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81

Tuesday, August 6th 2013, 9:20pm

Hallo Freunde

Ich habe wieder einen Brief der aus Elberfeld abgeschickt war. Geschrieben war der Brief in Remscheid 28.7.1808. Der Brief war Porto für Bordeaux in Frankreich eingelifert, und der Empfänger musste für diesen 11 Gram Brief 38 Decimes bezahlen.

Interessant ist die Ausrechnung rückseitig, wenn es eine solche ist.
Und auch dass 19 Decimes rückseitig vermerkt ist, warum auch immer. Es sieht aus nach ein französischer Hand.

Ich zeige die Rückseite beide wege.

Viele Grüsse
Nils
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Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

82

Friday, October 17th 2014, 9:13pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgende Briefhülle:
Brief von Düsseldorf in das bayrische Ulm, dementsprechend muß der Brief aus der Zeit vom 1.1.1806 bis 5.10.1810 sein, denn am 6.10.1810 kam Ulm zu Württemberg. Als Franko wurden 6 und zwei Striche vermerkt. Ich denke, daß der Absender im Großherzogtum Berg Portofreiheit hatte (2 Striche) und die bayrische Gebühr mit 6 Decimes bezahlte.

Beste Grüße von VorphilaBayern

Die Hülle hat ein schönes bayrisches Wasserzeichen.
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83

Saturday, October 18th 2014, 8:39am

Hallo VorphilaBayern,

ein hübscher Brief. Da ich von der Bergischen Postgeschichte keine Ahnung habe, wirft er bei mir mehr einige Fragen auf:

- warum gehst du davon aus, dass es sich um ein bayerisches Wasserzeichen handelt?
- kannst du die Zeichen hinter dem Franko-Vermerk erkennen?
- wenn du davon ausgehst, dass es 6 Decimes waren, kommt dann nicht nur das Jahr 1810 in Frage, weil vorher noch Stüber verwendet wurden?

Viele Grüße,

Nacktnasenwombat

84

Sunday, October 19th 2014, 8:27pm

Guten Abend,
diese Wasserzeichen von VB ist sehr schön, das muss man sagen...danke fürs zeigen. :)
Ob Bayerische Papiermühle diese Papier hergestellt hat, weiß ich nicht. Hier wehre eine schwierige Suche notwendig, weil mehrere Papiermühle zwei Löwen Motiv hatten. Was helfen könnte sind wie immer die Kleinigkeiten bei vergleichen...Ich denke das VB hat das Motiv als Bayerisch gemeint.


Zeige aber gern ein Papierwasserzeichen, wo die Suche nach zugehörige Bayerische Papiermühle sehr einfach wahr.

http://books.google.de/books?id=jWPxn8ZJ…ved=0CEEQ6AEwBg

LG F
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"Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
W. v Humboldt

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85

Thursday, October 23rd 2014, 1:40pm

Hallo Nacktnasenwombat und Filigrana,

vien Dank für die Kommentare.
Zum Wasserzeichen habe ich gedacht, daß die beiden Löwen den Bayrischen sehr ähneln. Das Zeichen hinter dem Franko Vermerk kann ich leider nicht lesen.

Beste Grüße von VorphilaBayern

86

Thursday, December 11th 2014, 3:15pm

Hallo Bayern-Nils und bayern klassisch,

herzlichen Dank.
Hierzu ein weiterer Brief aus Elberfeld an Herzog Wilhelm von Birkenfeld (müßte eigentlich Herzog Wilhelm in Bayern sein), ohne Datum. Im Inhalt wird der bergische Landes Gouverneur Justus Gruner in Düsseldorf genannt, der dies nur in der Zeit von Ende 1813 bis Ende Februar 1814 war. Dementsprechend müßte der Brief aus dieser Zeit sein. Der Absender bezahlte das Franko bis Frankfurt (Siegelseitig vermerkt 8 Stuiver). Von da über das Großherzogtum Würzburg wurde ein Porto von 12 Kreuzer vermerkt. Dazu kamen in Bayern noch 6 Kreuzer. Gesamt mußte der Empfänger 18 Kreuzer Porto bezahlen. Ob er dies mußte, bezweifle ich, denn er hatte in Bayern Gebührenfreiheit.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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87

Thursday, December 11th 2014, 3:23pm

Lieber VorphilaBayern,

mit deiner Vermutung Wilhelm, Herzog von Bayern, hast du sicher Recht.

Ich kenne Briefe an ihn, die gestrichene Taxen haben und solche wie deinen.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

88

Wednesday, December 31st 2014, 2:29pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief von Rheda (handschriftlich Rheda - Großherzoglich Bergische Postanstalt im Dep. Ruhr) vom 15. Februar 1809, mit Leitvermerk "p. Paderborn, Cassel und Frankfurt a.M.", nach Castell in Unterfranken (1806 zum Kgr. Bayern). Siegelseitig Datumstempel 26. FEBR.1809 und Vermerk "erhalten 3. März 1809. Zur Taxierung müssen sich die Experten äußern.
Von Frankfurt aus müßte der Postweg eigentlich durch das Großherzogtum Würzburg gegangen sein, denn Castell lag gleich hinter Würzburg.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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Michael

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89

Saturday, March 28th 2015, 7:07pm

Liebe Freunde,

hier ein Franko-Brief vom 30.9.1811 aus Elberfeld in das (seit dem 9.7.1810) französische Liege.



Der Leitweg verlief anscheinend noch über Dorsten [1]. Alternativ wäre Wesel (auch schon französisch) denkbar, anscheinend ist dieser Leitweg für diese Zeit aber nicht sicher belegt.

