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121

Thursday, January 18th 2018, 6:11pm

Lieber Ralph,

unter FORWARDING AGENTS by CITIES findet sich (siehe Abbildung).

Viele Grüße,
nitram
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122

Thursday, January 18th 2018, 7:23pm

Lieber nitram,

vielen Dank - ich habe mir diesen Link auf einem anderen PC gespeichert und fast schon Pichler ausgeknobelt, war mir aber nicht sicher (Pichler hatte immer rot gestempelt, aber vor ein paar Jahren habe ich einen ähnlichen Brief mit Forwarding - Stempel gesehen, der einen anderen roten Stempel aus München trug, daher war ich vorsichtig).

Aber jetzt ist alles klar - Sebastian hieß nur der. :)
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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123

Saturday, January 20th 2018, 10:39am

Liebe Freunde,

die Interpretation des folgenden Briefes steht auf tönernen Füßen und wer sie aushärten lassen kann, ist gerne gesehen.

Die Anschrift lautet:

An Den k. General der Infanterie, Gesandten am preußischen Hofe pp Joseph Grafen von Rechberg
Mindelheim

Zustellgeld 4 Xr

Mandatar ad insunandum
Adv(ocat) Herrle dahier

Der Brief wurde in Augsburg am 23.12.1824 unfrei aufgegeben und eine Portofreiheit schien nicht vorgelegen zu haben (beim Empfänger). Man taxierte ihn mit 6 Kr. Porto, welches man in Mindelheim abstich, um es mit einem Kreuzer Botenlohn auf 7 Kr. zu erhöhen.

Der Vermerk "Zustellgeld 4 Kreuzer" scheint mit aber in der selben Tinte und Schrift vorgenommen worden zu sein, wie die ganze Adresse auch. Ich vermute nun, dass die Post 6 Kr., der Bote 1 Kr. und eine gesonderte Zustellung weitere 4 Kr. gekostet haben müsste, wüsste aber doch gerne, wie das physisch vor sich gegangen sein sollte, weil sich eigenltich der Botenlohn von 1 Kr. nicht so gut mit einer Insinuationsgebühr von 4 Kr. verträgt, oder liege ich hier falsch?
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Liebe Grüsse vom Ralph

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Erdinger

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124

Saturday, January 20th 2018, 11:52am

Lieber Ralph,

der Brief wurde zunächst dem Advokaten Herrle oder Herele in Augsburg in seiner Funktion als Insinuationsmandatar des Adressaten zugestellt. Der Advokat gab ihn dann auf die Post.
Einen Advokaten Herele habe ich in Augsburg gefunden.
Der Vermerk über die 4 Kreuzer sieht zwar nach der gleichen Tinte aus, ist aber von anderer Hand und dürfte den Betrag darstellen, den der Gerichtsdiener für seinen Weg zum Advokaten bekam. Links oben gibt es eine Expeditionsnummer.
Auch "Mindelheim" wurde von anderer Hand hinzugefügt. Was sagt denn das Amtssiegel auf der Rückseite, wenn es eines gibt?
Inhalt gibt es wohl nicht, sonst hättest du ihn uns wohl gezeigt, oder?
Immerhin wusste ich noch nicht, dass in Mindelheim Bestellkreuzer fällig wurden.

Viele Grüße aus Erding!
Achter Kontich wonen er ook mensen!

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125

Saturday, January 20th 2018, 12:03pm

Lieber Dietmar,

danke für deine Antwort - Herele scheint richtig zu sein, schwer zu lesen.

Das Wort Mindelheim scheint mir in ähnlicher Sepiatinte wie die Taxe von 6 Kr. notiert worden zu sein - Zufall?

Hinten war ein Trockensiegel angebracht, das nicht zu interpretieren ist, leider!

Innen leider bis auf 2 kleine Vermerke aus dem Zusammenhang blank.
Liebe Grüsse vom Ralph

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126

Thursday, January 25th 2018, 2:46pm

Lahr (Baden) - Nördlingen - Thann (heute: Tann) bei Simbach am Inn

Liebe Freunde,

eine kleine eierlegende Wollmilchsau ist mir ins Netz gegangen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Geschrieben von der Zichorien - Fabrik C. Trampler in Lahr in Baden wurde die Rechnung vom 1.10.1866 zuerst in Nördlingen an der bayerisch - württembergischen Grenze mit 3 Kr. frankiert (Tarif vom 1.8.1865 ohne Entfernungsunterscheidung bis 1 Loth - da auf blauem Zigarettenpapier geschrieben unter 5g leicht). Man teilte dem Empfänger, Ferdinand Schustetter in Thann bei Simbach in Niederbayern mit, dass die von ihm bestellten Waren "mittelst Abstoß im Bahnhofe in Vilshofen & von da durch den Thanner Boten" zukommen würden und er nach Erhalt die Bezahlung derselben an die Herren Gutleben & Weidert in München vorzunehmen hätte.

Die Postaufgabe erfolgte am 7.10.1866 in Nördlingen, die Entwertung des Randstücks der Nr. 9 durch 2 Abschläge des offenen Mühlrades 354 (eigentlicher Grund meines Kaufes). Am Folgetag kam er in Thann bei Eggenfelden an.

Bei regulärer Postaufgabe im badischen Lahr hätte es bis Tann bei einer Entfernung von 52 Meilen 9 Kreuzer gekostet, so wurden also 6 Kreuzer eingespart. Vor dem 1.8.1865 wäre es als Inlandsbrief von Nördlingen nach Tann auch teurer gewesen: Bei 27 Meilen (über 12 Meilen) hätte man damals mit 6 Kreuzern frankieren müssen.

So einen Brief aus Lahr via Nördlingen nach Tann suche ich ab jetzt noch.
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Liebe Grüsse vom Ralph

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maunzerle

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127

Thursday, January 25th 2018, 4:09pm

Lieber Ralph,

66% gespart. Da wird der Herr Trampler nicht unfroh gewesen sein.

Danke für's Zeigen und viel Erfolg bei der Suche nach dem 6 Kreuzer-Brief.

Liebe Grüße von maunzerle
"Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

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128

Thursday, January 25th 2018, 5:38pm

Lieber Peter,

vielen Dank - ich werde die Augen offen halten. Lange, sehr lange sogar. ;)
Liebe Grüsse vom Ralph

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Wednesday, February 21st 2018, 10:06am

Liebe Freunde,

unscheinbar, aber nicht übel, präsentiert sich ein Brief aus Wörth an der Donau vom 5.11.1859 an den kgl. Advokaten Metz Regensburg, der den Vermerk "frco" trägt, aber keine Freimarke aufweist. Dies war aber korrekt, da darunter vermerkt wurde "Denk fürstlicher Domainenrath" und damit hatten wir die Portofreiheit derer von Thurn und Taxis im Spiel, so dass man zu Recht einen Diagonalstrich anbrachte als Zeichen, dass hier nichts zu fordern war.

Nach Wörth an die dortige Taxis - Administration kannte ich einige Briefe, von dort aber waren sie mir nicht geläufig, was jetzt anders ist.
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Liebe Grüsse vom Ralph

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