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Minimarke

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Monday, October 31st 2016, 5:53pm

Württembergische Fahrpost aus der Postablage

Postschein vom 2 Juni 1870 mit dem Postablagestempel von Unterdeufstetten / Crailsheim, für ein Wertpaket nach Waizenbach / Bayern.

Das Paket wog 1 Pfund und 2 Loth, und hatte eine Wertangabe von 50 Gulden.
Nach dem Tarif vom 01. Januar 1868 galten dafür folgende Gebühren:
- 11 Kreuzer Gewichtsgebühr
- 02 Kreuzer Wertgebühr

dazu kam dann noch eine Gebühr von 3 Kreuzer für eine Dienstleistung durch die Post, vielleicht kann jemand den Vermerk bei den 3 Kreuzern entziffern.
Eventuell hilft auch der Vermerk oben, er scheint von gleicher Hand zu stammen.
@bayrn classisch hat Wikipedia noch folgende Informationen entlockt:Waizenbach Seckendorf
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Ulrich

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Monday, October 31st 2016, 7:50pm

Nachnahme Enzweihingen nach Unterriexingen geschrieben am 07. März 1873

Nachnahme von 8 Kreuzern vom Amtsnotariat Enzweihingen an das Schultheißenamt Unterriexingen.
Den roten Vermerk: "gehört zur Fahtpost", kann ich aktuell nicht interpretieren.
Interessant ist das der Stempel des vorgestzten Postamtes Vaihingen / Enz fehlt.
Schaut man sich die Lage der 3 Ortschaften auf der Karte an, versteht man auch wie es gewesen sein könnte.
Der Bestellbote hat das Paket in Enzweihingen aus der Postablage, oder direkt vom Notar, übernommen.
Da er wohl direkt auf seiner Tour Richtung Ober und Unterriexingen war hat er die Sendung direkt zugestellt.
Bedeutet die Sendung hätte das vorgestzte Postamt nie gesehen.
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Monday, October 31st 2016, 8:09pm

Hallo Ulrich,

der Grund für das Anbringen des Satzes "Gehört zur Fahrpost" kann hier nicht auf die Schnelle festgelegt werden.

Es gab Portofreiheiten bei der Briefpost, nicht aber bei der Fahrpost. Kannst du mal überprüfen, ob dieser portofrei beförderte Brief bei der Briefpost frei, bei der Fahrpost aber nicht frei gewesen wäre?

Vlt. hatte der Landbriefträger (LBT) auch für seinen Job etwas Geld zu bekommen? Beim Briefetransport durch ihn sicher nicht, aber bei der Fahrpost wäre es möglich, dass er etwas zu bekommen hatte.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

kreuzer

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Tuesday, November 1st 2016, 8:39am

Hallo Ulrich,

gibt es ein Datum zum Brief?

Ich kann hier nur anhand der bayrischen Vorschriften spekulieren, da war es so, dass Nachnahmen generell der Fahrpost zugeordnet wurden. Und in diesem Fall hat @Bayern klassisch recht, hier erhielt der Landbriefträger einen Obolus dafür, das er den Brief von der Postablage zur Expedition brachte.

Viele Grüße

kreuzer

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Tuesday, November 1st 2016, 10:21am

Hallo @kreuzer,
Datum wurde bei der Belegbeschreibung ergänzt, geschrieben wurde der Brief am 07. März 1873.
Mittlerweile ist mir auch klar dass der Land-Postbote dafür eine Gebühr von 2 Kreuzern bekam.
Die Frage ist nur warum hat er es auf den Beleg geschrieben, den außer Ihm keiner im vorgesetztem Postamt sah?

Portofreiheit bei Nachnahmen muß ich noch prüfen, lt. Beleglage würde ich sagen ja.
Ich habe sehr viele Nachnahmen bei denen der Nachnahmebetrag nochmals angeschrieben ist, oder eben überhaupt nichts.
Grüße aus Bempflingen
Ulrich

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Wednesday, November 2nd 2016, 6:00pm

Wertpaket aus der Postablage an das vorgesetzte Postamt

Wertpaket vom 5. August 1867 aus der Postablage EGLOFS /WANGEN nach Wangen.
Die korrekte Bezeichnung lautet wohl, Verkehr innerhalb des Postbezirks.
Damit liegt die Gewichtsgebühr bei 50% der Mindestgebühr von 5 Kreuzer = 2,5 Kreuzer,
die Wertgebühr beträgt in diesem Falle auch 50% der Mindestgebühr von 2 Kreuzer = 1 Kreuzer.
Die 3,5 Kreuzer werden dann natürlich auf 4 Kreuzer gerundet, wie auf dem Postschein vermerkt.
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Saturday, November 5th 2016, 6:18am

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Paket mit 16 Pfund und 15 Loth von Onstmettingen nach Freiburg / Breisgau.
Hierbei ein Kistchen etnhält Waagen, steht oben geschrieben