Die Taxierung ist auch etwas unklar.
Die im Tableau der Bergischen Post [2] genannten 10 Sous (5 Décimes) von Elberfeld nach Holland scheinen hier nicht mehr gegolten zu haben.
Rückseitig ist neben der 3 Décimes-Taxe (Weiterfranko an Frankreich ?) noch eine Rötelnotierung 4 / 2(?) zu erkennen.

Gruß
Michael

[1] H. Weitzel: Korrespondenzen zwischen dem Großherzogtum Berg und seinen Nachbarstaaten 1806-1813, Postgeschichte und Altbriefkunde, Hefte 121-123, Beilagen zu den DASV-Rundbriefen 1995
[2] W. Münzberg: Das Großherzogtum Berg 1806-1813, Leitfaden zur Postgeschichte und Briefkunde, Band IV 1982
Preußen mit Transiten

90

Wednesday, March 9th 2016, 3:31pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief, kurz nach der bayrischen Zeit im Herzogtum Berg:
Teilfrankobrief aus Remscheid vom 2. August 1806, der in Elberfeld aufgegeben wurde, nach Barcelona (Spanien). Den Frankobetrag auf der Siegelseite kann ich nicht deuten. In Spanien fiel für den Empfänger eine Inlandsgebühr von 9 Realos an.

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91

Wednesday, March 9th 2016, 4:23pm

Lieber VorphilaBayern,

hinten sollten 1 1/2 Batzen (geschrieben 1--) grenzfrankiert worden sein.
Liebe Grüsse vom Ralph

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92

Wednesday, November 30th 2016, 7:47pm

Liebe Sammlerfreunde,

einen ähnlichen Brief wie in Abschnitt 35 kann ich zeigen:
Brief aus Barmen vom 5. August 1809, der in Elberfeld aufgegeben wurde. Franko bis Frankfurt mit (Siegelseitig 10 Stüber). Taxis belastete für den Transit durch das Großherzogtum Würzburg bis zur bayerischen Grenze 1 1/2 Batzen = 6 Kreuzer. Mit dem bayerischen Inlandsporto von 10 Kr. errechnete sich eine Gesamtportobelastung von 16 Kr., die der Empfänger in Kempten bezahlte.

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93

Wednesday, November 30th 2016, 7:56pm

Lieber Hermann,

das ist ja ein Traumbrief - der hat alles, was es braucht und die liebe @Filigrana wird ob der Anschrift eine etwas unruhige Nacht zu verbringen haben werden. ^^
Liebe Grüsse vom Ralph

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94

Sunday, December 18th 2016, 7:41am

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Brief aus Barmen vom 28. Februar 1811, der in Elberfeld aufgegeben wurde. Franko bis Frankfurt mit (Siegelseitig 5 Decimes). Taxis belastete für den Transit durch das Großherzogtum Würzburg bis zur bayerischen Grenze 2 1/2 Batzen = 10 Kreuzer. Mit dem bayerischen Inlandsporto von 8 Kr. errechnete sich eine Gesamtportobelastung von 18 Kr. Dazu kamen weitere 4 Kreuzer, die ich so noch nicht gesehen habe. Für wen ?. Der Empfänger in Kempten bezahlte somit 22 Kreuzer Porto.

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95

Sunday, December 18th 2016, 1:40pm

Lieber Hermann,

vlt. war es mit dem Porto ein bisschen anders:

2 Batzen = 8x für Taxis, 10x für Württemberg bis Ulm = 18x und 4x ab Neu-Ullm bis Kempten (über 6-12 Meilen). Das wären dann die 22x, die final notiert wurden.
Liebe Grüsse vom Ralph

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96

Monday, December 19th 2016, 7:33am

Lieber Ralph,

herzlichen Dank.
Das wäre aber sehr ungewöhnlich, denn die Briefe, die ich kenne, liefen alle über den Kartenschluß "Frankfurt am Main - Augsburg".

Beste Grüße,
Hermann

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97

Monday, December 19th 2016, 9:35am

Lieber Hermann,

ja, außergewöhnlich - ich hatte mal eine Korrespondenz vorliegen, bei der die Taxen auch, wie hier, nicht für den Regelfall passten. Über die Gründe kann ich wenig sagen, aber da es mehrere Briefe waren, die so geleitet wurden, konnte ich einen einmaligen Fehler ausschließen.
Liebe Grüsse vom Ralph

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98

Monday, December 19th 2016, 9:50am

Lieber Ralph,

herzlichen Dank. Ich denke mittlerweile auch, daß es so war.
Wenn z.B. der Paketschluß "Frankfurt am Main - Nürnberg" eine schnellere Beförderung zuließ (früherer Posttag), dann wurden die Briefe diesen Paketschluß mitgegeben, dann lief er über Württemberg und kostete dementsprechend mehr.

Beste Grüße, Hermann

99

Thursday, September 28th 2017, 7:54pm

Liebe Sammlerfreunde,

einen ähnlichen Brief wie in Abschnitt 92 kann ich zeigen:
Brief aus Barmen vom 18. März 1809 der in Elberfeld aufgegeben wurde. Franko bis Frankfurt mit
(Siegelseitig 10 Stüber). Taxis belastete für den Transit durch das Großherzogtum Würzburg bis zur
bayerischen Grenze 1 1/2 Batzen = 6 Kreuzer. Mit dem bayerischen Inlandsporto von 10 Kr. errechnete
sich eine Gesamtportobelastung von 16 Kr., die der Empfänger in Kempten bezahlte.


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100

Friday, September 29th 2017, 6:07am

Lieber Hermann,

ein feines Stück mit Würzburger Transit - jetzt ist es in den richtigen Händen und die Beschreibung ist perfekt. :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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