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101

Thursday, June 8th 2017, 8:16pm

Wer sagts denn.. manche Hoffnung wird noch rascher erfüllt als erhofft! Euch Beiden, lieber liball und lieber Ralph (..mit "..ph"!) herzlichen Dank für Hilfe und die aufgewendete Zeit!

Herzliche Grüße - olle Rolf

Planke

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102

Saturday, October 7th 2017, 7:08pm

Baden Österreich!

Hallo Ihr helfende Sammler!
Habe heute wieder eine Hilfestellung von Nöten und bitte höflichts darum. Mein Problem ist der angehängte Brief. Gelaufen von Karlsruhe über St. Gallen nach Gröden. Der Brief wurde bis zur Grenze bezahlt 6 Kreuzer siegelseitig notiert.Auf der Vorderseite steht die Notierung 6 Kr. Transit bis zur Grenze Österreichs und 14 Kreuzer CM für Österreich. Mein Problem ?
Vor der 6 steht eine 1 ? Oder ist dies ein T fürTransit??? Datum des Briefes 18. 1. 1840
Bitte Ihre Meinung dazu . Danke und viele Grüße: Planke
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103

Saturday, October 7th 2017, 7:13pm

Lieber Planke,

da steht T6 / 14 für Transitporto 6 Kreuzer für die Schweiz und 14 Kreuzer Inlandsporto.

Österreich notierte immer oben das fremde Porto und unten das eigene Porto.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Planke

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104

Saturday, October 7th 2017, 9:23pm

Hallo Werter Ralph!
Danke für die schnelle Antwort!!! Für mich war das Zeichen vor der 6 kein T sondern eine 1. Hier ist Fantasie gefragt.
Danke und Grüße: Planke

105

Tuesday, November 14th 2017, 9:48pm

Hallo Sammlerfreunde,

heute ein Postvereinsbrief aus Heidelberg nach Kolozsvar in Siebenbürgen, damals zu Ungarn gehörend. Das heutige Cluj-Napoca, zu deutsch Klausenburg kam erst nach dem 1.Weltkrieg zu Rumänien. Die Zeit müsste ca. 1853-55 sein.

Gelaufen ist der Brief, für mich überraschend, über Württemberg und Bayern (jeweils Bahnpost) und nicht gleich nach Norden über Frankfurt, Giessen, Erfurt, Leipzig.

Der weitere Weg war dann aber klar und wurde auch vom Absender auch so notiert: Bodenbach, Prag, Wien, Budapest nach Siebenbürgen. Laufzeit 5 Tage, nicht schlecht für diese Strecke, aber halt alles mit der Bahn möglich.

LG
Christian
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106

Tuesday, November 14th 2017, 9:55pm

Hallo Christian,

Glückwunsch zu dem tollen Brief - nach reiflicher Überlegung glaube ich eher an 1853, als an 1854 oder später, weil Bayern bis März 1854 noch den offenen Transit bei der Bahnpost stempelte und hier dürfte die Strecke Augsburg - Nürnberg involviert gewesen sein, auch wenn der Stempel sehr unklar ist.
Liebe Grüsse vom Ralph

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107

Tuesday, November 14th 2017, 10:10pm

Hallo Ralph,

danke für die Glückwünsche, wahrlich ein Schnapp zum kleinen Preis. :)

Habe soeben deinen Bodenbach-Artikel im Rundbrief nochmal durchgeschaut und die bayerischen Bahnpoststempel tauchen auf zwei Bodenbach-Briefen aus dem Jahr 1853 auf, später nicht mehr. Ich denke auch dass der Brief aus 1853 ist.

LG
Christian

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108

Tuesday, November 14th 2017, 10:18pm

Hallo Christian,

dann sind wir ja einer Meinung - tolles Stück:

Baden - Württemberg - Bayern - Taxis - Sachsen - Österreich - Ungarn. Nicht sooo schlecht für einen Brief - lass mich raten: 900 km Strecke bestimmt, oder? Dafür war die Zeit absolute Klasse!
Liebe Grüsse vom Ralph

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109

Tuesday, November 14th 2017, 10:40pm

Hallo Ralph,

900km reichen nicht, der direkte Weg nach Osten über Salzburg, Wien sind schon 1300km, über Leipzig, Bodenbach, Prag über 1500km.

Da verdienen 5 Tage Laufzeit allergrössten Respekt.

LG
Christian

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110

Tuesday, November 14th 2017, 10:43pm

Hallo Christian,

ja, das ist erstaunlich schnell für diese Zeit - phantastisch. Vlt. einer der weitesten, deutschen Briefe via Bodenbach, die wir bisher entdeckt haben. Ich hoffe, der Verkäufer ärgert sich nicht allzu sehr ... ^^
Liebe Grüsse vom Ralph

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111

Tuesday, November 14th 2017, 11:14pm

...wir werden es nie erfahren. ^^

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112

Monday, February 19th 2018, 12:47pm

Wien - Heidelberg O.B.C.

