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21

Saturday, January 12th 2013, 12:22am

Lieber Bayern Klassisch

Danke für Deine Antwort.
Warum 9 ist geschrieben auf der Vorderseite weisst ich auch nicht. Der 9 Dec. stimmt mít dem französische Porto von Strassbourg bis Manosque 550 km für Brief von 6 bis 8 Gramm, wenn es nur 0 bis 6 Gramm Wog war das Porto 8 Decimes.

Liebe Grüße
Jørgen

22

Tuesday, March 19th 2013, 10:37pm

Strassburg, 24.Mai 1865

ein typisches Beispiel, wie ein kurzer Spaziergang die Portokasse schonen konnte


beste Grüsse
bayernalbi
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23

Wednesday, July 30th 2014, 12:47pm

Hallo Bayernalbi,

ein sehr schönes Beispiel der illegalen Erlangung eines finanziellen Vorteils.

Aber jetzt zu etwas ganz anderem. Ein Portobrief von Baden Baden ("Baden" oder "B. Baden" damals gerne geschrieben) lief am 13.2.1864 über Strasbourg nach Paris. Baden stempelte B.6.K. für "Baden 6 Kreuzer", womit der badische Portoanteil nicht geschrieben, sondern gestempelt worden war.

Diese 6x entsprachen 2 Decimes, zu denen 4 Decimes für Frankreich kamen, so dass der Postbeamte in Strasbourg korrekt 6 Dec. händisch notierte (dafür gab es eigentlich Stempel - wäre auch nicht schlecht gewesen, einen Brief mit 2 Portostempeln zeigen zu können).

Mein Kaufgrund war aber der Abschlag des Stempels "Bavière Strasbourg" vom selben Tag, der auf badischen Briefen nicht häufig vorkommt, während es weit mehr bayerische Briefe gab/gibt, die den falschen Stempel "Bade Strasbourg" tragen.

Ahnt oder weiß jemand die Gründe hierfür?
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Liebe Grüsse vom Ralph

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vals59

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24

Wednesday, July 30th 2014, 9:18pm

Hallo Ralph,

Warum illegal?
Meiner Meinung nach, gibt es kein Verbot für einen Franzosen, seine Post in Ausland zu postieren, um etwas Geld zu sparen. Da es kein Verbot für einen Ausländer gibt, dieselbe Sache in Frankreich zu machen.

Viele Grüsse.
Emmanuel.

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25

Thursday, July 31st 2014, 8:05am

Hallo Emmanuel,

bei vielen Ländern im 19. Jahrhundert war es verboten, verschlossene Briefe im Ausland aufzugeben, weil dem Staat - hier Frankreich - Geld verloren ging.

Bist du sicher, dass Frankreich, welches in mehreren Bereichen eher retardierend handelte und urteilte, das so locker gesehen hat?
Liebe Grüsse vom Ralph

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vals59

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26

Thursday, July 31st 2014, 9:15pm

Hallo Ralph,

In Frankreich, nur die Private Beförderung von Post war verboten, aber nichts hindert einen Franzosen, seine Post auf der anderen Seite der Grenze postieren zu gehen. Ich stelle dieses Phänomen für Departement Nord und Belgien fest. Es kommt vor, daß Franzosen ihre Post in belgische Grenzgemeinden postieren, wie es kommt vor, daß die Belgier ihre Post in Französische Grenzgemeinden postieren.
Viele Grüsse.
Emmanuel.

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27

Thursday, July 31st 2014, 9:27pm

Hallo Emmanuel,

danke für diese Info - man hat im 19. Jahrhundert (und wohl schon davor) die Post gerne mal dort aufgegeben, wo es günstiger war und wenn man in Grenznähe wohnte, war das ein beliebter Sport.

