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Thursday, July 23rd 2015, 2:55pm

Hallo Freunde

Ich kann Heute ein viel einfacheren Brief zeigen wenn es um die Beschreibung geht. Ein einfacher Brief war es aber nicht :)

Der Brief ist ursprünglich in Machester, England geschrieben - oder sollte man eher gedrückt sagen. Es ist ein grosses Stück Papier der die Grösse um die A2 hat. Einige von der gedruckte Teile zeige ich unten.
Diese Drucksache ist Manchester 20. Februar 1802 datiert. Irgendwie ist die Drucksache nach Frankfurt aM an Gebrüder Meyer gebracht (und sicher auch von hier aus nach mehreren Empfänger geschickt). Genau wann in 1802 der Brief abgeschickt war kann man nicht sagen, auch nicht wenn es empfangen ist. Aber sicher ist es dass der Brief vor den Vertrag abgeschickt ist.

Der Brief hat bis Rheinhaussen 4 Batzen gekostet, was ich eher wenig finde für diesen schweren Brief. Der Empfänger hat aber 9 Decimes bezahlt was eine 20-25 Gram Gewicht für 100-200 Km heisst. Den Distanz ist also dann von Rheinhausen bis Colmar.
Oben rechts sieht es aus wie einen 0 Paraphe aber das kann wohl nicht stimmen, und ein 8 darf es auch nicht sein. ???

Viele Grüsse
Nils
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22

Thursday, July 23rd 2015, 4:18pm

Hallo Nils,

links lese ich eine 9 und rechts eine Null - warum auch immer.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

23

Friday, July 24th 2015, 3:14pm

Hallo Freunde


Die 9 ist ja schon geklärt (9 Decimes Porto)

Es gibt eine Hypothese zu die 0 Paraphe.

Pietz schreibt in DASV Rundbrief 501 dass den Vertrag zwischen die Reichspost und Frankreich schon ab 28.3. in kraft treten sollte, aber dass " Seitens die Reichspost erst 7.10. in Vollzug" gesetzt war.

Eine mögliche Beschreibung ist dann dass Frankreich schon aufgehört die Reichspost zu vergüten hatten, und dann hier diese Verhalten so mit einem 0 unterstrichen hatte. Obwohl der Brief in Manchester um die 20. Februar gemacht war, kann ich mich nicht vorstellen dass der Brief weiter von Frankfurt aus früher als 28.3. abgeschickt war. Was ich hier schreibe ist ja nicht mit diesem Brief möglich zu belegen.

Weiter Hypothesen sind willkommen :)

Viele Grüsse
Nils
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24

Saturday, January 9th 2016, 9:57am

Hallo,

bei diesem Brief aus Wangen nach Thann im Elsaß aus dem Jahr 1783 komme ich mit dem französischen Porto nicht klar.
Der Brief war mit 12 Kr. bezahlt (frco. Rheinhausen) bis zur französischen Grenze.
Könnte über Thann 4 Sols stehen?
Nach dem Tarif von 1759 lag das Porto in der 1. Stufe bis 20 lieues bei 4 Sols für ein einfachen Brief. Das Gewicht lag jedoch bei ca. 14 g. Dies wäre jedoch wohl die 2. Gewichtsstufe.
Kann hier ein Forumsmitglied weiterhelfen?

Grüsse von liball
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vals59

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25

Saturday, January 9th 2016, 10:44pm

Hallo Liball,

Meiner Meinung nach, hatte der Empfänger 42 sols bezahlt.

Mein Erklärungsversuch dieses Portos.
- Eine Unze Briefe von Deutschland nach Straßburg kostete 40 Sols.
- Eine Unze Briefe von Straßburg nach Thann kostete 16 Sols.
=> gesamt porto 64 Sols für eine Unze Briefe: 16 sols.
56* 3/4 = 42. Dein Brief sollte also 3/4 von Unze wiegen.

Viele Grüsse.
Emmanuel.

26

Sunday, January 10th 2016, 9:29am

Hallo vals59,

vielen Dank für Deine Hilfe.
Du schreibst, dass eine Unze Briefe von Deutschland nach Straßburg 40 Sols kosteten.
Der Absender hatte aber bereits 12 Kr. bis Rheinhausen bezahlt. Kam dann trotzdem noch ein Porto für Briefe aus Deutschland hinzu?

Grüsse von liball

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vals59

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27

Sunday, January 10th 2016, 11:29am

Hallo Liball,

Ja, eine Unze Briefe von Deutschland (Philippsburg, Stuttgart, Cannstatt und Pfalz) über Rheinhausen nach Straßburg, Landau, Fort Louis und Elsaß kostete 40 sols.
Ich mache mir klar, daß meine erste Antwort nicht passt, weil Thann in Elsaß liegt. Es sollte dort keine Porto von Straßburg nach Thann geben. Dennoch handelt es sich um ein Porto von 42 Sols wirklich.
Er ist ebenso möglich, daß das Postamt von Straßburg sich in der Berechnung des Portos geirrt hat.

Viele Grüsse.
Emmanuel.