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121

Saturday, December 9th 2017, 10:12am

Liebe Freunde,

schludrig war der 2. Vorname von Augsburg, egal ob in der Stadt, oder am Bahnhof. Hier ein Bischofsbrief vom 23.5.1874 an das kath. Pfarramt in Lenzfried.

Korrekt wäre bei einem Dienstbrief wie hier die Notation der Geschäftsnummer, die vorgeschrieben war, wollte man die Portoportofreiheit erlangen. Bei einer Partei - Sache wie hier war das aber nicht möglich, da sie immer kostenpflichtig war. Jedoch waren Partei Sachen bei unfreier Versendung nur mit der Frankotaxe (3 Kr. unter 15g und 7 Kr. über 15 bis 250g) zu versehen.

Entsprach eine Partei Sache aber nicht den Anforderungen, wie oben geschildert, war auch die Portomoderation dahin und Briefe kosteten 7 Kr. bzw. 11 Kreuzer unfrei.

Jetzt können wir uns aussuchen, ob die Aufgabepost den Mangel bestraften und aus einer 3 Kr. Parteisache bis 15g einen gewöhnlichen Portobrief mit 7 Kr. Porto machte, oder ober man eine Partei Sache der 2. Gewichtsstufe einfach so abgehen ließ. Es gibt aber noch eine dritte Variante: Vlt. hat man gar nicht bemerkt, dass es eine Partei Sache war und den Brief einfach wie jeden gewöhnlichen Privatportobrief mit 7 Kr. taxiert?
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Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Minimarke

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122

Saturday, February 10th 2018, 8:20pm

Dienstbriefe nach Ansbach

Von Pleinfeld und Possenheim nach Ansbach, beidesmal als ReichsSache gelaufen.
Eine Frage hätte ich noch diese notierten Nummern sind Vorgangasnummern, oder haben die auch noch eine andere Funktion?
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Grüße aus Bempflingen
Ulrich

Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

Erdinger

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123

Saturday, February 10th 2018, 11:10pm

Hallo minimarke,

kleine Korrektur: es heißt nicht Reichssache, sondern Regierungssache.

Dein einer Brief zeigt das Kürzel KDS für Königliche Dienstsache, das war bis 1829 die Bezeichnung für solche Dienstbriefe, ab diesem Jahr war der Begriff Regierungssache vorgeschrieben.
Daneben gab es noch PS, die Parteisache, falls eine amtliche Stelle für eine private Partei tätig wurde.

Aus diesem Grund waren auch die Expeditionsnummern so wichtig, weil die Postausgänge in Auslaufmanuale zur Überprüfung und zu Abrechnungszwecken eingetragen wurden. Reine Dienstsachen zwischen Behörden waren portobefreit, Parteisachen nicht. Letztere konnten frei oder unfrei aufgegeben werden. Wenn sie frei aufgegeben wurden (eher die Ausnahme), dann wurden die dafür angefallenen Kosten turnusmäßig mit der Post abgerechnet.

Für Dienstbriefe war die Kennzeichnung als Regierungssache vorgeschrieben, die Briefe mussten eine Expeditionsnummer und rückseitig eine Dienstsiegelung aufweisen. 1871 wurde die Verpflichtung abgeschafft, die Expeditionsnummer zu notieren.

Viele Grüße aus Erding!
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124

Wednesday, February 21st 2018, 10:53am

Liebe Freunde,

frankierte Armensachen sind nicht so häufig, wie man sie sich wünscht. Daher habe ich bei dieser zugegriffen, die am 19.1.1858 in Augsburg beim Filialamt vom katholischen Stadtpfarramt St. Georg an den lokalen Armenpflegschaftsrath in Riedlingen bei Donauwörth mit 3 Kr. frankiert worden war, denn die Portofreiheit in Armensachen war bei der Briefpost an die Armenpflegschaftsrät(h)e nicht mehr gegeben.

Eigentlich müsste es Unmengen von diesen Dienstbriefen, in der Regel mit 1, 3 oder 6 Kreuzer Frankaturen geben - doch der Markt gibt dergleichen nicht her. Wer eine hat, darf sie mir gerne anbieten.
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125

Saturday, February 24th 2018, 10:52am

Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Dienstbrief aus Nürnberg vom 8.1.1852 nach Ansbach, der unten links als R. S. den Vermerk trägt "Mit 1. Paß". Die Besonderheit ist nicht nur, dass ein amtlicher Paß des kgl. Landgerichts Nürnberg untergebunden war, weswegen der Brief keinen Ankunftsstempel von Ansbach aufweisen konnte, sondern dass er als R. S. portofrei lief, wie man doch eigentlich annehmen müsste, dass die Beantragung von Päßen und Ausweisen eine höchst private Sache war, die für dem jeweils Beauftragenden kostenpflichtig hätte gewesen sein müssen (und es noch heute ist).

Aber wenn wir uns den Empfänger ansehen, die kgl. Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, geht einem vlt. ein Licht auf: Womöglich hat ein Staatsdiener eine Dienstreise ins Ausland machen müssen und benötigte dafür dienstlich einen Reisepaß. Das wäre natürlich schon ein Grund, ihm diesen kostenlos zu verpassen und mit einem Brief wie diesen auf die Reise zu schicken.
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126

Monday, April 2nd 2018, 11:15am

Liebe Freunde,

2 Dienstbriefe aus Augsburg (1852 + 1854) geben mir Rätsel auf, weil beide in unterschiedlichen Belangen vorne den Vermerk "D G" aufweisen, den ich bei Privatbriefen als "Durch Güte" kenne, was hier sinnlos erscheint.

Hat jemand eine Idee, was mit D. G. gemeint sein könnte?
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