Es wurde seitens der Postverwaltungen auch gewünscht, die Leute einer Visitation zu unterziehen, wenn sie über die Grenze gingen. Auch wurde angedacht, bei Bahnreisenden das Gepäck zu untersuchen, um den sog. Briefeschmuggel zu vermeiden. Letzlich hat es alles nichts gebracht, weil die Personalkosten für die vielen, benötigten Kontrolleure weit höher gewesen wären, als die möglichen Strafen und die Nicht - Ersparnis der Reisenden.
Liebe Grüsse vom Ralph

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28

Saturday, August 30th 2014, 10:32pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu ein barfrankierter Charge Brief von Baden (Großherzogtum Baden)
nach Straßburg (Frankreich) vom 21. Juni 1817. Die Taxierungen wurden
teilweise abgeändert.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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29

Saturday, August 30th 2014, 10:55pm

Lieber VorphilaBayern,

seltenes Stück - die Aufgabepost hatte ihn zuerst in der 1. Gewichtsstufe gesehen und 4x für sich und 8x für Frankreich notiert.

Dann korrigierte sie auf 6x für sich und 18x für Frankreich, die in 6 Decimes reduziert wurden.
Liebe Grüsse vom Ralph

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balf_de

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30

Wednesday, December 17th 2014, 5:52pm

Hallo zusammen,

weiter vorne in diesem Thread, habe ich schon einmal festgestellt, dass ich zum Nachweis des 9-Kreuzer-Portos für leichte Briefe nach Frankreich eigentlich keine weiteren Belege brauche - aber trotz aller postgeschichtlichen Präferenzen bin ich doch - noch immer - viel zu sehr Briefmarkensammler, als dass ich einem attraktiven Heidelberg-Brief widerstehen könnte. Zumal, wenn es sich um einen Briefumschlag mit Zusatzfrankatur handelt …

Seit heute neu in der Sammlung ist dieser Briefumschlag U12 vom November 1868, der mit einer MiNr. 19a auffrankiert wurde, um das 9-Kreuzer-Porto darzustellen. Interessant ist die Siegelseite: anders als die älteren Briefe nach Südfrankreich wurde er vom Grenzübergang in Straßburg aus offensichtlich nicht über Paris sondern direkt nach Marseille spediert, wo er noch am gleichen Tag, dem 20. November 1868 ankam. Da war wohl zwischenzeitlich die Eisenbahnlinie entlang dem Rhonetal fertiggestellt. Von dort aus ging es etwas langsamer weiter - über Tarascon nach Pau, wo er zwei Tage später ankam.

Viele Grüße
balf_de
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Wednesday, December 17th 2014, 6:40pm

Lieber balf_de,

vorzuügliches Stück - wie immer von HD, wenn du es zeigst.

Sagte nicht der liebe Emmanuel mal, dass ab 1865, wenn ich es recht erinnere, die Sendungen nicht mehr stets via Paris zu leiten waren?
Liebe Grüsse vom Ralph

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Wednesday, February 4th 2015, 9:54pm

Hallo Zusammen ,

Nach langer Zeit habe ich auch wieder mal die Zeit gefunden hier etwas zu schreiben bzw. zu zeigen ^^

Hier einen schönen Brief vom 6.Mai.1864 der von Baden nach Paris ging .
Da ich mich aber nicht so sehr mit dem Porto / Stempeln auskenne zwischen Baden und Frankreich , stelle ich nun folgende Fragen :
Was bedeutet der "PD" Stempel ?
Und der Brief ist mit 9 Kreuzer Frankiert , warum steht da noch eine rote 6 geschrieben ?
Und könnt ihr mir den Absender Identifizierenen ?
Mfg
Christian
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33

Wednesday, February 4th 2015, 10:05pm

Hallo Christian,

schön, dass du dich auch noch mal beteiligst :)!
Der PD-Stempel bedeutet so viel, dass der Brief vollständig bis zum Empfänger bezahlt wurde!
Zu der Taxierung kann dir sicherlich Ralph mehr sagen :)

LG

Kevin

34

Wednesday, February 4th 2015, 10:25pm

Hallo Christian,

zum Porto: ab 01.01.1857 war ein neuer Postvertrag zwischen Baden und Frankreich gültig, der regelte, dass für Frankobriefe aus Baden nach Frankreich eine Postvereinstaxe von 3x und eine französische Taxe von 6x zu bezahlen war, insg. also 9x.
Dies galt für Briefe bis zu einem halben Lot= 7,5g.
Die rote 6 ist das Weiterfranko, der französische Anteil von 6x.

