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201

Sunday, October 1st 2017, 7:38am

Hallo Martin,

vielen Dank für die Spezifizierung - klasse!

Wenn der Stempel sehr selten ist, ist das ja eine feine Sache. Manchmal hat man einfach Glück ... ^^
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

202

Monday, October 2nd 2017, 4:36pm

Manchmal hat man einfach Glück ... ^^
War das hier auch mal der Fall so nach dem Spruch "ein blindes Huhn findet auch mal ein Körnchen" :?:



Mir fiel zuerst die Pl. 4 ? auf, ein 3seitiger sorgfältig großzügiger Schnitt und dann rechts - gerissen?



Dann natürlich der "senkrechte blaue Strich" = Bestellgeld. Dann aber "Postrestante" ?

Ist das ein Fall für den großen Kenner, dem Verfasser des wohl nach 5 Jahren intensivster Forschung uns allen umwerfenden 30seitigen Fachbeitrags im noch druckfrischen Zustand befindlichen ARGE BK-RB ? - wer hat den schon studiert ?
Leider ist das hier nur eine "Rest-Hülle", rückseitig nur dieser EK D1 und "rostige Büroklammer", also alles andere als vorzeigbar.
Zum Gutsbesitzer findet sich auch nicht viel, also ein "Flop"?

Luitpold
"Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

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203

Monday, October 2nd 2017, 7:04pm

Lieber Luitpold,

nettes Stück! :P

Ich kann 2 Möglichkeiten anbieten:

1. Die Post hat poste restante übersehen und den Brief routinemäßig dem Boten ausgehändigt.

2. Der Empfänger hatte Anweisung gegeben, auch poste restante zu gestellende Poststücke an ihn direkt auszuliefern.

Ich hatte unlängst das Glück (oder Pech, je nachdem) eine kleine Korrespondenz von Bayern in Taxisland - Kreuzergebiet sehen zu dürfen, bei der alle Briefe poste restante auf Wunsch des Absenders zu gestellen waren - die Hälfte war wie dein Brief mit Bestellgeld versehen, die andere Hälfte war im Postlokal vorrätig gehalten worden.

Leider war die Qualität unterirdisch, so dass ich mir nur diese Besonderheit merkte, den Kauf aber verschmähte. Wenn du den aber abgeben willst, wäre ich nicht völlig abgeneigt ...

Leider ist am Samstag der von dir gewünschte Würzburger poste restante Brief im Saal fast beim doppelten Ausruf gelandet, was ich schon befürchtet hatte - du hast ihn also leider Gottes nicht bekommen; sehr schade, denn du hättest ihn hier gebührend vorgestellt und hochinteressant war er sowieso.
Liebe Grüsse vom Ralph

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204

Tuesday, October 3rd 2017, 9:23am


Leider ist am Samstag der von dir gewünschte Würzburger poste restante Brief im Saal fast beim doppelten Ausruf gelandet, was ich schon befürchtet hatte - du hast ihn also leider Gottes nicht bekommen; sehr schade, denn du hättest ihn hier gebührend vorgestellt und hochinteressant war er sowieso.
Lieber bayern klassisch,

wenn "nicht alle Stricke reißen ..." könnte ich Dir das Briefchen in Sindelfingen geben (Freitag, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Mitfahrgelegenheit klappt).

Zu dem von Dir erwähnten Brief bei der Köhler-Auktion: da ich vermute, dass er in einer "Gesellschaftgeschichtlichen Sammlung" seinen Platz finden wird hätte ich auch den doppelten Zuschlagspreis bieten können - aber ist das gerechtfertigt? Für mich nicht.
Allerdings, wäre er mit Inhalt gewesen, tja das wäre eine andere Sache gewesen (wer war der Absender?). Aus der Familie oder den Kollegen der Uni Würzburg http://wuerzburgwiki.de/wiki/Rudolf_Virchow



Und noch eines: der Vermerk "Poste restante bei Prof. Bruns"? Lag der Brief nun auf der Post, oder, aufgrund der prominenten Person https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_von_Bruns doch zugestellt?

Virchow war wohl auf der 30. Versammlung deutscher Naturforscher u. Ärzte zu Tübingen vom 18.-24.9.1853, wo er zum Präsidenten der Sektion Medizin gewählt wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_Deutscher_Naturf

Bevor ich aber noch tiefer recherchiere, macht euch die Freude und googelt mal selbst. Erstaunlich welche Informationen sich finden lassen (Querverbindungen!)

Nun, sind wir mal gespannt, ob der Brief in einer entsprechenden "Groß-Gold"-Sammlung seinen würdigen Platz finden wird und wir ihn dann entsprechend geschmückt bestaunen dürfen.

Vielen Dank, lieber byern klassich, es würde mich freuen auch Dir einmal etwas zurückgeben zu dürfen.

Einen schönen "Tag der Deutschen Einheit", wünscht Luitpold
Luitpold has attached the following image:
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205

Tuesday, October 3rd 2017, 10:02am

Lieber Luitpold,

dann bekanke ich mich schon jetzt sehr bei dir und muss noch ein paar Wochen bis Sifi warten - DO und FR werde ich komplett dort sein, da laufen wir uns sicher über den Weg ...

Der Brief ist hoch interessant (ich hatte ihn ja auch gewollt). Die Adresse ist ein Widerspruch in sich - entweder poste restante, oder zustellen bei N. N..

Diese Problematik erkannte man auch bei der Abgabepost in Tübingen, wie man hier wunderbar sehen und erklären kann. Ein gewöhnlicher Brief wäre bei Nichtantreffens kostenlos wieder retour gesandt worden. Also hätte er keine weiteren Kosten nach sich gezogen.

Aber weil er poste restante zu gestellen war, war die Rücksendung nicht kostenlos, weil er den Postenlauf durch Zustellung bei der Abgabepost verlassen hatte, wenn auch wie hier nur für einen Tag (weil wohl eine Nachsendeantrag vorlag). Daher notierte man zuerst 12 Kr. für einen Portobrief über 20 Meilen plus 3 Kr. Zuschlag - dann hat man aber nur 9 Kr. notiert, weil man den Brief ursprünglich frankiert zugeleitet bekommen hatte und vom Prinzip her ausgelieferte Briefe ohne Portozuschlag weiter zu leiten hatte.

Der zu zahlende Preis ist m. E. sehr hoch, auch wenn es ein netter Vortragsbrief ist und zur Genealogie und Sophy hast du ja schon phantastisches eruiert - vlt. hast du Recht, dass genau dieser Aspekt den Preis nach oben gedrückt hat und wenn es so wäre, muss man das Fehlen des Inhalts um so mehr bedauern.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

206

Wednesday, October 4th 2017, 3:33pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Teilfrankobrief aus Pfaffstätt, in Mattighofen (beide Orte Oberösterreich)
am 20. Mai 1841 aufgegeben (Rückseite 2 Kr.C.M. Franko bis zur Grenze)
mit Vermerk über Salzburg Poste restante Reichenhall, nach Marzoll (Bayern).
Der Empfänger bezahlte 3 Kreuzer rh. Porto.


Beste Grüße von VorphilaBayern
VorphilaBayern has attached the following images:
  • Mattighofen-Marzoll.20.5.1841.01.jpg
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