INHALT
Onstmettingen, den 18ten Febr. 1868
Herrn A. Link Mechaniker Freiburg

Beifolgend übersende ich Ihnen von den Briefwaagen 6 Stück und von der Paketwaagen 1 Stück.
Von der Paketwaagen habe ich den Eisenguß erst heute bekommen, deßwegen sende ich Ihnen für jetz die fertigen, da es zu lange dauert bis die Farbe trocken ist. Ich werde Ihnen die 5 fehlenden in 8 Tagen senden können, wenn Sie vorher nichts anderes bestimmen per Post.
Der Betrag von heute mit 19f57 wollen Sie mir gef. gutschreiben zum nächsten.
Den von der Packetwaage mußte ich abschrauben derselbe auf der einen Seite gerade eben zu der Stellschraube wie sie gestelltist, auf der anderen Seite wäre die Schreube zu kurz.
Hoffend, daß Sie mit der Arbeit zufrieden sein werden
grüße ich Sie
Achtungsvoll ergebns
Johs. Comzelmann senior

Gewicht aufgerundet auf 17 Pfund
Entfernungszone 3 = 10-15 Meilen
7/12 Kreuzer pro Pfund und Entfernungszone
Ergibt folgende Rechnung
7*17*3/12 = 29,75
gerundet auf 30 Kreuzer
plus 2 Kreuzer Bestellgeld - handschriftlich vermerkt
Ergibt eine Gesamtsumme von 32 Kreuzern - ebenfalls handschriftlich vermerkt
Diese 32 Kreuzer durfte dann Mechaniker Link in Freiburg bezahlen
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Saturday, November 5th 2016, 4:30pm

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Nachnahme vom Pfarramt Denkendorf an das AMtsnotariat Esslingen.
Dem Vermerk "Auslagen des Notar 4f54" entnehme ich dass die Fahrpost hier postofrei war.
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Saturday, November 5th 2016, 4:51pm

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Nachnahme vom Amtsnotariat Zöbingen an das Schultheißenamt Kirchheim Oberamt Neresheim.

Portoberechnungen

Entfernung 2-5 Meilen Mindestgebühr = 6 Kreuzer
Nachnahme Mindestgebühr = 3 Kreuzer
Gesamt 9 Kreuzer

diese 9 Kreuzer wurden dann zusammen mit der Nachnahme von 12 Kreuzern vom Empfänger eingezogen.
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Saturday, November 5th 2016, 5:10pm

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Nachnahme über 12 Kreuzer von Herbrechtingen an den Stiftungsverwalter Martin in Giengen / Brenz.
Leider kann ich die notierten 4 Kreuzer Porto nicht nachvollziehen, noch nicht!
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Saturday, November 5th 2016, 5:22pm

Vorläufige Zusammenfassung

Damit sind die in meiner Sammlung vorhandenen 7 Belege alle veröffentlicht!

Im Rundbrief 182 der ARGE Württemberg wurden 13 Belege vorgestellt:

- 5 Nachnahme portofrei
- 5 Nachnahme als portopflichtige Dienstsache oder Porto
- 1 Paketbegleitbrief über 10 Pfund
- 1 Postschein für einen Wertbrief über 5 Gulden
- 1 Wertbrief über 1014 Gulden

damit lässt sich die Aussage treffen dass die am häufigsten vorkommende Fahrpostsendung aus der Postablage die Portofrei Nachnahme ist.
Nachnahme Porto ist dann von der Häufigkeit auf Platz zwei.
Alle anderen Sendungsarten sind schon releativ selten, speziell wenn es dann aus dem zugehörigem Oberamt herausgehen soll!
Grüße aus Bempflingen
Ulrich

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Saturday, February 4th 2017, 3:40pm

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Nachnahme Aufgegeben über die Postablage Eutingen nach Hochdorf.
Hochdorf lag wohl auf dem Weg des Postboten zurück nach Horb, so dass dieser Brief das vorgesetzte Postamt nicht gesehen hat.
Leider kann ich bei dem Nachnahmevermerk den Ort nicht entziffern.
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Saturday, February 4th 2017, 4:02pm

Vollmaringen,


Gruß, Hermann

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Saturday, February 4th 2017, 6:00pm

Vielen Dank Hermann, da wäre der direkte Weg fast kürzer gewesen! ;-)
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Saturday, February 11th 2017, 5:35pm

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Nachnahme über 8 Kreuzer als Dienstsache von Enzweihingen über das vorgesetzte Postamt in Vaihingen nach Oberriexingen.
DIrekterweg ca. 4km, über das vorgesetzte Postamt ca. 8km.
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Sunday, April 30th 2017, 2:52pm

Portoperiode 01-01-1868 bis 31-01-1874

Nachnahme über 14 Kreuzer als Dienstsache von Zoebingen über das vorgesetzte Postamt Ellwangen nach Unterwilflingen.
DIrekterweg ca. 9 km, über das vorgesetzte Postamt ca. 41km.
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Tuesday, August 8th 2017, 3:49pm

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu eine Wertsendung über 57 Kreuzer (2 1/2 Loth schwer) als Armensache
mit Postablagestempel "OBERBERKEN" und Aufgabestempel von Schorndorf,
nach Stuttgart.


Beste Grüße von VorphilaBayern
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Tuesday, August 8th 2017, 7:21pm

Hallo Hermann,
sehr schönes und seltenes Teilchen, Gratulation dazu!
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Ulrich

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