57pm

Lieber Andreas,

10x damals waren 2 Mittagessen, also kein Pappenstiel.

Den Hut darfst du aber aufbehalten - bei dem Wetter ... :D
Liebe Grüsse vom Ralph

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104

Saturday, February 17th 2018, 9:59am

Den Hut darfst du aber aufbehalten - bei dem Wetter ... :D



:P :P :P
Beste Grüsse von
Bayern Social



"Sammler sind glückliche Menschen"

105

Saturday, February 17th 2018, 10:46am

Na denn, ich habe eher die Schwierigkeit, einen Hut aufzusetzen. Letzte Woche waren hier gerade mal absurde 30 Grad! Jetzt sind wir wieder bei "normalen" 17 ...

LG Andreas

106

Saturday, February 17th 2018, 10:56am

Lieber Andreas,

wo sind denn solche treumhaften Temperaturen?? :)
Wir haben hier nur Winter, gefühlt seit Ende Oktober... ;(

Viele Grüße
Bayern Social
Beste Grüsse von
Bayern Social



"Sammler sind glückliche Menschen"

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107

Saturday, February 17th 2018, 11:23am

Lieber Andreas,

da empfehle ich einen echten Isler & Bruggießer Strohhut aus Wohlen im Aargau in der Schweiz, Modell 1805, für das ägyptische Expeditionskorps unter dem Empereur Napoleon erstmals im harten Auslandseinsatz; Restanten sollten vor Ort noch zu finden sein (entweder in Wohlen, oder in Alexandria). :D
Liebe Grüsse vom Ralph

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108

Saturday, February 17th 2018, 2:29pm

:D :D :D
ich traeume immer noch von dem sensationellen Dachbodenfund einer Kiste voller T&T Briefe irgendwo in Alexandria.... kann ja mal mit einem Isler Strohhut anfangen :D :D

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109

Saturday, February 17th 2018, 4:18pm

... fang mit 2 Hüten an - es ist immer gut, etwas Tauschmaterial aus längst vergangenen Zeiten zu haben ...
Liebe Grüsse vom Ralph

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110

Sunday, February 18th 2018, 3:17pm

:D Leider ist der mir vorliegende Brief nicht von Venino. Besten Gruß Luitpold




Dafür ein Brief aus Regensburg von der Tabakfabrik Bernard von 1830. http://www.schmalzlerfranzl.de/module.ph…d=vorlagen&am=5

Hier sieht man sehr schön die schwungvollen "10" Kr. Porto. (die "18" ist ein historischer Vermerk :D :D :D = Bündelware 18 St.)

Sehr ordentlich ist bei Venino die Eingangregistrierung. So hätte man auch den Absender, Datum, wenn der Inhalt mal nicht dabei wäre.



Versandanzeige 1 Kiste Tabak per Fuhrmann ? aus Bullenheim für den Kaufmann Philipp Anton Cusina in Gemünden.

Hier war Venino also nur Zwischenhändler. Warum aber bestellte Cusina nicht direkt bei Benard?

Viele Grüße von Luitpold
"Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

This post has been edited 2 times, last edit by "Luitpold" (Feb 18th 2018, 3:31pm)


111

Monday, February 19th 2018, 7:24am

Hallo

gute Frage wegen dem Zwischenhaendler. Georg Heintke war auch nur Zwischenhaendler fuer Julius (von) Ritter. (Bernard und Heintke waren wohl Nachbarn, beide in der Gesandtenstrasse. Nur die Tabakfabrik ist ein enormer Bau mitten in der Altstadt ... schone saniert mittlerweile)

Es gab auch damals Vertraege, und ich gehe davon aus, dass man Provisionen fuer getaetigten Zwischenhandel erhielt, aehnlich wie heute. Vielleicht dafuer auch fuer die Qualitaet der Ware buergte ...

Viele Gruesse
Andreas

112

Monday, February 19th 2018, 4:21pm

Hallo Luitpold, hallo Sammlerfreunde

Vielleicht gibt der folgende Brief einen Hinweis:

Eine Briefhuelle von V. Wenneis aus Wertheim an Venino in Wuerzburg.
Der Brief wurde am 14.3. abgesendet und kam in Wuerzburg am 15.03. an.

Zu meiner Freude fand ich innenseitig jedoch nicht wie erwartet den Briefinhalt von Wenneis, sondern den urspruenglichen Brief Venino’s an Wenneis vom 8.3. 1860.

Der sagt:

Würzburg, 8. März 1860

Herrn V. Wenneis in Wertheim

Wir erlauben uns Ihnen
in der Einlage zu überreichen
f 37//41 werf …. 22 febr. auf G. H. Schiller
dort, bittend, davon den Einzug
zu besorgen, und uns den
Gegenwerth abzüglich Ihrer Spesen
baar einzusenden.

Achtungsvoll zeichnen
C.A. Venino sel. Erben


Nun, Wenneis erhaelt demnach fuer geleistete Dienste eine Anerkennung in Form von
“abzgl. Spesen”. Das heisst fuer mich, dass er als Zwischenhaendler fungiert und dafuer entschaedigt wird.

Ich komme nur mit den 3Kr ncht zurecht: wieso kostet ein innlaendischer Brief aus Regensburg 20 Jahre vorher 10kr, und einer aus Baden gerade mal 3Kr. Hat das alles mit dem Gewicht des Briefes zu tun?

LG Andreas
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113

Monday, February 19th 2018, 4:42pm

Hallo Andreas,

mit den Postgebühren früher war es wie mit den Telefongebühren des 20. und 21. Jahrhundert - alles wurde alle paar Jahre günstiger.

Baden und Bayern im Postverein kosteten Briefe bis 10 Meilen unter 1 Loth (15,625 g) 3 Kr. franko und 6 Kr. porto, hier als Franko.

Bei deinem 10 Kr. Brief aus Regensburg galt bis 8,75g als einfach und die Entfernung in 6 Meilenschritten wie folgte: 3x, 4x, 6x, 8x, 10x usw..

Wenn du mal in meiner Nähe bist, gebe ich dir einen einträgigen Crashkurs in Gebühren anhand von ein paar Hundert Belegen, das packen wir schon. ;)
Liebe Grüsse vom Ralph

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114

Wednesday, February 21st 2018, 4:45pm

100 Mayence

Portobrief vom 12.11.1809 aus Mainz nach Würzburg.


Interessant ist hier der Frankobaum 6-8/14 in Rötel.


Ganz oben steht mit der "6" (Kreuzer = 1 1/2 Batzen handschriftlich) das Porto für das Taxis-Lehen des Fürsten Carl von Dahlberg.
Darunter im Bruch "8" (Kreuzer) für das Großherzogtum Würzburg unter Ferdinand Erzherzog von Österreich (ebenfalls Taxis-Lehen).
Unter dem Bruch "14" (Kreuzer) für das Gesamtporto.


"100 MAYENCE" (39 mm) als Aufgabestempel.





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115

Wednesday, February 21st 2018, 4:49pm

De Mayence

Hier noch drei weitere Briefe aus Mainz mit je 6 Keuzer Porto
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116

Yesterday, 9:47pm

Wenn du mal in meiner Nähe bist, gebe ich dir einen einträgigen Crashkurs in Gebühren anhand von ein paar Hundert Belegen, das packen wir schon.


Hallo Ralph, vielen Dank für das Angebot, da muss ich mich aber psychisch darauf vorbereiten...vor lauter Stempel und Handgekritzel werde ich wohl nur noch 'Bahnhof' am Ende verstehen ... :) :) :)

LG Andreas

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