Viele Grüsse
Christian

balf_de

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Thursday, February 5th 2015, 4:33pm

Hallo zusammen,
Hier einen schönen Brief vom 6.Mai.1864 der von Baden nach Paris ging .
sehr richtig: ein schöner Brief - danke fürs Zeigen!

Postgeschichtlich ist schon alles gesagt - 9 Kreuzer waren die richtige Frankierung für einen leichten Brief bis 7,5 Gramm. Aber da ich immer noch etwas mehr Briefmarkensammler bin als "Postgeschichtler", möchte ich auch gerne die Marke kommentieren: eine leider ziemlich "eckrunde" Michelnummer 15. Bekanntlich gibt es von dieser Marke unterschiedlich bewertete Farbnuancen: (Hell-)Braun, Gelbbraun, Fahlbraun und Dunkelbraun. Die "beste" Farbe ist die Nr.15c, die dunkelbraune. Wobei es genau genommen weniger auf die Tiefe der Farbe ankommt als vielmehr auf die "fehlenden Rot-Anteile". Mit einem Brief in die Schweiz, den ich gleich anschließend im passenden Thread zeigen will, habe ich da eine positive Überraschung erlebt: die Farbe, die der auf dem hier vom @Schwarzen Einser gezeigten Frankreich-Brief sehr ähnlich scheint, wurde als c-Farbe attestiert.

Hierher passt ein kleiner 9-Kreuzer-Brief nach Paris, der ein paar Jahre jünger ist (1869) und daher mit der nächsten badischen 9-Kreuzer-Marke, der Michelnummer 20 frankiert ist. Hier gibt es Parallelen: die Marke zeigt sich ebenfalls reichlich "eckrund", lässt aber auch Hoffnungen auf die "gute" c-Farbe zu …..

Viele Grüße
balf_de
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Thursday, February 5th 2015, 6:31pm

Hallo,

Erstmal Danke für die tollen Antworte .

@balf_de : Sehr Motivierende Informationen gibst du mir . Die 9 Kreuzer marke stellt im Vergleich zu deiner , im anderem Thread gezeigtem Brief , große ähnlichkeiten . Denoch kann der schein Trügen da man sich nicht alzusehr auf Scans und Bilder verlassen soll . Werde die Tage mal schauen ob es eine Mi.Nr.15c ist .

Vielen Dank und euch noch einen schönen Abend .
Christian



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37

Tuesday, May 31st 2016, 4:11pm

Todtnau - Lyon 1852

Liebe Freunde,

heute zeige ich einen hübschen Portobrief aus dem besinnlichen Todtnau vom 25.11.1852 nach Lyon. Baden erhielt 2 Decimes am 26.11.1852 beim Grenzübergang St. Louis - Basel gut geschrieben und in Lyon am 28.11. kassierte man 4 Decimes Gesamtporto, also knapp 12 Kreuzer. Der Brief durfte in Baden hierfür nur einfachen Gewichts sein (unter 1 Loth in Baden, bis 7,5g in Frankreich). Er enthält eine schöne Rechnung der Firma Francois Joseph Faller, die ich hier gefunden habe:

http://www.faller-buersten.de/index.php?lan=de&env=profil
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Liebe Grüsse vom Ralph

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38

Sunday, February 4th 2018, 1:26pm

Kehl <-> Strasbourg

hallo zusammen,

Es sind gerade mal 3km über die Rheinbrücke, um für Auslandsbriefe in den Genuss des Inlandsportos zu kommen.

Strasbourg - Frankfurt mit 9 Kreuzer ab Kehl und
Kehl - Monpellier mit 20 centimes ab Strasbourg versandt.

besten Gruß
stampmix
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Sunday, February 4th 2018, 4:56pm

Hallo stampmix,

ein sehr schönes Pärchen - ich liebe solche Gegenüberstellungen, aber das ist ja bekannt. :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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