Liebe Freunde,

heute kann ich ein ganz besonderes Briefchen zeigen, wie ich noch keines zuvor gesehen habe.

Wien 15.5.1851 - Heidelberg 19.5.1851

Der Absender wusste (oder ahnte), dass Baden ab 1.5.1851 im Postverein war und erst damit waren Markenbriefe zugelassen. Ergo klebte er folgerichtig eine 9 Kreuzer Marke für einfache Briefe über 20 Meilen unter 1 Loth auf. Es war aber ein Damenkuvert, dem etwas beigeschlossen war, lesen wir doch die Anschrift: "Herrn Herrn I. C. Wilekens mit Briefen des Herrn Ober- Amtmann Wilekens zu Heidelberg am Neckar Grosherzogthum Baaden".

Warum dann die Aufgabepost in Wien noch 1851 den nur für Briefe NACH Bayern, nicht für Briefe ÜBER Bayern vom 1.10.1842 bis zum 30.6.1850 sinnvollen O.B.C. - Stempel abschlug, wird uns immer ein Rätsel bleiben müssen.

Briefe mit O.B.C. - Stempel (Oesterreichisch - Bayerische - Correspondenz) nach Bayern nach dem 1.7.1850 sind schon sehr selten und nur hie und da mal anzutreffen, welche über Bayern nach Württemberg und Baden aber große Raritäten.
In Verbindung mit einem Brief mit Briefen kenne ich gar kein vergleichbares Stück

Bei der Leitung in 4 Tagen darf geknobelt werden, wie er von Wien aus lief. Ich denke, er lief über Bodenbach - Sachsen - Taxis - Preußen - Taxis nach Heidelberg, weil von Österreich aus keine Bahn nach Bayern ging und von Bayern aus keine nach Baden. Nur über Bodenbach und den Norden der Republik war eine Leitung auf Gleisen möglich und von Wien nach München hätte es schon 3 Tage gedauert ...
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Liebe Grüsse vom Ralph

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113

Monday, February 19th 2018, 7:30pm

Hallo Ralph,

...ein Traumbrief aus den Anfängen der Postvereins. 8o

Glückwunsch, dass du ihn bekommen hast.

LG
Christian

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114

Monday, February 19th 2018, 8:12pm

Hallo Christian,

da sprichst du ein hohes Wort gelassen aus - du ahnst nicht, was ich da drauf hatte ... aber es ist doch schön, wenn man sich abspricht, um sich nicht auf den Mond zu schießen. :)
Liebe Grüsse vom Ralph

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balf_de

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115

Tuesday, February 20th 2018, 5:00pm

Hallo Ralph,

den Glückwünschen zu diesem wirklich ungewöhnlichen und ganz sicher seltenen Brief möchte ich mich anschließen! Noch dazu nach Heidelberg! :) Vielen Dank fürs zeigen!
Zur Postgeschichte kann ich natürlich nichts ergänzen, aber als Heidelberger, der die Wilckensstraße und die Wilckensschule in HD kennt, hatte ich gehofft, noch "Sophy-mäßig" etwas beitragen zu können. Aber leider ist unser alter Bürgermeister Karl Wilckens erst 1851 geboren ...
Das war also nichts.

Zur Beförderungsdauer ...
Bei der Leitung in 4 Tagen darf geknobelt werden, wie er von Wien aus lief. Ich denke, er lief über Bodenbach - Sachsen - Taxis - Preußen - Taxis nach Heidelberg, weil von Österreich aus keine Bahn nach Bayern ging und von Bayern aus keine nach Baden. Nur über Bodenbach und den Norden der Republik war eine Leitung auf Gleisen möglich und von Wien nach München hätte es schon 3 Tage gedauert ...
... kann ich einen Brief aus dem Frühjahr 1852 zeigen, der ebenfalls relativ schnell von Wien nach Heidelberg kam. Leider sind die sparsam abgeschlagenen Stempel nicht sehr hilfreich bezüglich des Leitwegs.

Viele Grüße
Alfred
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116

Tuesday, February 20th 2018, 5:54pm

Lieber Alfred,

auf deine Antwort hatte ich gehofft! Danke dafür.

Das Internet weiß nicht alles - ich habe nach dem Namen erst gar nicht gegoogled, weil ich eh nichts finde; wenn du nichts findest als Heidelberger, habe ich mir diese Mühewaltung zu Recht erspart.

Dein Brief ist natürlich viel schöner als meiner und hat auch die kalligraphisch höherwertige Adresse.

Deiner hat nur gut 3 Tage von Wien aus gebraucht - aber 1 Jahr später konnten die Bahnanschlüsse schon optimiert worden sein, was ich für äußerst wahrscheinlich halte, denn erst ab April 1851 war die Leitung Wien - Prag - Bodenbach - Dresden - Leipzig gangbar geworden, da galt es viel abzustimmen.

Wenn er nicht so gut in 2 meiner Sammlungen passen würde, häbe ich ihn ja an dich weiter. Aber so bräche es mir das Herz ...
Liebe Grüsse vom Ralph

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